Dienstag, 25. Oktober 2011

[Buchgedanken] Christopher Paolini: Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter

Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon – Das Vermächtnis der Drachenreiter
Originaltitel: Inheritance Trilogy 1: Eragon
Reihe: Eragon
1. Das Vermächtnis der Drachenreiter
2. Der Auftrag des Ältesten
3. Die Weisheit des Feuers
4. Das Erbe der Macht (erscheint am 19.11)
Genre: Fantasy
  
Buchgedanken zu Eragon 1. Teil

In wenigen Wochen – am 19. November – erscheint der vierte Teil der Eragon-Reihe. Im Zuge dessen habe ich beschlossen alle drei bereits erschienen Teile noch einmal als Hörbuch zu hören.
Andreas Fröhlich liest die Romane in ungekürzter Fassung vor und es ist eine Freude ihm dabei zu lauschen. Nun kannte ich die Handlung ja schon und konnte dieses Mal also ein Blick auf die Details werfen.
In dieser Geschichte folgen wir also einem unbedeutenden Bauernjungen auf seinem Weg zu Ruhm und Ehre. Er findet ein Drachenei und wird damit ein Drachenreiter, denn Saphira wählt ihn als ihren Reiter aus.
Zum Glück weilt Brom, der nicht nur ein Geschichtenerzähler ist, in der Nähe und er ist es auch, der ihm den ersten Unterricht erteilt und von der Geschichte der Drachen erzählt. Hier habe ich mich dann doch stark gefragt, was eigentlich in Galbatorix Hirn vorgeht. Er ist der despotische König der Welt und war schon früher einer der Drachenreiter. Bis ein Urgal oder eine ganze Horde davon seinen Drachen töteten, was Galbatorix in den Wahnsinn trieb. Aus letzterem Grund ist es vielleicht müßig nach den Gedanken des Herrschers zu fragen, aber: Da töten orkähnliche Viecher meinen Drachen, also im Endeffekt meinen Seelengefährten, später schwinge ich mich zum Herrscher auf und mache mir eben diese Viecher Untertan und zu meinen Handlangern? ICH würde ja nichts mehr mit denen zu tun haben wollen, aber naja… ich bin manchmal etwas verrückt, aber vielleicht doch nicht so wahnsinnig wie Galbatorix. ;-)

Ist euch eigentlich mal aufgefallen, dass Eragon kaum selbst Entscheidungen fällt? Zumindest hier im ersten Teil? Jedes Mal, wenn eine Entscheidung getroffen werden müsste, fragt er andere, was er tun soll. Mal ist es Brom, mal Saphira, später Murtagh. Natürlich ist es gut, dass er nicht allzu viele Entscheidungen aus dem Bauch heraus fällt, aber zum Ende hin hat mich dieses ewige „Was soll ich nur tun?“ doch ein bisschen genervt muss ich sagen.

Der Endkampf, gleichzeitig der Höhepunkt der Geschichte, ist wunderbar und äußerst detailreich geschrieben und ich war erstaunt, dass wir dort ja tatsächlich mehr über Durzas Geschichte erfahren. Wir erfahren wie es aus dem Menschen Carsaib dieser schreckliche Schatten geworden ist. Gruselig muss ich sagen. Aber es ist schön, dass man sich so etwas bei einem zweiten Mal lesen oder hören noch ins Gedächtnis rufen kann.
Wiederum irritiert hat mich dieses maßlose Entsetzen Eragons über die Narbe an seinem Rücken. Klar, die ist nicht unbedingt schön, aber dass er so davon mitgenommen wird, finde ich dann etwas übertrieben. Ich mein jetzt nur die Narbe, nicht diese Schmerzanfälle, die er immer mal wieder hat, nach dem Kampf mit dem Schatten. 

Kommen wir zum Schluss noch zu einem erfreulichen Punkt: Saphiras Humor. Sobald sie das erste Mal spricht ist dieser Humor vorhanden und wird im Verlauf des ersten Bandes und, wenn ihr ein kleiner Ausblick erlaubt ist, im Verlauf der gesamten Geschichte immer weiter ausgebaut. Diese leicht ironische Note gepaart mit dem latenten Unverständnis mancher menschlicher Verhaltensweisen ist oft einfach zu köstlich.
Alles in Allem hat mir aber auch der zweite Durchgang mit Eragon durch seine ersten Abenteuer Spaß gemacht und mit Freude mache ich mich inzwischen über Band 2 her.
Auch diese Buchgedanken sind natürlich nicht vollständig. Ich kann und möchte nicht auf jeden Aspekt der Geschichte eingehen, sondern nur auf die, die mir besonders eingefallen sind. Gerne könnt aber auch ihr in den Kommentaren Weiteres, was zu Eragon Teil 1 zu bemerken ist, beitragen.

Kommentare:

  1. ich mochte das buch auch sehr, hab bisher aber nur band 1 gelesen, weil mich doch auch viele sachen gestört haben :) das, was du ansprichts, mit den entscheidungen war schon seltsam xD
    aber alles in allem ein gutes buch!

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  2. Das hast du schön geschrieben. Ich habe bislang auch alle Hörbücher gehört. Eigentlich müsste ich sie nun nochmal hören, weil mir so vieles schon wieder entfallen ist. Aber wann nur? ;) Schwierig schwierig...
    Lg,
    Niniji

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  3. Ich rereade gerade den ersten und ich finds total spannend zu sehen, wie sich auch meine Wahrnehmung zum Buch mit den Jahren verändert hat. Freue mich schon sehr auf den letzten!

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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  4. :D ich glaub ich bin der einzige Mensch auf der Welt der die Eragonbücher einfach grottig fand...
    Aber zum Glück sind Geschmäcker ja verschieden^^

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  5. Mir ist dann heute Morgen aufgefallen, dass ich doch noch wichtige Dinge vergessen habe zu schreiben.
    Naja, ich höre ja gerade den zweiten Teil. Da werde ich das dann nachholen. ;-)

    @Barbs
    Ja, genau, Geschmäcker sind ja verschieden. Gibt da das ein oder andere Buch, das von anderen hochgelobt wurde, mit dem ich gar nichts anfangen kann.

    @Niniji
    Erst habe ich überlegt nur den dritten Teil nochmal zu hören, weil ich von dem so gut wie gar nichts mehr weiß, da ich derzeit aber sehr gerne Hörbuch höre, habe ich es nun ausgeweitet. Bis Mitte November werde ich es nicht schaffen, aber ich brauche den vierten Eragon auch nicht unbedingt am Erscheinungstermin haben.

    Viele Grüße
    Asaviel

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