Montag, 15. August 2011

[Rezension] Jackie Kessler & Caitlin Kittredge: Das Ikarusprojekt - Schatten und Licht

Autorinnen: Jackie Kessler & Caitlin Kittredge
Titel: Das Ikarusprojekt – Schatten und Licht
Originaltitel: Black and White
Reihe: Das Ikarus-Projekt
1. Schatten und Licht
2. Im Zwielicht
Genre: Fantasy/Sci-Fi
Seiten: 540
Verlag: Lyx-Egmont
Veröffentlichung: 5. Juli 2010
ISBN: 978-3802583544
Preis: 9,95 Euro

Ausstattung: Mit einem sehr ansprechenden Cover gelingt es dem Verlag die Aufmerksamkeit des Betrachters zu locken. Im Nachhinein betrachtet, muss aber festgestellt werden, dass es keine der beiden Hauptpersonen sein kann, die vorne abgebildet ist.
Die Geschichte ist unterteilt. Abschnittsweise wird immer von den Geschehnissen „Jetzt“ und den Erlebnissen „Damals“ erzählt. Außerdem stehen die beiden Protagonistinnen abwechselnd kapitelweise im Mittelpunkt. Die Geschichte wird dann immer aus ihrer jeweiligen Sichtweise erzählt.  

Klappentext: An der Akademie für Menschen mit übernatürlichen Kräften waren Iridium und Jet beste Freundinnen. Inzwischen sind sie jedoch verfeindet bis aufs Blut. Während Jet ihre Kräfte dazu benutzt, die Einwohner von New Chicago zu beschützen, herrscht Iridium über die Unterwelt der Stadt. Doch hinter der strahlenden Fassade der Akademie verbirgt sich ein finsteres Geheimnis. Jet und Iridium finden sich in einem Mahlstrom der Intrigen wieder, in dem die Grenze zwischen Gut und Böse verschwimmt...

Meine Meinung:
Jet und Iridium sind wie Schwarz und Weiß. Jet gebietet über die Schatten – meistens jedenfalls und Iridiums Macht ist die des Lichts. Jet kämpft für das Gute und will New Chicago beschützen, Iridium ist Herrin der Unterwelt.
Auf den ersten Blick gibt es in dieser Geschichte nur schwarz und weiß, keine Grautöne. Sehr schnell verflüchtigt sich dieser Eindruck und es wird klar, dass überall die Schattierungen lauern und dass sie oft nicht auf den ersten Blick zu identifizieren sind. Denn wer ist nun der Gute, wer ist der Böse? Ist das Ziel der Guten wirklich gut und das Ziel der Bösen auch wirklich böse?
Mir hat besonders gut gefallen, wie die Vergangenheiten der beiden Protagonistinnen mit ihrem jetzigen Charakter und ihrer Einstellung eng verknüpft sind. Gerade bei Jet wird dies deutlich, denn sie kann nicht nur Schatten benutzen, sondern muss oft genug auch gegen diese ankämpfen. Ihre Angst, ihre Panik ist  mit Blick auf ihre Vergangenheit allzu verständlich und die Geschehnisse, die sie als Mädchen vor Augen hatte, lassen mich erschauern.
Die Charaktere und die Handlungsebenen sind ineinander verschränkt. Wir erfahren immer abschnittsweise etwas aus der Vergangenheit, etwas aus der Gegenwart, etwas aus Jets Sicht, etwas aus Iridiums Sicht. Besonders die Abschnitte der Vergangenheit klären viele Fragen, die dem Leser im Hier und Jetzt kommen, was sehr gut gelöst ist, denn so wird die Spannung lange aufrecht gehalten. Besonders was Jet und Iridium zu Feinden gemacht hat, kann man lange kaum nachvollziehen, da es erst am Ende aufgelöst wird.
Obwohl die Sichtweisen beinahe regelmäßig abwechseln, wird minimal mehr aus Jets Perspektive erzählt, was mir auch entgegenkam, denn zu ihr konnte ich schneller einen Bezug finden, als zu Iridium.
Ich konnte leider schon sehr früh absehen, wer der wahre Bösewicht in dieser Geschichte ist, was für mich etwas den Lesespaß getrübt hat, da damit ein Teil der Spannung nicht mehr vorhanden war.
Fazit: Eine spannende Geschichte, in der besonders die Charaktere und ihre Beziehung zueinander überzeugen kann. An einigen Punkten war die Handlung leider zu vorhersehbar, trotzdem möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen, denn ich habe Iridium und Jet lieb gewonnen.
Ich vergebe 4 von 5 Punkten

Das Ikarus-Projekt: Schatten und Licht - bei Amazon


Über die Autorinnen:
Jackie Kessler wurde 1970 geboren. Schon früh wollte sie Comicautorin werden. Beim Zeichnen hatte sie großen Spaß, weist aber eindeutig darauf hin, dass sie nicht bereit ist, etwas über die Qualität der Zeichnungen zu sagen. Sie merkte im Teenageralter, dass es auch großen Spaß macht, die Sprechblasen zu füllen und begann Fanfictions mit den bekannten Comichelden wie X-Men und andere zu schreiben. Inzwischen ist sie eine erfolgreiche Autorin im Bereich Dark Fantasy und Paranormal.





Caitilin Kittredge wurde 1984 im Bundesstaat Washington geboren. Sie begann im Alter von 13 Jahren mit dem Schreiben. Zuerst war sie fasziniert von Star Wars. Es gab damit und auch noch einige weitere Fehlversuche. Auch das High-Fantasy-Genre lag ihr nicht. Letztendlich begann sie über Werwölfe zu schreiben, was ihr den Durchbruch auf dem Büchermarkt eingebracht hat.

Kommentare:

  1. Schöner Blog

    Lg Kata

    http://zuckerwattenbaum.blogspot.com/

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  2. Genau dasselbe habe ich für das Buch auch vergeben, und fands auch genauso gut ;) Schöne Rezension!

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