Montag, 16. Mai 2011

[Rezension] Susanne Rauchhaus - Die Messertänzerin ****

Autorin: Susanne Rauchhaus   
Titel: Die Messertänzerin
Seiten: 367
Verlag: Überreuter
Veröffentlichung: Januar 2011
ISBN: 9783800056033
Preis: 14,95 Euro


Titel und Cover: Das Cover zeigt eine junge Frau in einem Umhang und ein Messer. Soweit natürlich äußerst passend zum Inhalt des Buches. Etwas irritiert hat mich die Farbgestaltung des Covers. Farben spielen in der beschriebenen Welt eine große Rolle. Mir fällt es schwer dieses Braunrot nun einzuordnen. Braun ist die Farbe der Krieger, Rot die Farbe der Kaufleute. Keine der beiden Farben hat direkt etwas mit der Protagonistin zu tun. Sie trägt sandfarben als Dienerin und später das Schwarz der Toten. 
Der Titel Messertänzerin ist äußerst programmatisch und Divya erhält im Roman selbst auch diesen Beinamen.

Kurzbeschreibung (nach Amazon): In Pandrea, dem Reich von Fürst Warkan, hat jeder seinen fest bestimmten gesellschaftlichen Platz. Divya gehört als Dienerin an einer Mädchenschule zur untersten Kaste; anders als Jolissa, die Schülerin aus gutem Hause. Während Jolissa von einer Hochzeit träumt, beneidet Divya die Männer um ihre Freiheit und freundet sich mit einem Wächter an. Sie lernt zu kämpfen wie ein Mann - und zu tanzen wie eine Frau. Als sie einen Mordauftrag bekommt, muss sie eine Entscheidung treffen. Und damit macht sie sich den Mann, den sie liebt, zu ihrem erbittertsten Feind.

Inhalt: Divya ist Dienerin an einer Mädchenschule und die Schulleiterin achtet darauf, dass die Mädchen möglichst keinen Kontakt zu Männern haben. Nach einem Einbruch muss sie jedoch eine Wache akzeptieren. Eben diese Wache kann Divya davon überzeugen, ihr das Kämpfen und das Messer werfen beizubringen.
Als sie erfährt, dass die Stadt, in der sie lebt, kein so friedvoller Ort ist, wie sie immer dachte, versuchen Rebellen sie auszunutzen. Sie soll einen Mord ausführen, doch sie weiß nicht, ob sie dazu bereit ist. Danach auf der Flucht macht Divya Entdeckungen, die sie sich nie erträumt hätte und plötzlich liegt es in ihrer Hand die Menschen von einer Schreckensherrschaft zu befreien.

Meine Meinung:
Susanne Rauchhaus ist ein äußerst gelungener Anfang der Geschichte geglückt. Nach einem prologartigen ersten Kapitel erlebt der Leser einige Seiten lang den Alltag der Protagonistin und kann sich so in ihrer Welt zu Recht finden. Noch bevor dies langweilig werden könnte, passiert aber nun das erste Außergewöhnliche. Ab jetzt ist der Leser in der Geschichte gefangen.
Ich habe es als überaus angenehm empfunden, dass diese Geschichte besonders zu Beginn mit einer Handvoll Charaktere auskommt. Besonders in Divya kann man sich schnell hineinversetzen und ihr Ausbilder, der im Laufe der Geschichte mehr und mehr  zum Freund wird, bleibt zwar geheimnisvoll, aber auch für den Leser ist er genauso anziehend wie für Divya.
Besonders die Fantasyelemente sind sehr geglückt. Feen und Elfen erfreuen sich im Moment ja immer größerer Beliebtheit und auch ich kann mich von dieser Faszination nicht ausnehmen. Es wird zwar im Roman selbst nie ganz geklärt, welche Macht diese kleinen Wesen, diese Lichter, tatsächlich haben, trotzdem haben sie überall ihre Hände mit ihm Spiel.
Zusätzlich zu den Lichtern gibt es in Pandrea Magier und meiner Meinung nach hätte an dieser Stelle die Geschichte etwas mehr ausgebaut werden können. Am Ende ist die Konfrontation mit dem Magier, der im Prinzip das größte Problem darstellt, doch sehr schnell vorbei und der Rest der Geschichte ist dann nur noch eine Frage der Zeit.
Die Charaktere und die Gefühle der Charaktere sind die Stärke dieses Romans. Mit Freude folgt man der Entwicklung der Mädchen zu Frauen und ihrer Entdeckung der Liebe.
Ich hätte mir nur gewünscht, dass auch der Antagonist und seine Helfer mehr Farbe und Fülle erhalten hätten.

Fazit: Die ganz große Begeisterung ist bei mir zwar ausgeblieben, aber Susanne Rauchhaus gelingt es eine schöne Geschichte im Bereich des High-Fantasy-Genres zu kreieren. Ich kann auf jeden Fall eine deutliche Leseempfehlung aussprechen und
vergebe 4 von 5 Sternen.


Über die Autorin: 1967 in Nordrhein-Westfalen geboren zog Susanne Rauchhaus schon als Kind häufig um. Sie ist gelernte Fremdsprachensekräterin und arbeitete in diesem Beruf einige Jahre. Schon als Kind startete sie ihre ersten Schreibversuche. 2001 veröffentlichte sie ihre erste Geschichte in einer Zeitschrift und 2008 erschien ihr erster Roman „Der Hexenspiegel"

Kommentare:

  1. also, wenn ich es recht verstehe ist das ein high fantasy buch? :) kling auf jeden fall sehr spannend!

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  2. Hey Tanja,

    Ja, die Messertänzerin ist High-Fantasy. :-)
    Ich ergänze es oben mal noch.

    Grüße
    Asaviel

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  3. auf dieses Buch freue ich mich schon sehr lange!!! Ich hoffe, ich komme bald dazu, es zu lesen, der Inhalt hört sich einfach fantastisch an!!!

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  4. Mich interessiert es auch nach der Rezi.... hm...

    wieder ein Buch auf meinem ewig langen Wunschzettel...
    oh je...

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  5. Danke für die tolle Rezi, das Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste...Ich denke, ich werde es mir jetzt mal zulegen^^ [Sollte ich bald wieder Geld haben...]

    Bist jetzt auch in meiner Blogroll, damit ich keine Rezension mehr von dir verpasse :)

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