Montag, 18. Juli 2011

Ana Alonso & Javier Pelegrin: Vision - Das Zeichen der Liebenden ***(*)

Autor: Ana Alonso & Javier Pelegrin
Titel: Vision – Zeichen der Liebenden
Originaltitel: Tatuaje
Reihe:
1. Vision – Das Zeichen der Liebenden
2. Illusion – Das Zeichen der Nacht (Januar 2012)
3. Imagination – Das Zeichen der Wächter (Juni 2012)
Genre: Jugendbuch/Urban-Fantasy
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Seiten: 464 Seiten
Verlag: ArenaVerlag
Veröffentlichung: Juni 2011
ISBN: 978-3401066554
Preis: 17,99 Euro

Ausstattung: Dieses Buch besticht von Anfang an mit seinem wunderschönen Cover, das sofort zum Träumen einlädt und den Leser noch vor der erste Seite in eine fremde Welt zu entführen scheint. Es gibt eine Kapiteleinteilung in Zahlen, nur die großen Sinnabschnitte sind noch mit Untertiteln versehen.
Am Ende findet sich eine Liste der verschiedenen Klane und auch der Wächter. Ich würde aber jedem empfehlen sich diese Liste NICHT vor dem Lesen anzuschauen, denn sie kann doch einiges der Geschichte vorweg nehmen. 

Klappentext: Als Alex nach einer Party der geheimnisvollen Jana folgt, trifft er damit eine Entscheidung, die sein Leben verändert: Noch in derselben Nacht sticht Janas Bruder ihm ein Tattoo, von dem es heißt, es habe magische Fähigkeiten. Von nun an kann Alex Janas Empfindungen spüren, wann immer sie in seiner Nähe ist. Doch wenn er versucht, sie zu berühren, verbrennt ihn ein alles verzehrendes Feuer. Denn Jana ist kein gewöhnliches Mädchen. Und in ihrer Welt wäre die Liebe zu Alex unverzeihlich.

Meine Meinung: Der Klappentext geht eigentlich nur unzureichend auf den Inhalt des Buches ein. Lediglich die ersten hundert Seiten werden dort angerissen. Die grundlegende Handlung, um die sich diese Geschichte dreht, beginnt aber gerade erst auf Seite 100.
Die Idee hinter der Geschichte konnte mich von Beginn an überzeugen. Ein Tattoo, das magische Fähigkeiten hat und den Träger verändert, ihm Kräfte gibt, aber auch Nachteile mit sich bringt. Überrascht wurde ich durch die gesamte Geschichte mit den verschiedenen Klanen, den verschiedenen magischen Fähigkeiten und der ganzen verzwickten kriegerischen Situation.
Es fällt etwas schwer sich in die Geschichte einzufinden, denn die Autoren haben darauf verzichtet, ihre Wesen tatsächlich zu klassifizieren. Alle von ihnen sind ziemlich menschlich und keiner kann genau in Worte fassen, was sie von Menschen unterscheidet. Das lässt den Leser mit einem Fragezeichen zurück.
Trotzdem entwickelt sich eine recht spannende Geschichte um Alex, Erik, Jana und David. Diese vier Charaktere stehen im Mittelpunkt der Entwicklung. Leider sind ihre Beweggründe und weiteren Vorgehensweisen oft schon im Voraus zu durchschauen, so werden viele mögliche Überraschungen vorweg genommen.
Zum Ende hin gibt es nicht nur den obligatorischen Endkampf mit einem Flüchtigen, der dann vermutlich den Grund für den zweiten Band liefert, sondern auch eine große Portion Philosophie mit dem Hinterfragen der menschlichen Lebensweise. Ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder Jugendliche mit diesen Lebensweisheiten etwas anfangen kann und sie eher langweilig findet. Für mich persönlich war es aber ein Highlight des Buches, denn es regt zum Nachdenken an.
Das Ende ist prinzipiell in sich geschlossen, lässt aber durchaus die Möglichkeiten einige offene Fäden in Band zwei wieder aufzugreifen. Unbedingt notwendig wäre dies jedoch nicht. 

Fazit: Obwohl die große Begeisterung für mich ausgeblieben ist, findet der Leser hier doch eine kurzweilige Urban-Fantasy-Geschichte, die einige neue Ideen in sich vereint. An manchen Punkten wäre weniger sicher mehr gewesen und eine Steigerung nach oben ist in Band zwei durchaus möglich.
Ich vergebe 3 1/2 von 5 Punkten


Über die Autoren:
Ana Alonso wurde 1967 in Barcelona geboren, lebte aber schon als Kind in Leon. Sie ist gelernte Biologin, arbeitet aber schon seit einigen Jahren als Übersetzerin und Schriftstellerin.
Javier Pelegrin ist Ana Alonsos Ehemann. Er ist studierter Philologe und besitzt besonders im literarischen Bereich ein breites Allgemeinwissen.
„Vision – Das Zeichen der Liebenden“ ist das erste Buch, das die beiden zusammen geschrieben haben und auch das erste in Deutsch veröffentlichte Buch von Ana Alonso.

Kommentare:

  1. Wunderbare Rezi. Hmm.. Irgendwie ist das Buch doch nicht so toll, wie ich gedacht habe. Habe schon sehr viele schlechte Rezis dazu gelesen. LG Diti

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  2. Ich war ja sehr gespannt auf die Rezension, weil ich ja auch am Überlegen war, ob ich das Buch kaufen soll oder nicht, aber jetzt wo ich das so lese, tendiere ich eher zum "Oder nicht." Wenns mich irgendwo mal anlacht, aber ansonsten nicht^^

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  3. Naja,

    es ist ganz nett mal für zwischendurch, aber es gibt auf jeden Fall auch nen Haufen besserer Bücher ;-)

    Grüße
    Asaviel

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  4. Also meine Rezi wird morgen dazu folgen und ich liege auch so bei drei Punkten, ganz so schlecht fand ich es jetzt auch nicht, als dass ich weniger als drei Punkte vergeben werde, aber eben auch nicht mehr. Ich werde jedenfalls den zweiten Teil auch lesen. Die Grundidee hat mir gefallen, nur die Hauptcharaktere, vorallem Alex, haben mich genervt. Schlimm wenn man die Hauptperson ohrfeigen könnte :) LG Vanessa

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  5. Auch ich finde es ja nicht wirklich schlecht. Der Fehler war sicherlich, dass die Erwartungen größer waren.
    Ich werd Band 2 wohl auch lesen.

    Viele Grüße
    Asaviel

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  6. Hm, mir ging es mit dem Buch ganz anders. Ich fand es gerade klasse, dass die "Wesen" mal nicht Pferdekörper und Affenköpfe haben und die Magie, die das Fantasy-Genre ausmacht, subtiler eingearbeitet ist. Für alle, die keine blutrünstigen Dämonen und riesigen Schlachtfelder brauchen, ist das Buch absolut zu empfehlen. Ich fands toll :)

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