Donnerstag, 24. März 2011

[Rezension] Karen Miller - Königsmörder **

Genre: Fantasy; Seiten: 668; Preis: 14.95 Euro
 
Achtung: Alles Folgende enthält Spoiler zum ersten Teil „Königsmacher“

Klappentext: Das Königreich Lur wird von Dämonen bedroht, und Asher, der Sohn eines einfachen Fischers, ist der Einzige, der es noch retten kann. Denn der schwarze Magier Morg hat die königliche Familie beinahe ausgelöscht und greift nun selbst nach dem Thron. Da wird Asher verraten – und nichts scheint das Böse, das über Lur hereinzubrechen droht, noch aufhalten zu können.

Inhalt: Königsmörder beginnt genau dort, wo Königsmacher aufhört. Asher wartet auf die Rückkehr der königlichen Familie und muss wenige Stunden später feststellen, dass alle bis auf Gar und Meistermagier Durm tot sind. Er weiß natürlich nicht, dass Durm längst nicht mehr er selbst ist.
Gar hat nur geringe Wunden davon getragen und wird nun, nach dem Tod seines Vaters der neue König von Lur. Obwohl viele ihn als König akzeptieren, wird er auch – nicht zuletzt von Conroyd Jarralt – in Frage gestellt. Und bald muss der junge König sich auch selbst in Frage stellen: Seine Magie versagt und von einem Moment auf den nächsten ist er wieder der magielose Krüppel.
Die Rettung für das Wetter und für Barls Mauer naht in Form von Asher. Was die Prophezeiung schon lange vorausgesagt hat, bewahrheitet sich: Asher ist ein Magier und er kann Wettermagie bewirken.
Als er jedoch verraten wird und hingerichtet werden soll, ist niemand mehr da, um die Mauer gegen Morgs Angriffe zu schützen. Sie beginnt zu bröckeln und die Letzten Tage sind angebrochen.

Meine Meinung: Leider gibt es, nach der Rezension zu Königsmacher, hier nur wenig zu berichten. Die Geschichte entwickelt sich fort. Alles geschieht erwartungsgemäß. Es gibt leider keine spannenden Entwicklungen. Wie genau Morg am Ende besiegt wird, ist das einzige, was mir als Frage vorschwebte. Leider ist dann auch der Endkampf kurz gehalten. Auf wenigen Seiten wird das Fiasko dargestellt und das, worauf die Prophezeiung seit Jahrhunderten gewartet hat, ist sehr schnell vorbei.
Einzig die Charaktere haben mich zum Weiterlesen bewegt. Asher bleibt sich treu, ebenso wie Gar, der zwar Fehlentscheidungen trifft, aber immer in dem Glauben das Beste zu tun. Veira finde ich teilweise sehr nervig mit ihrem Beharren auf die Prophezeiung. Sie scheint selbst die Prophezeiung zu sein und keine anderen Gefühle zu haben. Mit ihren Zurechtweisungen den anderen Charakteren gegenüber macht sie sich beim Leser schnell unbeliebt.
Morg ist leider sehr einseitig. Obwohl er einen Grund für sein Tun hat, hat mich der Charakter nur mäßig überzeugt. Er will die Welt zerstören und Unsterblichkeit. Das ist im Ganzen für einen Bösewicht, der den Leser auf über 1200 Seiten fesseln soll, etwas wenig meiner Meinung nach.

Fazit: Wenn Königsmacher okay war, dann war Königsmörder gerade noch eben okay. Es sind wieder die Charaktere, die überzeugen. Auch hierfür vergebe ich wieder 2 von 5 Sternen, wobei diese leider nur mit viel gutem Willen vergeben werden können.

Zur Autorin: Schon mit zwei Jahren zogen ihre Eltern mit Karen Miller nach Australien. Geboren wurde sie in Vancouver. Wenn sie nicht gerade schreibt, steht sie bei ihrer lokalen Theatergruppe auch schon einmal auf der Bühne.
Der letzte auf Deutsch erschienene Roman ist: Die Thronerbin (Januar 2011)

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