Dienstag, 21. Juni 2011

[Rezension] Duane Louis - Alte Feinde ****

Autor: Duane Louis       
Titel: Alte Feinde
Originaltitel: Expiration Date
Genre: Thriller/Sci-Fi
Seiten: 320
Verlag: Heyne
Veröffentlichung:  11. Oktober 2010
ISBN: 978-3453435407
Preis: 8,99 Euro

Ausstattung: Das Cover passt gut zu den anderen Büchern, die im Heyne-Verlag von Duane Louis veröffentlicht wurden. Der Hintergrundschwarz, der Titel in einer kräftigen Farbe gehalten mit einem einzelnen Gegenstand, der einen Hinweis auf den Inhalt gibt. Hier ist es eine kleine Sanduhr, die passend auf die Zeit hinweist, denn Zeit spielt in diesem Roman eine große Rolle. Der Titel ist eingängig, aber nichts Besonderes, obwohl er auch direkt auf die Handlung anspielt 

Klappentext:
Man sieht sich immer zwei Mal...
Eine mysteriöse Pille versetzt Mickey in die Lage, in die Vergangenheit zu reisen – genauer gesagt in die Zeit seiner Jugend, als ein Serienkiller sein Unwesen trieb und sein Vater von einem Unbekannten ermordet wurde. Jetzt bekommt Mickey eine zweite Chance, die Tat aufzuklären. Doch auch für den Mörder ruht die Vergangenheit nicht.

Inhalt: Beim ersten Mal nimmt Mickey diese Pille eher ausversehen. Er denkt es sind Kopfschmerztabletten. Erst nach und nach wird ihm klar, was diese Dinger tatsächlich auslösen und noch schwieriger wird es seine einzige Freundin davon zu überzeugen, dass er tatsächlich in die Vergangenheit reisen kann. Während sich immer mehr aufzeigt, wie diese Pillen mit dem Tod seines Vaters zusammenhängen, muss Mickey in Vergangenheit und Gegenwart um sein Leben fürchten. 

Meine Meinung:
Mit Witz und Humor beginnt dieser Thriller, denn unser Protagonist ist ein typischer Versager, wie er uns von Zeit zu Zeit in manchen Geschichten über den Weg läuft. Auf den ersten Seiten erzählt er dem Leser, dass er gerade gestorben ist. Ein Einblick in das, was noch geschehen wird, denn erst danach beginnt Mickey uns seine Geschichte zu erzählen.
Obwohl sein Leben keineswegs wie gewünscht und schon gar nicht wie geplant läuft, behält Mickey nicht nur seinen Charme, sondern auch seinen Humor.
Sobald er in der Nacht gegen die Kopfschmerzen das erste Mal diese mysteriösen Pillen schluckt, beginnt eine rasante Geschichte, die den Leser schnell in seinen Bann zieht. Die Seiten fliegen nur so dahin, denn es folgen am Kapitelende immer wieder kleine Cliffhanger, die das Buch zu einem wahren Pageturner machen.
Geschickt verwebt der Autor die Geschehnisse in Vergangenheit und Gegenwart, sodass am Ende der Tod seines Vaters, sein eigenes Verschulden daran und alle anderen kleinen Puzzleteilchen sinnvoll aneinander gefügt werden und trotz oder gerade wegen des Sci-Fi-Element der Zeitreise eine logische Geschichte entsteht.
Als unnötig habe ich die obligatorische Liebesgeschichte empfunden, die Duane Louis in der Gegenwart ansiedelt und meiner Meinung den Verlauf der Geschichte keineswegs voranbringt. Mickey braucht zwar natürlich jemanden, der ihm zur Seite steht, aber diese Freundin hätte nicht zu einer Liebesbeziehung werden müssen. 

Fazit: Ein rasanter Thriller ohne jegliche Längen, der mich für einige Stunden gut unterhalten hat. Duane Louis gelingt es ohne viel Aufhebens zu machen, uns nicht nur den Protagonisten näher zu bringen, sondern auch seine Lebensumstände.
Ich vergebe gut 4 von 5 Punkten. 


Quelle
Über den Autor: Duane Louis heißt im wahren Leben Duane Swierczynski und ist Chefredakteur des Philadelphia City Paper. Für seinen Roman "The Wheelman" wurde er für den Gumshoe Award nominiert, die Filmrechte wurden verkauft. Er lebt in Philadelphia, wo auch seine Romane angesiedelt sind.

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