Donnerstag, 7. Juli 2011

[Rezension] Bernd Perplies - Magierdämmerung - Gegen die Zeit ****(*)

Autor: Bernd Perplies
Titel: Magierdämmerung – Gegen die Zeit
Reihe: Magierdämmerung-Trilogie
2. Gegen die Zeit
3. In den Abgrund (erscheint im September 2011)
Genre: Steampunk
Seiten: 419
Verlag: Egmont-Lyx
Veröffentlichung: 11. Februar 2011
ISBN: 978-3802582653
Preis: 12,95 Euro 

Ausstattung: Auch auf dem Cover von Band 2 erblickt der Leser ein technisches Meisterwerk des futuristischen viktorianischen Zeitalters, das ganz klar Bezug zum Inhalt nimmt. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Der Titel „Gegen die Zeit“ wird zum Ende des Buches noch einmal aufgegriffen und stellt schon die Überleitung zu Band drei dar.
Vorne im Buch findet der Leser wieder eine Karte Europas, hinten die Karte Londons. Hinten befindet sich außerdem auch eine Auflistung aller Personen, die mir gerade zu Beginn von Band 2 geholfen hat, mich wieder in der Geschichte zurecht zu finden. 

Dies ist der zweite Teil einer Trilogie! Spoiler zu Band 1 sind möglich.

Klappentext: London 1897. Das Leben von Jonathan Kentham ist nicht mehr das, was es mal war. Als unfreiwilliger Erbe der Macht des verstorbenen Lordmagisters Albert Dunholm wird er in einen Kampf zwischen zwei Magierfraktionen verstrickt. Der Usurpator Wellington hat mit seinen Gefolgsleuten die Macht an sich gerissen und die Anhänger Dunholms eingesperrt, darunter Jonathan und dessen dandyhaften Magierfreund Jupiter Holmes. Den beiden läuft die Zeit davon, denn sie müssen unbedingt das Siegel von Atlantis schließen, bevor die Magie die Welt ins Chaos stürzt. Doch Hilfe naht von unerwarteter Seite…

Meine Meinung:
Mit einem kurzen Prolog holt der Autor den Leser sehr erfolgreich zu Hause ab und bringt ihn schnell in die Welt der Magierdämmerung. Schon nach den ersten Seiten des ersten Kapitels habe ich mich wieder mühelos zurecht gefunden, denn ohne noch einmal alle Geschehnisse des ersten Bandes in einem ermüdenden Monolog darzustellen, gelingt es Bernd Perplies mit kurzen Hinweisen und Kommentaren an all das zu erinnern, was für Band zwei von Bedeutung ist.
So treten von Anfang an keinerlei Längen auf und es entwickelt sich von Seite eins an eine überaus spannende Geschichte. Während dieser verfolgt der Leser die Handlung verschiedener Protagonisten, was den Lesespaß keineswegs trübt. Ich habe mich auf jeden einzelnen von ihnen immer gefreut, denn tatsächlich hatte ich hier keinen Liebling – was sonst bei mir eher üblich ist, wenn das Buch aus der Sicht verschiedener Charaktere erzählt wird. Jeder hat seinen Reiz, sodass ich ihnen gerne gefolgt bin.
Dabei lernt der Leser völlig unterschiedliche Charaktere kennen, die aber jeder für sich fein ausgearbeitet sind und alle ihre Handlungen sind schlüssig und gut nachzuvollziehen, sei es die von Jonathan, der sich erst in der Welt der Magie zurecht finden muss, die von Holmes, der seine ganz besondere Sicht der Dinge hat oder die von Mister McKellen, der bis zum Ende hin etwas mysteriös bleibt und doch so wichtig ist, für das fulminante Finale des zweiten Bandes.
Mit Spannung verfolge ich in allen Romane, die Magie beinhalten, wie es den Autoren gelingt, dieses Magiesystem schlüssig zu vermitteln und auch umzusetzen. Die Fadenmagie, wie sie bei Perplies erscheint, ist dabei sehr schön gelungen, denn sie wird soweit wie möglich äußerst realistisch dargestellt. Und für mich ist es gut vorstellbar, dass alle Lebewesen, Gegenstände und ja sogar Gedanken durch ein unsichtbares Fadenwerk miteinander verbunden sind. Dass es auch Menschen gibt, die darauf Einfluss nehmen können, ist dann nur noch ein kleiner Schritt in der eigenen Phantasie.

Fazit: Bernd Perplies gelingt es sich im Vergleich zu Band eins um einiges zu steigern. Die Geschichte ist von Beginn an mitreißend und es gibt keinerlei Längen. Auch von den Startschwierigkeiten, die ich noch bei Band 1 empfunden habe, ist hier überhaupt nichts mehr zu spüren. Überaus empfehlenswerte Lektüre!
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen.


Über den Autor: Bern Perplies wurde 1977 in Wiesbaden geboren.  Er studierte Filmwissenschaft, Buchwissenschaft, Germanistik und Psychologie in Mainz. Im Anschluss gelangte er durch ein Praktikum beim Heel-Verlag in die Welt des Schreibens. So veröffentlichte er erst Zeitschriftenartikel, übersetzte dann, um zum Schluss seiner Leidenschaft dem Schreiben eines großen ersten Romans zu folgen.
Tarean: Sohn des Fluchbringers “, 2008 im Egmont/Lyx Verlag erschienen, war eben dieser erste Roman, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet.  Anders als in der Magierdämmerung-Geschichte hat Perplies hier seine ganz eigene Welt erschaffen und der Leser kann somit in ein High-Fantasy Roman abtauchen. Hier gehts zur Website des Autors.

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