Mittwoch, 8. Juni 2011

[Rezension] Yasmine Galenorn - Die Schwestern des Mondes-Die Hexe ***(*)

Autor: Yasmine Galenorn
Titel: Schwestern des Mondes 1 – Die Hexe
Originaltitel: Witchling
Reihe: Schwestern des Mondes
1. Die Hexe
2. Die Katze
3. Die Vampirin
4. Hexenküsse
5. Katzenkrallen
6. Vampirliebe
7. Hexenzorn
8. Katzenjagd (erscheint 11/2011)
9. Vampirblut (erscheint 3/2012)
 - Weitere Bände sind in Vorbereitung -
Genre: Fantasy/Urbanfantasy
Seiten: 397
Verlag: Knaur
Veröffentlichung: 1. Februar 2009
ISBN: 978-3426501559
Preis: 8,95 Euro
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Ausstattung: Das Cover zeigt eine der Schwestern und zwar eben „Die Hexe“, die auch für den Titel erhält. Die Frau auf dem Bild passt sehr gut und auch, wenn das Cover nicht viel verrät, vermittelt es die richtige Stimmung für diese Geschichte.
Sehr schön finde ich, dass die Schnörkel hervorgehoben, also zu ertasten sind und im Inneren des Buches fortgeführt werden. 

Klappentext: „Mein Name ist Camille. Ich bin eine Hexe. Zugegeben, meine Zauber neigen dazu, sich gegen mich selbst zu wenden – aber ich schaffe es trotzdem, den Bösen kräftig in den Hintern zu treten. Meistens jedenfalls …“
Weil ihre Mutter nur ein Mensch war, haben es die Schwestern Camille, Delilah und Menolly in der Anderwelt nie leicht gehabt. Daran ändert sich wenig, als die drei von ihrem Arbeitgeber, dem Anderwelt Nachrichten Dienst, auf die Erde strafversetzt werden. Doch dann findet der Dämonenfürst Schattenschwinge einen Weg, um die Grenzen seines unterirdischen Reichs zu überwinden – und auf einmal liegt das Schicksal der Menschheit und der Feenvölker in den Händen der Schwestern …

Inhalt: Es gibt nicht nur die Welt, wie wir sie kennen, sondern auch die Anderwelt, in der all die Gestalten aus unseren Märchen und Sagen und Fantasygeschichten leben. Nicht nur die, sondern auch einige, die die Menschen sich nicht vorstellen können. Vor einigen Jahren haben aber all sie sich den Menschen offenbart und seitdem versucht man die Vorurteile und Andersartigkeit zwischen Erdwelt und Anderwelt zu überbrücken.
Die drei Schwestern sind halb Mensch und halb Feen. In der Anderwelt hatten sie es mit dieser Mischung nicht immer leicht. Inzwischen sind sie aber auf der Erde als Agenten. Das Leben dort ist recht ruhig und beschaulich bis drei Dämonen auftauchen und sich die Anzeichen verdichten, dass der Dämonenfürst Schattenschwinge, die Grenzen zwischen den beiden Welten niederreißen will, um somit sowohl die Erdwelt als auch die Anderwelt in großes Chaos zu stürzen. 

Meine Meinung:
Die Idee finde ich gut und faszinierend. Es gibt zwei Welten. Einmal unsere (fast) normale Welt und dann eine, aus der all die Wesen aus den Legenden und Geschichten stammen. Zwischen diesen Welten kann man via Portale Hin und Her wechseln. Natürlich bringt das aber auch Probleme mit sich. Es gibt Menschen, die sich gegen die Wesen der Anderwelt richten oder aber auch Dämonen, die alles Lebendige hassen. So auch Schattenschwinge.
Diese Geschichte wird mit einem Augenzwinkern erzählt, denn unsere drei Protagonistinnen, drei Schwestern sind nur halbe Feen, daher sind ihre Kräfte auch nicht vollständig ausgeprägt. Camille, die Hexe, hat häufig mal mit Kurzschlüssen bei ihren Zaubern zu kämpfen, die sich dann auch schon mal gegen sie selbst richten. Menolly kann wunderbar klettern, wurde aber vor einiger Zeit zu einem Vampir verwandelt und kann mit dieser neuen Situation nur schwer umgehen. Und Delilah ist eine Werkatze, die sich aber nur in einen Stubentiger verwandeln kann und selbst das nicht völlig unter Kontrolle hat.
So sind die drei eigentlich denkbar schlecht gerüstet, um gegen das oberste Böse anzutreten, aber da die restlichen Agenten und Krieger mit internen Machtkämpfen beschäftigt sind, bleibt ihnen keine andere Wahl. Mit einer gehörigen Portion Humor geht es auf in den Kampf. Viele Szenen sind sehr spaßig zu lesen und machen die Charaktere wirklich liebenswert.
Etwas gestört hat mich Camille mit ihrer Liebe oder eher Begierde gegenüber zwei Männern, die im Buch auftauchen. Die Szenen, in denen sie mit jeweils einem von beiden im Bett landet sind ziemlich übertrieben, auch wenn das durch die übernatürlichen Fähigkeiten der Männer erklärt wird.
Mit diesem Buch wird eine lange Geschichte losgetreten. Neun Bände sind bereits im Englischen erschienen, weitere drei sind auf jeden Fall noch in Planung.
Die Geschichte ist zwar im ganzen nett, bleibt aber meist doch seicht und die Charaktere erinnern an einigen Stellen eher an die Frauen aus den Chick-Lit-Romanen, wodurch die Möglichkeit ein großes Fantasy-Epos zu schaffen, etwas zerstört wird. Trotzdem ist dieses Buch auf jeden Fall für Zwischendurch als Entspannung zu empfehlen. 

Fazit: Der Auftakt zu einer netten Urban-Fantasy-Reihe mit besonderen Protagonisten, die ich sicherlich bei Gelegenheit weiterverfolgen werde. Gleichzeitig schreibt Yasmine Galenorn hiermit aber nicht die ganz große Fantasy-Geschichte.
Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen.

 
Über die Autorin: Yasmine Galenorn hatte sich in Amerika bereits einen Namen als erfolgreiche Roman- und Sachbuchautorin gemacht, bevor ihr mit ihrer Serie um die "Schwestern des Mondes" auch der internationale Durchbruch gelang. Sie lebt gemeinsam mit ihrem Mann Samwise und vier Katzen in Bellevue. (Quelle) Weitere Informationen gibt es auf ihrer Website.

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