Montag, 7. März 2011

[Rezension] George R.R. Martin: Das Lied von Eis und Feuer 4 – Die Saat des goldenen Löwen


Klappentext (enthält Spoiler zu den ersten drei Teilen):
Zwietracht und Verrat herrschen in den Sieben Königreichen, in denen Krieg um die Erbfolge entbrannt ist. Dem Tyrannen Joffrey, fast noch ein Kind, gefällt sein Platz auf dem Thron, und er denkt nicht daran, ihn wieder zu räumen. Während er von seiner mächtigen Familie unterstützt wird, sind seine Widersacher heillos zerstritten. Und obgleich Lady Catelyn Stark von Winterfell von einem düsteren Geheimnis um Joffreys Herkunft weiß, fehlen die Beweise, und ihr Versuch, ein Bündnis gegen den Tyrannen zu schmieden, droht endgültig zu scheitern…



Eigene Meinung:

Es fiel mir schwer wieder in den vierten Teil zu finden. Es ist sicherlich schon einige Monate her, dass ich den dritten Teil gelesen hatte und so war mir zwar klar, was grob passiert war, aber aufgrund der vielen Namen und der verschiedenen Handlungsstränge waren die ersten 80 Seiten doch etwas mühsam. Beinahe so wie zu Beginn des ersten Buches, bei dem jeder Leser sich erst einmal durch die Fülle der Namen erschlagen fühlt. Erschwert wurde mir der Wiedereinstieg auch dadurch, dass Blanvalet in Deutschland die ursprünglich vier Bände ja noch einmal geteilt hat, sodass Band 3 ebenso wie Band 1 kein Ende hatte.
Nachdem ich aber wieder meinen Weg zu Catlyn, Bran, Tyrion, Jon und all den anderen gefunden habe, habe ich das Lesen wieder sehr genossen. Die Charaktere sind weiterhin sehr fein ausgearbeitet und es klingt dem Autor mühelos das Geschehen auf dem Kontinent Westeros aus den verschiedenen Perspektiven darzustellen. In diesem Band wird einerseits eine große Schlacht um King’s Landing geschlagen, andererseits sieht man aus Aryas Augen das Leben als Magd und im Ganzen fügt sich ein umfassendes Bild über die Geschehnisse.
Obwohl es sich hier um Fantasyliteratur handelt, hält sich das Phantastische auch im vierten Band weiterhin bedeckt. Abgesehen von Daenerys Drachen erhalten wir nur durch die Handlungsstränge um Bran und Jon einige Hinweise darauf, dass wir uns hier in einer Welt befinden, in der Magie nichts Unbekanntes ist.
Die zweite Hälfte des Buches hab ich ohne größere Pause innerhalb einiger Stunden verschlungen und war am Ende „heiß auf mehr“. Leider muss ich mich gedulden, da die Bücher nur eine Leihgabe sind und diejenige, die sie mir ausleiht, selbst erst bei Band 5 ist.
Fazit:
Diese Reihe ist jedem zu empfehlen, der sich nicht gleich davon abschrecken lässt, dass insgesamt acht Bände auf ihn warten. Außerdem sollte man zu Beginn des ersten Buches etwas Sitzfleisch und Aufmerksamkeit mitbringen, um sich an die vielen Namen zu gewöhnen.

Genre: Fantasy
Seiten: 570
Preis: 12.00 Euro
nächster Band: Sturm der Schwerter

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