Sonntag, 7. August 2011

[Rezension] Sandra Todorovic - Wächter der Unterwelt: Schlüssel der Ewigkeit

Autorin: Sandra Todorovic
Titel: Wächter der Unterwelt – Schlüssel der Ewigkeit
Genre: Fantasy
Seiten: 327
Verlag: Asaro
Veröffentlichung: 15. Juli 2011
ISBN: 978-3941930551
Preis: 18,90 Euro

Klappentext: Als Sara Davis die Tür zum Musikzimmer an ihrer Schule öffnet und Dante Craven begegnet, ahnt sie nicht, dass sich ihr scheinbar normales Leben verändern wird. Seltsame Ereignisse offenbaren, dass er kein gewöhnlicher Mensch ist. Dante ist ein Unsterblicher. Seine Heimat, Atlantis, mussten er und seine Familie verlassen, denn nach einem Krieg zwischen den Dämonen der Unterwelt und den Wächtern schickte der König sein Volk durch ein Portal zu den Menschen. Seit 200 Jahren suchen sie nach dem Schlüssel, um nach Hause zurückkehren zu können. Trotz Verbot, sich mit einer Sterblichen einzulassen, verliebt Dante sich in Sara und bricht dadurch die Regeln des Rats. Als Sara herausfindet, dass Dante heilende Kräfte besitzt, ist nichts mehr so wie es war. Sie gerät mitten in den Kampf zwischen Wächter und Dämonen und ihr wird bewusst, dass sie sich in größter Gefahr befindet.
Meine Meinung:
Den Leser erwartet hier eine Fantasygeschichte, die in unsere normalen Welt angesiedelt ist. Sara weiß bis dato auch überhaupt nicht, dass es so etwas wie übernatürliche Wesen oder Kräfte gibt. Sie begegnet Dante und verliebt sich unsterblich in ihn.
Hier tauchen die ersten Anhaltspunkte auf, die wir aus einigen Bücher-Highlights der vergangenen Jahre kennen. Dante ist geheimnisvoll, ebenfalls verliebt, versucht sich aber von Sara fern zu halten, denn er selbst könnte für sie eine Gefahr darstellen. Trotzdem gelingt es ihm nicht ihr völlig aus dem Weg zu gehen.
Von einigen merkwürdigen Ereignissen abgesehen verfolgt der Leser hier über weite Strecken die Entwicklung einer Liebesgeschichte. Erst nachdem Sara dann Dantes Familie kennen gelernt hat und gelüftet wird, wer er ist, wer seine Familie ist, welche Fähigkeiten sie haben und wo das Problem liegt, wenn Dante und Sara ein Paar sind, nimmt die Handlung Fahrt auf.
Echte Spannung kommt erst zum Schluss auf. Auf den letzten gut fünfzig Seiten werden viele der Vorannahmen über den Haufen geworfen, Sara erfährt Dinge, die nicht vorhersehbar waren und auch als Leser ist man nun überrascht und neugierig.
Immer wieder hatte ich vorher das Gefühl, das wichtige Szenen nur in der Rückblende erzählt werden. Szenen, die durchaus Spannung mit sich gebracht hätten.
Meine Bindung zu Dante und auch zu Sara ist sehr schnell gewachsen und auch wenn ich die Protagonistin manchmal am liebsten wild geschüttelt hätte, kann ich durchaus Sympathie für sie aufbringen. Dante ist für mich bisher eher ein 0815-Charakter geblieben, den ich nach meiner Einschätzung beinahe eins zu eins – nur mit anderen Fähigkeiten – mindestens noch einmal in meinem Bücherregal finden würde. Das ist etwas schade.
Die Handlung um die „Wächter der Unterwelt“ und allem, was mit der Fantasyseite dieser Geschichte zusammenhängt, kommt eher schleppend und erst sehr spät in Gang, was ich etwas schade finde.
Das Ende strotzt nur so vor Cliffhanger, offenen Fragen und einem verwirrten Gefühl. Ich bin trotz einiger Schwächen der Geschichte neugierig wie es mit Sara und Dante weitergeht, ob es überhaupt mit ihnen weitergeht und hoffe, dass Band zwei vielleicht noch etwas mehr Neues zu bieten hat, als der erste Band.
Fazit: Eine Liebesgeschichte zweier Jugendlicher mit einigen phantastischen Elementen. Die Geschichte kommt zwar nur langsam in Fahrt und weißt einige bekannte Aspekte auf, kann aber zum Ende hin fesseln und weckt Neugier auf den nächsten Band.
Ich vergebe gute 3 von 5 Punkten.
  
Über die Autorin: Sandra Todorovic ist eine junge Autorin. Sie wurde 1986 geboren. Sie lebt und arbeitet in Zürich, in der Schweiz. „Wächter der Unterwelt“ ist ihr Debütroman.

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