Donnerstag, 28. April 2011

[Rezension] Kai Meyer - Die Wasserweber *****

Autor: Kai Meyer           
Titel: Die Wasserweber
Reihe:
Wellenläufer-Trilogie 
3. Die Wasserweber
Seiten: 437
Verlag:    1. Loewe ("erwachsenes Cover"
     2. Heyne (Kinderbuch )
ISBN:     1. 978-3785565445
                2. 978-3453533226
Preis: broschiert 9,95 Euro (beide Ausgaben) 

Achtung! Rezension kann Spoiler zu Die Wellenläufer und Die Muschelmagier enthalten!

Titel und Cover: Auch den dritten Band gibt es in einer Kinder- und einer Erwachsenenversion. Letztere enthält collagenähnlich einige Hinweise auf den Inhalt des Buches. Auf der Kinderversion sehen wir Flugrochen mit Jolly und ihren Freunden. Einerseits passt es sicherlich ganz gut. Andererseits gibt es im Buch selbst keine Szene, in der Jolly tatsächlich alleine einen Flugrochen reitet.
Klappentext: Ein gewaltiger Mahlstrom überzieht die Karibische See. Noch kann die schwimmende Stadt Aelenium ihm trotzen. Doch Heere von Klabautern rücken näher. Der Kreis um Aelenium schließt sich. Nur die Wellenläufer können den Untergang aufhalten: Jolly und Munk tauchen hinab zur Wurzel des Mahlstroms. Während ihre Freunde in Aelenium den Kampf aufnehmen, wandern die beiden Quappen über den Grund der Tiefsee. Durch bizarre Felslabyrinthe und Vulkanschluchten führt sie ihr Weg bis zu den Trümmern einer versunkenen Stadt.

Inhalt: Gleich zu Beginn dieses letzten Bandes brechen Jolly und Munk auf zu ihrer langen Reise, um den Mahlstrom zu verschließen. Dabei treffen sie in einer versunkenen Stadt das Quappenmädchen Aina. Sie hat vor tausenden Jahren versucht sich gegen das Mare Tenebrosum zu stellen. Munk und Jolly sind erst skeptisch, ob ihre Geschichte der Wahrheit entspricht, doch dann lassen sie sich von ihr führen und geraten direkt am Mahlstrom in eine Falle. Nur gemeinsam können sie jetzt noch ihr Ziel erreichen.
Zur gleichen Zeit tobt der Kampf um die Seesternstadt. Jollys Freunde sind zurückgeblieben und versuchen erst die Klabauter und dann die Piraten aufzuhalten. Während Griffin auf den Rochen fliegt, taucht Soledad an der Ankerkette der Stadt, um diese zu verteidigen. Walker und der Hundemann kämpfen an den Barrikaden. Doch ihre Feinde scheinen endlos und nach und nach brechen die ersten Verteidigungsanlagen.
Keiner weiß wo jetzt noch Hilfe herkommen kann. Sind die Quappen vielleicht längst tot? Hat der Geisterhändler die Macht die Feinde zurückzuschlagen? 

Meine Meinung:
„Falls sie ihn besiegten, dann nur, weil sie nicht vergaßen, was sie waren. Wer sie waren.“ 
Wasserweber Seite 36

Jolly kann sich immer noch kaum mit ihrem Schicksal und ihrer Aufgabe abfinden, als die beiden Quappen aufbrechen und zwischen ihr und Munk steht noch immer ein unausgesprochener, gärender Streit, der den beiden beinahe zum Verhängnis wird.
Im zweiten Band teilen sich die Handlungsstränge noch weiter auf und der Leser verfolgt abwechselnd die Reise auf dem Meeresgrund und die Geschehnisse bei der Seesternstadt. Obwohl der Kampf um die Stadt beinahe die gesamte Länge des Buches umfasst, wirkt dieser weder langweilig noch übertrieben. Kai Meyer gelingt es immer wieder neue Spannungselemente einzubauen.
Zugleich gibt es nun Wendungen in der Geschichte, mit denen der Leser nicht rechnen kann, die sich aber trotzdem problemlos in das Bild fügen, sodass keine Brüche in der Logik entstehen.
Durch diese Wendungen entstehen neue, fantastische Elemente in der Geschichte, die das Herz jedes Fantasyfans höher schlagen lassen. Besonders die Entwicklungen um den Geisterhändler, Urvater und den Holzwurm sind atemberaubend und doch so gut vom Autor vorbereitet, dass die Geschichte am Ende stimmig ist.
Der Abschluss dieser Trilogie beendet die Geschichte mit einem würdigen Ende, das alle wichtigen Frage beantwortet und gleichzeitig Raum lässt, um sich Jollys weiteren Weg zu erträumen. Es bleibt eine gewisse Trauer, dass man sie und ihre Freunde nun in der Welt dieser Geschichte zurücklassen muss und nicht gemeinsam mit ihnen über das Wasser laufen kann.

Fazit: Kai Meyer ist mit der Wellenläufer-Trilogie ein fantastisches Werk gelungen, das nicht nur junge Erwachsene ab 12 in seinen Bann zieht. Äußerst stimmig führt der Autor im letzten Band alle Hinweise und Handlungsfäden zusammen und kreiert dabei ein spannungsgeladenes Ende der Geschichte.
Ich vergebe 5 von 5 Punkten

Über den Autor:
Kai Meyer wurde 1969 geboren. Er studierte Film und Theater und war zeitweise Redakteur bei einer Tageszeitung für Kultur und Vermischtes. Seit 1995 konzentriert er sich aber nur noch aufs Schreiben. Er hat inzwischen über 50 Bücher veröffentlicht.  Diese wurden in bis zu 28 Sprachen übersetzt.
Seine neusten und auch sehr erfolgreichen Werke sind Arkadien erwacht und Arkadien brennt .
Hier geht es zur Homepage von Kai Meyer

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