Montag, 19. September 2011

[Rezension] Maja von Vogel - Nachtsplitter ***(*)

Autor: Maja von Vogel
Titel: Nachtsplitter
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 14-16 Jahre
Seiten: 238
Verlag: dtv
Veröffentlichung: 1. Mai 2011
ISBN: 978-3423782548
Preis: 6,95 Euro

Klappentext: Eigentlich wollte Jenny beim Rockfestival nur ein bisschen Spaß mit ihren Freunden haben. Doch dann wacht sie mitten in der Nacht halbnackt in einem fremden Auto auf – und kann sich an nichts erinnern. Was ist passiert? Und gibt es irgendeinen Zusammenhang mit dem tödlichen Unfall, der sich auf der angrenzenden Autobahn ereignet hat? Als Jenny nachforscht, kommt die ganze schreckliche Wahrheit ans Licht.

Meine Meinung:
In dieser recht kurzen Geschichte wird der Leser glücklicherweise direkt ins Geschehen katapultiert. Man trifft auf zwei Mädchen, die sich für einen Partyabend auf einem Rockfestival umziehen und auch schon einmal mit Sekt „vorglühen“.
Von Beginn an werden sofort die Themen angesprochen und von den Mädchen diskutiert, die in diesem Alter große Bedeutung haben: Jungs, die große Liebe, Tratsch und Klatsch. Dabei sind die Freundinnen wie schwarz und weiß und das nicht nur was das Aussehen anbelangt.
Für Jenny gerät dann auf dem Festival alles außer Kontrolle. Ein Streit mit ihrem Freund ist der Auslöser dafür sich mit einem beinahe fremden jungen Mann zu betrinken. Dann wacht sie in einem Auto auf und befürchtet das Schlimmste.
Erschwerend kommt hinzu, dass es in derselben Nacht auf der Autobahn ganz in der Nähe ein Unfall gab, der fremde Junge ein dunkles Geheimnis hat und Jenny sich auch immer weiter von  ihrem Freund und ihrer besten Freundin entzweit.
Der Leser findet eine rasante Geschichte, die hauptsächlich auf der Gefühlswelt der Protagonistin Jenny beruht. Wir erhalten genaue Einblicke in ihre Gedanken und können teilhaben an ihrer Sorge, Angst, Unsicherheit.
Die Geschichte ist dabei ab einem gewissen Punkt ziemlich absehbar, auch wenn man sich bis zum Ende hin nicht sicher sein kann, ob die Zusammenhänge tatsächlich so sind, wie man befürchtet.
Durch die Kürze ist dieses Buch sehr schnell gelesen. Ich hätte mir eher gewünscht, dass man sich vielleicht hundert oder zweihundert Seiten mehr Zeit nimmt und dafür doch weiter ins Detail geht. So geht alles sehr schnell und der große Bezug zu den Charakteren kann leider nicht hergestellt werden. Statt Szenen hatte ich oft das Gefühl eher mit solchen Blitzlichtern konfrontiert zu sein, wie sie auch Jenny von der Nacht, an die sie sich nicht erinnern kann, immer wieder vor Augen hat.

Fazit: Ein nettes Jugendbuch, das sich schnell innerhalb weniger Stunden lesen lässt und eine Geschichte aufweist, die einen Spagat zwischen den Themen Liebe, Tod, Erwachsen werden, Eltern und Freunde schafft. Aufgrund der kürze des Buches haben die ganz großen Gefühle aber leider keinen Platz.
Ich vergebe 3,5 von 5 Punkte


Über die Autorin: Maja von Vogel wurde 1973 geboren. Nach dem Abitur studierte sie Deutsch und Französisch und den Aufbaustudiengang Buchwissenschaften. Bis 2002 war sie Lektorin. Danach hat sie sich als Autorin Übersetzerin selbstständig gemacht.
Inzwischen hat sie über 60 Kinder-, Lese-, Bilder-, und Jugendbücher veröffentlicht.

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