Donnerstag, 31. März 2011

Monatsrückblick März 2011

März 2011

Gelesene Bücher: 13 (1 pausiert, 1 abgebrochen)

George R. R. Martin - Die Saat des goldenen Löwen
Ju Honisch - Das Obsidianherz
M.D. Lachlan - Wolfskrieger
Arthur Schnitzler - Fräulein Else
Karen Miller - Köngismacher
(pausiert) Kleist - Michael Kohlhaas (105 Seiten gelesen)
Friedrich Schiller - Die Räuber
Hans-Josef Ortheil - Die geheimen Stunden der Nacht
Karen Miller - Königsmörder
Christoph Meckel - Suchbild. Über meinen Vater
Christoph Meckel - Suchbild. Meine Mutter
Peter V. Brett - Das Lied der Dunkelheit
(abgebrochen) Bernward Vesper - Die Reise (112 Seiten gelesen)
Anonymus - Das Buch ohne Namen
Björn Kern - Das erotische Talent meines Vaters

Begonnenes Buch:
Kai Meyer: Die Wellenläufer (200 Seiten)

Gelesene Seiten: 6058
macht 195/Tag

Leider ist diese Statistik nur halb wahr, weil ich erst zu Beginn des Blogs (7.März) richtig mitgezählt habe. Alles davor fehlt in dieser Aufzählung.
Trotzdem ist es ein ganz ansehnliches Ergebnis, denk ich. Bin mal gespannt wie der April wird.
Wie lief es bei euch im März?

Neuzugänge # 5

Ja...
Am Dienstag hatte mich mein Freund noch mit beruhigenden Worten erfolgreich davon abgehalten. Heute war ich (unglücklicherweise?) alleine unterwegs und konnte in dem Buchladen im Bahnhof nicht an mich halten:


Zu meiner Verteidigung sei gesagt:
Das Buch von Bernhard Schlink ist wieder einmal ein Buch für die Uni. Das andere ist endlich mal wieder ein historischer Roman. Ich hab schon ewig keinen mehr gelesen. Und auch wenn die Amazonbewertungen teilweise nur durchschnittlich sind (wie ich eben feststellen musste), hat es mich schnell angesprochen. Ich hoffe mein Gespür trügt mich nicht.
Jetzt noch Näheres zu den Büchern:

Philippa Gregory: Die Königin der weißen Rose
Klappentext: England, 1464: Die Adelshäuser York und Lancaster kämpfen erbittert um den Thron. Als König Edward, der Erbe der Weißen Rose, der schönen jungen Witwe Elizabeth Woodville begegnet, ist es um beide geschehen. Doch Elizabeth weigert sich, Edwards Mätresse zu werden. Da heiratet der König sie entgegen allen Standesschranken – ein ungeheurer Skandal! Und keine Frau im Königreich hatte je so viele Feinde. Neid, Missgunst und Intrigen bringen Elizabeth und ihre Familie in größte Gefahr. Ihre Widersacher nennen sie eine Hure. Sie nennen sie eine Hexe. Doch Elizabeth weiß: Sie ist die Königin.






Bernhard Schlink: Das Wochenende
Klappentext: Nach 20-jähriger Haft hat ihn der Bundespräsident begnadigt. Zum ersten Wochenende in Freiheit lädt seine Schwester die alten Freunde ein. Für sie ist das Leben weitergegangen. Und für ihn? Was bleibt von der Zeit der Gewalt? Legenden? Bewältigung? Sprachlosigkeit?

[Rezension] Björn Kern – Das erotische Talent meines Vaters ****

Genre: zeitgenössischer Roman; Seiten: 190; Preis: 18,95 Euro

Klappentext: Ein Wochenendbesuch beim Vater stellt den Sohn, den Ich-Erzähler in Björn Kerns neuem Roman, vor einige Rätsel. Welche Rollen spielen die beiden Frauen, die den Vater belagern, und wieso ist er so ungewöhnlich fit? Nimmt er vielleicht Drogen?
Farbig und unterhaltsam, spannend und mit einigem Augenzwinkern erzählt Björn Kern von der neuen verkehrten Welt, in der die Kinder bürgerlicher sind als  ihre freizügigen, sich um ihre Selbstverwirklichung sorgenden Eltern.
Titel und Cover: Ein völlig in Weiß gehaltenes Cover mit schwarz/weiß Bildern. Zwei Frauen, ein Mann. Nur durch seine Schlichtheit kann dieses Cover Interesse wecken. Der Titel „Das erotische Talent meines Vaters“ schlägt im Vergleich dazu ein wie eine Bombe. Automatisch fragt man sich selbst, ob man über dieses Thema überhaupt etwas wissen möchte. Was gibt es da zu wissen? Gleichzeitig wirkte der Titel aber von Anfang abschreckend auf mich. Ich hatte nicht das Gefühl, dass sich zwischen den Buchdeckeln etwas verbergen kann, das mich wirklich interessiert.

Inhalt: Phillip besucht seinen Vater Jakob einmal im Jahr für zweieinhalb Tage. Das ist Routine geworden. Diesmal kommt hinzu, dass seine Mutter – Iris – ihn beauftragt hat, möglichst viel über seinen Vater in Erfahrung zu bringen.
Bei diesem gehen zwei Damen ein und aus und das obwohl Jakob behauptet sie stören ihn nur. Warum macht er sich trotzdem schick und scherzt mit den beiden Frauen? Warum  hält er sich ausgesprochen fit und wie schafft er das?
Während all dieser Fragen hadert der Ich-Erzähler auch mit seinem Leben. Mit seiner verflossenen Liebe, die ihn verließ, da er in einer Psychiatrie arbeitet und dort Menschen auch in ihren intimsten Momenten sieht.
Am Ende führen die beiden Männer tatsächlich ein klärendes Gespräch, doch der Graben zwischen ihnen bleibt weiter bestehen.
Eigene Meinung: Mit nur knapp 190 Seiten liegt das Buch weit unter der Dicke, die ich normalerweise lese. So war die Lektüre auch schnell beendet, was durch den leicht zu lesenden und oft mündlich wirkenden Stil noch unterstützt wird. Obwohl die Sätze meistens lang sind, gibt es kaum Probleme beim Erfassen des Inhalts.
Die Gedanken des Ich-Erzählers werden oft eins zu eins in Schriftform gebracht. Obwohl ich es erst kaum für möglich gehalten hatte, kam doch Spannung auf. Was ist denn nun mit dem Vater? Nimmt er tatsächlich Drogen? Obwohl die Auflösung beinahe vorhersehbar war, hatte ich doch nicht damit gerechnet.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Der Vater wirkt teilweise übertrieben und seine Beteuerungen, dass er den Besuch der Frauen nicht will, lässt einen schmunzeln, denn ganz offensichtlich genießt er ihre Anwesenheit.
Geleichzeitig wirft der Roman ein Blick auf die verschiedenen Generationen. Der Vater – ein 68er, der die Geschichten über seine ach so böse Vergangenheit, in der er scheinbar ein Rebell war, noch gerne ausschmückt und dem gegenüber sein Sohn, Pfleger von geistig erkrankten Menschen, der sich Sorgen macht, sich beim Baden im See zu erkälten.  Es lässt einen Schmunzeln zu sehen, wie scheinbar die Rollen vertauscht sind: Der Junge mahnt und der Vater verlangt, dass der Sohn mal wieder ordentlich auf den Putz hauen soll.
Fazit: Es ist ein Buch, dem es gelingt humorvoll eine Vater-Sohn-Beziehung zu beleuchten und gleichzeitig Fragen zu stellen, Fragen an die Gesellschaft und an die innere Einstellung. Es sind diese Fragen, durch die das Lesen Freude bereitet.
Ich vergebe vier von fünf Sternen.

Über den Autor:  Björn Kern wurde im April 1978 in Südbaden geboren. Nachdem er während des Zivildienstes in einer Psychiatrie gearbeitet hatte, studierte er dann unter anderem in Tübingen und Passau. Gerade mit den Erfahrungen als Zivildienstleister setzt er sich inEinmal noch Marseille seinen Romanen auseinander.
Weitere Werke sind: KIPPunkt, und Die Erlöser AG. Letzteres wird inzwischen verfilmt und soll 2011 im ZDF laufen.

Mittwoch, 30. März 2011

[Rezension] Anonymus - Das Buch ohne Namen ***(*)

Genre: Roman (wahrscheinlich) – mehr wird nicht verraten; Seiten: 447, Preis: 8,99 Euro

Klappentext: Jeder, der dieses Buch liest, stirbt. Doch nur wer es liest, weiß, warum…
Ein Buch ohne Titel und ohne Autor tötet jeden, der es liest.
Ein geheimnisvoller blauer Stein ist plötzlich verschwunden – und alle suchen ihn.
In Santa Mondega bricht die Hölle los – im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine Sonnenfinsternis wird Santa Mondega bald in völlige Dunkelheit tauchen und dann wird es blutig werden. Blutiger, als sich irgendjemand vorstellen kann. Denn ein Fremder ist in der Stadt: Bourbon Kid.

Titel und Cover: Natürlich sind es Titel und Cover, die einem bei diesem Buch in den Bann zieht. Besonders weil es kein Titel hat. Ein Buch ohne Namen weckt sofort die Neugier auf mehr. Gleichzeitig zeigt uns die Aufmachung ein altes, an einigen Stellen schon abgenutztes Buch. Dann noch kein Autor. Was will man mehr um Spannung zu erzeugen?


Inhalt: Auf der ersten Seite des Buches findet sich folgende Warnung:

Verehrter Leser!
Nur wer reinen Herzens ist, mag auf die Seiten dieses Buches blicken.
Jede umgeblätterte Seite, jedes gelesene Kapitel bringt ihn dem Ende näher.
Nicht alle werden es schaffen.  Die zahlreichen unterschiedlichen
Handlungsstränge und Stilrichtungen mögen manch einen verwirren und
blenden, und obwohl sie gleich vor ihm liegt, ihn während der ganzen
Zeit unablässig nach der Wahrheit suchen lassen.
Die Dunkelheit wird kommen, und mit ihr großes Übel.
Diejenigen, die dieses Buch gelesen haben,
werden das Licht vielleicht niemals wieder erblicken.

Anonymus

Seien wir ehrlich: Dieses Buch lebt davon, dass der Leser einfach nicht weiß, was ihn erwartet. Darum möchte ich inhaltlich auch gar nicht zu viel verraten.
Die gesamte Handlung spielt in Santa Mondega, einem kleinem Ort irgendwo im Nirgendwo und der Rest der Welt versucht ihn nicht zu beachten. Nur alle fünf Jahre – zum Mondfestival – kommen viele Besucher in die Stadt. Denn alle fünf Jahre gibt es eine Sonnenfinsternis. Niemand kennt den Grund dafür.
Und wie auch schon vor fünf Jahren ist der blaue Stein, das Auge des Mondes, verschwunden. Er hat magische Kräfte. Jeder in der Stadt sucht diesen Stein, wie vor fünf Jahren. Und keiner nimmt Rücksicht auf Verluste und Verluste gibt es viele.
Nicht nur Bourbon Kid ist zurück in der Stadt, auch Rodeo Rex und Elvis, The King. Und zu allem Überfluss erwacht Jessica aus dem Koma, das nun schon seit fünf Jahren andauerte.
Detective Miles Jensen ist gekommen, um alle Geheimnisse aufzudecken. Doch Fremde sind in Santa Mondega nicht gern gesehen.
So beginnt eine rasante Jagd nach dem Stein und nach einem Mörder. Doch wie soll man ihn finden, wenn es jeder sein könnte und niemand Skrupel hat zu morden?

Meine Meinung: Ich war von Anfang an wirklich gespannt, was mich erwartet und habe auch darauf verzichtet, mich vor dem Lesen noch eingehender über den Inhalt zu informieren. Obwohl es echt einige Handlungsstränge gibt und ich zu Beginn des Buches etwas Schwierigkeiten hatte die ganzen Namen der Männer auseinander zu halten (bei den Frauen war es einfacher, es gibt nur drei von ihnen im Buch, wobei eine sehr früh stirbt ;-) ), hatte sich diese Anfangsschwierigkeit schon nach den ersten 50 Seiten gelegt.
Danach geht es wirklich rasant zu und ist nichts für schwache Nerven. Die Toten, die es gibt, sind nicht zu zählen und die meisten von ihnen sterben einen sehr hässlichen Tod, der auch so beschrieben wird, dass man sich die Leichen vorstellen kann und muss. Das macht die Geschichte sehr brutal.
Die Charaktere bleiben bis zum Schluss verschwommen. Viele sterben bevor man ihre eigentlichen Motive durchschauen konnte. Die meisten handeln das ganze Buch über aus Gründen, die erst ganz am Ende aufgedeckt werden.
Das macht die Geschichte aber auch spannend. Denn nach und nach verstricken sich die Handlungsstränge ineinander und der Leser erkennt, dass sie schon seit Jahren verstrickt sind. Und so jagt man gemeinsam mit Jensen nach Bourbon Kid und übersieht dabei das Wesentliche.
Das Buch hat in der Mitte eine kleine Schwäche. Kurz vor der Sonnenfinsternis hat man das Gefühl, dass dem Autor die Puste ausging und es ist etwas zäh diese Szenen zu lesen. Es ist eine Art Ruhe vor dem Sturm

Fazit: Es ist kein Buch, das mich völlig euphorisch zurücklässt und es hat hier und da kleinere Schwächen. Trotzdem finde ich die Idee hervorragend und die Auflösung am Ende entschädigt für so manches. Mit etwas weniger Brutalität hätte ich sicherlich 4 Sternchen vergeben. So entscheide ich mich für
3 ½ Sterne.

Reiheninfo: Inzwischen ist schon das nächste Buch erschienen: Das Buch ohne Staben.
„Alle die das Buch ohne Namen gelesen haben, sind tot. Für alle anderen jetzt das Buch ohne Staben.“ Ich empfehle den Klappentext von Band 2 nicht zu lesen, wenn man Band 1 noch nicht kennt: Spoilergefahr!
Ende Juni (24.6.11) soll dann „Das Buch ohne Gnade“ erscheinen.

Über den Autor: Hier gibt es nichts zu sagen. Das Buch wurde anonym verfasst und ich konnte nichts weiter herausfinden.

Dienstag, 29. März 2011

[Ich] Postkarten

Ich liebe ja Postkarten. Die schönen Motive, die tollen Sprüche, Zitate oder Weisheiten. Ich könnte mir ständig Postkarten kaufen, nur weil sie schön aussehen. ;-)

Nachdem ich heute mit meinem Freund in der Stadt bummeln und ganz tapfer war: Ich hatte drei Bücher schon in der Hand, die ich gerne gehabt hätte und hab sie wieder zurückgelegt. *sniff*. Naja, auf jeden Fall hat mir mein Freund dann eine Postkarte geschenkt. Und weil die auch was mit Büchern zu tun hat, möchte ich euch dran teilhaben lassen:


Ist die nicht süß? Ich hoffe man kann es richtig sehen: Aus den Buchseiten fliegen kleine Buchstaben raus, die sind sogar geprägt, so dass man sie erfühlen kann. Total super! Sie wird meinen Leitz-Ordner für das neue Semester zieren, denn als Lesezeichen ist sie leider etwas zu groß.
Auch über so eine Kleinigkeit freue ich mich riesig! Sie ist sooo schön!!!

[Tag] Hey, die Nica hat mich getaggt

Und zwar fragt Nica hier nach meiner Leseroutine. Dann werd ich das auch gewissenhaft beantworten :-)

1. Wann liest du ?
Im Moment lese ich eigentlich immer. ;-) Morgens vorm Aufstehen im Bett, beim Frühstücken, dann den ganzen Tag, zwischendurch bin ich am Rechner, auf dem Weg zur Arbeit, auf dem Weg nach Hause. Wenn mein Freund da ist und einen Film schaut... immer!!!
Das wird sich aber bald wohl auch wieder ändern müssen. Sobald die Uni anfängt, hab ich dann wieder mehr zu tun und auch sicherlich nicht mehr so viel den Kopf fürs Lesen. :(

2. Wo liest du?
Ich lese zu 90 % auf dem Bett. Lieber noch lese ich auf einem Sessel oder einer Couch. Sowas hab ich in meiner Ein-Zimmer-Wohnung aber leider nicht. Jetzt, da das Wetter wieder besser wird, sitz ich dann auch schon mal gerne draußen auf einem Gartenstuhl. Sehr selten lese ich am Schreibtisch.

3. Wie viele Bücher liest du auf einmal?
Ich lese meistens zwei Bücher auf einmal. Das ist meistens ein Buch für die Uni oder ein Klassiker und dann noch was "Privates", also Fantasy, Historisches und so ;-)
Derzeit warte ich auf ein Buch von vorablesen.de, daher grad nur ein Buch aktuell ;-)

4. Machst du zwischendurch Pausen beim Lesen?
Ja, ich lese selten stundenlang am Stück. Meist lese ich immer einige Seiten 20-30 und dann mach ich einige Minuten etwas anderes, um dann wieder zu lesen. 


5. Überfliegst du Bücher [Querlesen]?
Äußerst selten. Meistens lese ich alles brav von vorne bis hinten. Nur bei Uni-Sachen kann es sein, dass ich überfliege, entweder weil mir das Thema nicht liegt und es mich einfach nicht interssiert *räusper* oder aber weil ich zu spät angefangen habe und keine Zeit mehr habe, um alles genau zu lesen. *hust* *zwinker*


6. Wie lange/schnell dauert es, bis du ein Buch durch hast?
Das hängt natürlich auch sehr vom Buch ab. Derzeit sind es so zwei bis drei Tage. Zu Unizeiten werdens dann sicherlich eher so um die fünf Tage sein, schätze ich.

So, jetzt darf ich noch weitertaggen...
dann tagge ich:


Montag, 28. März 2011

[abgebrochen] Vesper - Die Reise

Bei Seite 50 war ich noch fest entschlossen durchzuhalten, bei 75 habe ich schon überlegt, wie ich das schaffen soll...
und bei 112 habe ich nun schlussendlich aufgegeben. Ich komm mit der Lektüre nicht klar. Ich kann auch nicht 100%ig sagen woran es liegt, vielleicht fehlt mir Hintergrundwissen oder so.
Ich weiß, dass es drei Handlungsebenen gibt, die recht willkürlich abwechseln. Doch trotz dieses Wissens bin ich nicht in der Lage diese Ebenen beim Lesen voneinander zu unterscheiden. Die einzige, die man erkennt, ist die Ebene, wenn vom LSD-Trip erzählt wird... aber die anderen beiden... *schulterzuck*
Das war ein Buch für die Uni und ich werd mich noch einmal dran versuchen, wenn es aktuell in meinem Seminar im kommenden Semester besprochen wird. Vielleicht wird da dann das Wissen gereicht, das mir fehlt, um irgendwie mit dem Buch klar zu kommen. ;-)

[Rezension] Peter V. Brett - Das Lied der Dunkelheit *****

Genre: Fantasy; Seiten: 795; Preis: 15,00 Euro

Klappentext: Weit ist die Welt – und dunkel und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben. 

Titel und Cover: Die broschierte Ausgabe ist aufwändig und schön gestaltet. Die düstere Stimmung, die der Klappentext verspricht, wird von dem Cover hervorragend unterstützt. Erst spät erfährt man, wer der einsame Wanderer in der Kapuze ist und dann lernt man das Cover noch mehr zu lieben.
Der Titel ist selbst scheinbar in einer Art Siegel geschützt und hilft weiter die Stimmung der dunklen Nacht festzuhalten.
Erschienen ist das Buch im Heyne Verlag.

Inhalt: Arlen lebt ein Leben wie viele Kinder in seinem Alter: Tagsüber hilft er seinem Vater auf dem Hof Land und Tiere zu versorgen und abends überprüft er die Siegel, um sich in der Nacht hinter ihnen zu verstecken. Denn die Nacht gehört den Horclingen, die schnell nach Sonnenuntergang aus dem Boden aufsteigen und über jeden, der sich nicht hintern den magischen Siegeln verbirgt, den Tod bringen. Doch einmal sind sie zu langsam und während Arlens Vater wie versteinert zuschaut, versucht Arlen seine Mutter vor den Fängen der Dämonen zu retten. Er scheitert. Dies und die Untätigkeit seines Vaters stellt sein Leben auf den Kopf. Er nimmt reiß aus und brennt darauf ein Leben zu führen, das dem Kampf gegen diese Bestien gewidmet ist.
Auch aus der Sicht von Rojen und Leesha – zu Beginn des Buches ebenfalls noch Kinder – wird diese Geschichte erzählt. Auch sie verlassen aus verschiedenen Gründen ihren Heimatort. Rojen möchte Jongleur werden und von Ort zu Ort ziehen, um die Menschen mit seinem Geschick zu erfreuen. Leesha wird eine Kräutersammlerin, die das alte Wissen hütet und selbst schwere Verletzungen der Horc heilen kann.
Lange Zeit bleiben diese drei Handlungsstränge getrennt, doch am Ende treffen die drei – inzwischen gereift und junge Erwachsene – aufeinander und in Leeshas Heimat kämpfen sie das erste Mal Seite an Seite.

Meine Meinung: Von Anfang an hat mich diese Geschichte in ihren Bann gezogen und das hat schon begonnen, lange bevor ich zu lesen angefangen habe. Das Cover verspricht Spannung und auch im Internet und Freundeskreis hat man beinahe nur Positives gehört.
Diese Geschichte bringt tatsächlich etwas Neues. Zu Beginn ist das Böse jede Nacht allgegenwärtig, doch zu einem Kampf scheint es nicht zu kommen. Nur im Ernstfall, um sich zu schützen oder wenn die Siegel versagen, kommt es zu kleineren Scharmützeln. Viel zu viel Angst herrscht vor den Horclingen. Obwohl diese Horclinge kein tiefgreifendes Motiv haben, sondern lediglich die Menschen als ihre Beute ansehen, sind sie als „das Böse“ in diesem Werk sehr überzeugend.
Die Charaktere auf der Menschenseite sind keine Helden. Sie sind nicht perfekt und keiner – auch der Leser nicht – erwartet es von ihnen. Sie sind Menschen und kämpfen mit ihren täglichen Problemen. Das macht sie unheimlich sympathisch und man ahnt von Anfang an  welch gutes Trio die drei Protagonisten abgeben würden.
Besonders gut gelungen ist die Entwicklung dieser Charaktere. Obwohl es Zeitsprünge von mehreren Jahren gibt, ist dies keineswegs störend. Die Charaktere haben sich in diesen Jahren zwar entwickelt, aber als Leser kann man sofort wieder anknüpfen.

Fazit: Recht lange hatte ich im Kopf, dass ich einen Stern abziehen würde, weil ich mich weite Strecken dann doch gefragt habe: Wo soll das Ganze denn hinführen? Man merkt zwar, in welche Richtung sich die Charaktere entwickeln, aber es scheint im Endeffekt nicht auf einen großen Endkampf oder ähnliches hinauszulaufen.
Als dann aber Arlen, Leesha und Rojer knapp 200 Seiten vor Ende aufeinandertreffen, nimmt die Geschichte noch einmal an Fahrt auf. Zusammen mit den kleineren, nicht absehbaren, Höhepunkten innerhalb der Geschichte, vergebe ich dann doch:
5 Sterne 


Reiheninfo: Bereits erschienen ist „Das Flüstern der Nacht“, die Fortsetzung zu „Das Lied der Dunkelheit“.
Zudem ist ein Ergänzungsband zum ersten Teil erschienen: „Der große Basar“ enthält neben zwei Kurzgeschichten auch zwei gestrichene Szenen und sind für begeisterte Leser eine willkommene Ergänzung.
Teil drei ist angekündigt und wird im Forum des Autors: „The Daylight War“ genannt. Ein Erscheinungstermin gibt es noch nicht und es wird spekuliert, dass noch mehr Teile wahrscheinlich sind.
Verfilmung: Paul W. S. Anderson (Regie) und Jeremy Bolt (Produzent) haben sich die Rechte am ersten Teil gesichert und nach derzeitiger Planung soll der erste Teil 2012 in den Kinos laufen.

Über den Autor: 1973 wurde Peter V. Brett in New York in den USA geboren. Er studierte Kunstgeschichte und englische Literatur und arbeitete dann ein Jahrzehnt als Lektor für medizinische Fachliteratur. Er lebt heute mit seiner Familie in Brooklyn in New York und widmet sich ganz dem Schreiben. Zur Homepage des Autors.

Neuzugänge #4

Endlich habe ich die Bücher von Bücher.de bekommen. Nachdem ich durch die Glasscheibe das Paket nun schon das ganze Wochenende anschmachten durfte und musste, konnte ich es mir vor wenigen Minuten endlich abholen.

Fangen wir einfach links oben an.

Klappentext: 
 In den Schatten wirst du deine Seele verlieren!
Durzo Blint ist ein gefährlicher Mann, ein unübertroffener Meister in der Kunst des Tötens. Doch für den Gassenjungen Azoth ist der gefürchtete Meuchelmörder die einzige Chance, am Leben zu bleiben – denn der allgegenwärtige Hunger und die Schrecken der Straße würden für Azoth über kurz oder lang den sicheren Tod bedeuten. Doch Durzo Blint ist in der Auswahl seiner Lehrlinge äußerst wählerisch – und es ist gut möglich, dass der Weg in die Schatten einen weit höheren Preis fordert, als Azoth es sich je vorstellen konnte …

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Schon seit einigen Monaten befindet sich der Auftakt zur Schatten-Trilogie nicht nur auf meinem Wunschzettel, sonder auch auf dem von meinem Freund. Mit dem Gutschein konnte  ich uns diesen Wunsch nun erfüllen. 

 Klappentext: 
Ein magisches Beben erschüttert die Küsten der Karibik. In den Piratenhäfenwerden Kinder mit einem besonderen Talent geboren: Sie können über Wasser gehen.
Vierzehn Jahre später glaubt Jolly, dass außer ihr keine Wellenläufer mehr leben. Bis sie Munk begegnet. Auch er geht auf dem Meer - und kann aus Muscheln einen uralten Zauber wirken. Beide erwartet ein finsteres Schicksal: Mitten im Atlantik dreht sich ein gewaltiger Mahlstrom, dessen Boten Verderben über die Inseln bringen - und Jagd auf die Wellenläufer machen. Nur Jolly und Munk können den Strudel zwischen den Welten schließen. Aber der Weg dorthin ist lang, gefahrvoll und wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe stellen.
 
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Kai Meyer zieht mit diversen Büchern seine Leser in den Bann. Das bekannteste derzeit ist wohl die Arkadien-Reihe. Doch auch zur Wellenläufer-Trilogie habe ich beinahe nur positive Stimmen gehört!

Kurzbeschreibung (nach Amazon):
London 1897. Während einer Zaubervorstellung erleidet der Bühnenmagier Ravenwood einen Zusammenbruch und wird kurz darauf von schattenhaften Gestalten gejagt und tödlich verletzt. Der junge Reporter Jonathan Kentham findet den sterbenden Ravenwood, und dieser übergibt ihm ein magisches Kleinod. Schon bald muss Jonathan feststellen, dass sich die Welt verändert hat. Eine Gruppe von Magiern hat in den Ruinen des untergegangenen Atlantis ein uraltes Siegel geöffnet, um ein neues Zeitalter der Magie einzuläuten ...  
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Das Obsidianherz von Ju Honisch hat mich dazu gebracht, an Steampunk Gefallen zu finden. Ich hoffe Bernd Perplies enttäuscht micht nicht mit seinem Auftakt.

 Kurzbeschreibung nach Amazon:
Ist es ein vom Wunsch nach Nähe angeregter Wochenendausflug zum Vater oder ein Kontrollbesuch? Als der Sohn, der Icherzähler in Björn Kerns neuem Roman, aus Berlin an den Bodensee kommt, um nach längerer Zeit einmal wieder nach dem Vater zu sehen, holt dieser ihn nicht vom Zug ab. Vergessen, verschusselt, egal? Der Vater Jakob, hoch in den Sechzigern, aber von fast schon erschreckender Virilität, durchtrainiert und mit einer beeindruckenden schwarzen Lockenpracht gesegnet, stellt den Sohn, der als Pfleger arbeitet, vor nicht wenige Rätsel. Welche Rolle spielen die beiden Frauen, die den Vater zu belagern scheinen und von denen er sich angeblich belästigt fühlt, tatsächlich? Was finden sie an ihm und was am Sohn? Wieso ist der Vater so fit und wo treibt er sich eigentlich nachts herum? Nimmt er gar Drogen?
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Zu guter Letzt noch ein Buch, das ich wieder für mein Studium brauche. Spannender Titel. Mal sehen wie es wird...

So, ich bin erstmal wieder mit Lesestoff eingedeckt. Aber wie das nun einmal ist: Ich kann nie genug zu lesen haben ;-)

[Gewinnspiel] Amazon-Gutschein!

Wer kann da schon widerstehen?
Es ist mal wieder der Nica zu verdanken, dass ich dieses Gewinnspiel entdecke. Sie hat es heute morgen auf ihrem Blog verlinkt.

Jeder der auf den Internetvergleich von internetanbieter.info hinweist, nimmt an der Auslosung teil.
Zu diesem Vergleich kommt ihr hier: http://www.internetanbieter.info/tarif-vergleich/
Vielleicht findet ja auch ihr da einen besseren, günstigeren Internetanbieter und spart Geld für neue Bücher. ;-)

Ich hoffe, dass mir die Glücksfee hold ist.

Samstag, 26. März 2011

[Rezension] Christoph Meckel – Suchbild. Über meinen Vater & Meckel – Suchbild. Meine Mutter

Inhalt: In diesem Werk setzt sich Christoph Meckel intensiv mit seinem Vater auseinander. Nicht nur dessen Charakter und sein Verhältnis zu den Kindern, werden beleuchtet, sondern das gesamte Leben. Er ist mehrmals im Kriegseinsatz während des zweiten Weltkrieges und wird am Ende sogar von den Franzosen gefangen genommen und in ein Lager nach Afrika gebracht.
Als kranker Mann – nach einer Hirnverletzung – kehrt er nach Hause und ist dort der Mittelpunkt der Familie, was mehr als einmal für die Kinder Schwierigkeiten mit sich bringt
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Inhalt: Der Vater wurde von Meckel 1980 eingehend in jeder Lebensphase beschrieben und das größtenteils chronologisch. Die Haltung des Autor/Erzähler wird zwar deutlich, aber es gibt immer nur wenige kurze Einschübe, in denen der Erzähler direkt seine Sichtweise schildert.
Dies ist bei der Betrachtung seiner Mutter völlig anders. Hier wird weder chronologisch noch direkt am Leben der Mutter entlanggegangen. Die Mutter wird völlig aus der Sicht des Kindes geschrieben. Der Leser folgt einzelnen Gedankengängen des Autors, die scheinbar manchmal völlig ohne inneren Zusammenhang hintereinander stehen. So sehen wir wie ungeliebt und missverstanden sich das Kind fühlte und wie kühl und herablassend sich die Mutter verhält.
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Rezension: Ich bin ehrlich. Es fällt mir sehr schwer hierzu eine passende und sinnvolle Rezension zu schreiben. Das ist auch der Grund, warum ich beschlossen habe, beide Bücher zeitgleich zu rezensieren, weil ich sie so gegeneinander stellen kann.
„Über meinen Vater“ hat mich an manchen Stellen sehr schockiert. Der Vater ist herrschsüchtig und ordnungsliebend. Zwar scheint er seine Kinder zu lieben, dies wird aber nur an äußerst wenigen Stellen ausgedrückt. Im Gegensatz dazu ist die Mutter scheinbar völlig kalt. Jeder würde sich als Kind von ihr ungeliebt fühlen.
In „über meinen Vater“ sind mir viele Passagen aufgefallen, die überaus poetisch sind, in denen der Autor mit Sprache spielt und mit klaren Worten den Punkt der Sache trifft.
Im Ganzen muss ich sagen, fiel es mir deutlich leichter das Werk über den Vater zu lesen. Hier konnte ich dem Ziel und den Gedanken gut folgen. Bei „Meine Mutter“ war dies deutlich schwerer, was mir auch die Freude an der Sprache verdorben hat.
Ich möchte keine Sterne vergeben, weil es mir schwer fällt, diese beiden Werke in so plumpe Bewertungen einzusortieren. Zu empfehlen sind diese Bücher all jenen, die sich mit deutschen Autoren oder aber mit Problemen und Schwierigkeiten zwischen Generationen zur Nazizeit beschäftigen möchte.
Über den Autor: Christoph Meckel ist am 12.6.1935 in Berlin geboren und verbrachte Kindheit und Jugend in Freiburg im Breisgau. Sein Vater ist ebenfalls Schriftsteller und hätte sich gewünscht, dass der Sohn wie der Großvater Architekt wird.
Er ist nicht nur Autor, sondern auch Grafiker, beide Berufe übt er seit 1956 aus. Heute lebt er nur zeitweise in Deutschland. Die andere Zeit verbringt er in Südfrankreich.

Freitag, 25. März 2011

Neuzugänge #3

Da ich nun keine Bücher mehr da hatte, die ich fürs Studium lesen muss, bin ich vorhin kurz zum Buchhandel und habe mir ein neues Buch geholt.
Leider, leider war ich nicht da, als heute mein Paket von Bücher.de kam. *sniff* Es steht unten bei meinen Vermietern. Ich kann es sogar SEHEN!!! Aber komm vor Montag wohl nicht dran.

Nun aber zum Neuzugang, der schon bei mir ist:

Kurzbeschreibung nach Amazon:

"Die Auseinandersetzung mit den Ursachen des Terrorismus hat noch lange nicht begonnen, es wird nicht weiterführen und weiterhelfen, es beim bloßen Abscheu bewenden zu lassen. Die Lektüre der "Reise" wäre ein Anfang... Vesper hat die meisten von der Szene gekannt, nennt sie, referiert über sie... Es gibt in der "Reise" Partien, die auch literarischen Rang haben, über das Autobiograph-Authentische hinaus Beobachtungen, Analysen, Schilderungen, kaum erkennbar schon ins Desperate gekippte Darstellungen dieser heilen Welt, dieses Backen, Kochen, Ernten, Essen, diese Feste und Feuer... Es gibt in Vespers "Reise" nicht nur das Ausgeflippte, es gibt auch Augenblicke, wo er seinen Sohn als die 'kleine Sonne' bezeichnet... Das Private an Vespers Reise ist nur scheinbar privat, und noch seine Egomanie ist nicht nur auf ihn selbst bezogen, es hat ihm etwas gefehlt, dass ihm keiner gegeben hat oder geben konnte, aber wer hat da verweigert, bevor Vesper selber in die totale Verweigerung verfiel?... Nein, 'wohltuend' ist diese Lektüre nicht, notwendig ist sie, wichtig" (Heinrich Böll)

Es sind über 500 Seiten zu lesen und ich kann mir noch gar nicht vorstellen, was mich nun erwaretet. Die Bücher von Meckel (Rezension folgt noch) waren schon ziemlich harte Kost, ob es hier auch so wird?

Freitags-Füller #3

 Es ist Freitag!
Das heißt es ist Freitags-Füller-Zeit! Da ich gleich zur Arbeit muss, fülle ich ihn diesmal früh am Morgen aus.
Fett geschrieben ist von mir!


1.  Tief durchatmen und dann mit Elan auf in den Tag .
2. Niemand von uns kann in die Zukunft schauen und darum sagt man : "sag niemals nie"!
3.  Was ist wenn  ich mich jetzt einfach wieder ins Bett verkrümel und die Arbeit Arbeit sein lasse  ?
4. So früh am Morgen habe ich verdammt große Kaffee-Gelüste .
5. Mein Blog macht mir viel Spaß, aber er ist leider immer noch sehr unbekannt.
6. Zu Frühlingsbeginn draußen auf dem Gartenstuhl in der Sonne sitzen und sich wärmen lassen, ist wie ein Kurzurlaub.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen ruhigen Abend, nach einem anstrengenden Tag , morgen habe ich zum Glück noch nichts geplant und Sonntag möchte ich ganz gerne ausschlafen und wenn das Wetter es zulässt, das erste Mal in diesem Jahr richtig draußen frühstücken!

Donnerstag, 24. März 2011

[Gewinnspiel] Ostergewinnspiel bei Collection of Bookmarks


Derzeit ist viel los in der Bloggerwelt. Gewinnspiele und Blogaktionen häufen sich. Auch die Erdbeere und die Kirsche schließen sich dem an und verantstalten ein Ostergewinnspiel.
Der Preis ist super! Für jeden von euch, versprochen! Warum?
"Was könnt ihr gewinnen?
Das liegt ganz bei euch! ;) Wir verlosen nämlich ein Buch eurer Wahl, egal ob Roman, Sachbuch, Kurzgeschichtensammlung oder Gedichte etc., einzige Bedingung, es darf nicht über 20 € kosten und muss bei amazon.de verfügbar sein."
So kann sich jeder das aussuchen, was er gerne hätte. Toll!
Die Regeln findet ihr natürlich auf dem Blog!

[Rezension] Karen Miller - Königsmörder **

Genre: Fantasy; Seiten: 668; Preis: 14.95 Euro
 
Achtung: Alles Folgende enthält Spoiler zum ersten Teil „Königsmacher“

Klappentext: Das Königreich Lur wird von Dämonen bedroht, und Asher, der Sohn eines einfachen Fischers, ist der Einzige, der es noch retten kann. Denn der schwarze Magier Morg hat die königliche Familie beinahe ausgelöscht und greift nun selbst nach dem Thron. Da wird Asher verraten – und nichts scheint das Böse, das über Lur hereinzubrechen droht, noch aufhalten zu können.

Inhalt: Königsmörder beginnt genau dort, wo Königsmacher aufhört. Asher wartet auf die Rückkehr der königlichen Familie und muss wenige Stunden später feststellen, dass alle bis auf Gar und Meistermagier Durm tot sind. Er weiß natürlich nicht, dass Durm längst nicht mehr er selbst ist.
Gar hat nur geringe Wunden davon getragen und wird nun, nach dem Tod seines Vaters der neue König von Lur. Obwohl viele ihn als König akzeptieren, wird er auch – nicht zuletzt von Conroyd Jarralt – in Frage gestellt. Und bald muss der junge König sich auch selbst in Frage stellen: Seine Magie versagt und von einem Moment auf den nächsten ist er wieder der magielose Krüppel.
Die Rettung für das Wetter und für Barls Mauer naht in Form von Asher. Was die Prophezeiung schon lange vorausgesagt hat, bewahrheitet sich: Asher ist ein Magier und er kann Wettermagie bewirken.
Als er jedoch verraten wird und hingerichtet werden soll, ist niemand mehr da, um die Mauer gegen Morgs Angriffe zu schützen. Sie beginnt zu bröckeln und die Letzten Tage sind angebrochen.

Meine Meinung: Leider gibt es, nach der Rezension zu Königsmacher, hier nur wenig zu berichten. Die Geschichte entwickelt sich fort. Alles geschieht erwartungsgemäß. Es gibt leider keine spannenden Entwicklungen. Wie genau Morg am Ende besiegt wird, ist das einzige, was mir als Frage vorschwebte. Leider ist dann auch der Endkampf kurz gehalten. Auf wenigen Seiten wird das Fiasko dargestellt und das, worauf die Prophezeiung seit Jahrhunderten gewartet hat, ist sehr schnell vorbei.
Einzig die Charaktere haben mich zum Weiterlesen bewegt. Asher bleibt sich treu, ebenso wie Gar, der zwar Fehlentscheidungen trifft, aber immer in dem Glauben das Beste zu tun. Veira finde ich teilweise sehr nervig mit ihrem Beharren auf die Prophezeiung. Sie scheint selbst die Prophezeiung zu sein und keine anderen Gefühle zu haben. Mit ihren Zurechtweisungen den anderen Charakteren gegenüber macht sie sich beim Leser schnell unbeliebt.
Morg ist leider sehr einseitig. Obwohl er einen Grund für sein Tun hat, hat mich der Charakter nur mäßig überzeugt. Er will die Welt zerstören und Unsterblichkeit. Das ist im Ganzen für einen Bösewicht, der den Leser auf über 1200 Seiten fesseln soll, etwas wenig meiner Meinung nach.

Fazit: Wenn Königsmacher okay war, dann war Königsmörder gerade noch eben okay. Es sind wieder die Charaktere, die überzeugen. Auch hierfür vergebe ich wieder 2 von 5 Sternen, wobei diese leider nur mit viel gutem Willen vergeben werden können.

Zur Autorin: Schon mit zwei Jahren zogen ihre Eltern mit Karen Miller nach Australien. Geboren wurde sie in Vancouver. Wenn sie nicht gerade schreibt, steht sie bei ihrer lokalen Theatergruppe auch schon einmal auf der Bühne.
Der letzte auf Deutsch erschienene Roman ist: Die Thronerbin (Januar 2011)

[Ich] Gewonnen!

Hach ja,

gestern Abend konnte ich es noch kaum glauben, aber es ist tatsächich wahr: Ich hatte ja von dem Gewinnspiel mit dem 50 Euro Bücher.de-Gutschein berichtet und was soll ich sagen:
Gestern Abend habe ich ihn tatsächlich bekommen!!!
Ich freu mich riesig. 50 Euro sind schon eine ordentliche Stange Geld. Ich hab brav noch eine Nacht drüber geschlafen und jetzt eben ist meine Bestellung mit 4 Büchern über 56 Euro rausgegangen. Ich hab drei erste Bände von Triologien gekauft. Erst wollte ich eine Reihe ganz kaufen oder so, aber war dann doch unsicher. Wenn es mir etwa doch nicht gefällt...
Was ich mir genau bestellt habe, verrate ich, wenn die Post mich erreicht hat. Ich freu mich drauf! ;-)

Vielen Dank an MeinGutscheinCode.de!

Mittwoch, 23. März 2011

[Rezension] Hanns-Josef Ortheil - Die geheimen Stunden der Nacht ***

Genre: Zeitgenössisches; Seiten: 382; Preis: 9,00 Euro

Klappentext: An einem Montagmorgen erhält Georg von Heuken eine schlimme Nachricht: Sein Vater, der Verleger Richard von Heuken, ist mit einem zweiten Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Rasch stellt sich heraus, dass er seinen Geschäften im Verlag nicht mehr nachgehen kann – eine Chance für seinen Sohn, endlich die Leitung zu sämtlicher Verlage zu übernehmen, und damit aus dem Schatten seiner Geschwister herauszutreten…
Inhalt: Georg ist der typische 0815-Mann. Er geht jeden Tag zur Arbeit – sein Vater hat ihm die Leitung eines der Verlagshäuser übergeben. Er hat zwei Kinder, ein Au-Pair-Mädchen und eine Frau, die selbst beruflich erfolgreich und viel unterwegs ist. Er ist nicht unglücklich, aber er lebt so vor sich hin. Sein Vater steht derweil im Rampenlicht. Er ist der Big Boss.
An dem Tag, an dem dieser mit dem zweiten Herzinfarkt ins Krankenhaus gebracht wird, ist diese Rolle vorbei. Schnell ist klar: Richard von Heuken wird nicht mehr an die Spitze des Konzerns mit den Verlagshäusern zurückkehren. Jetzt ist die Zeit für die Kinder gekommen. Doch während sich die große Frage nach der Nachfolge stellt, versucht Georg von Heuken mehr über das Leben seines Vaters heraus zu finden. Täglich haben sie sich geschäftlich gesehen, privat haben sie sich schon lange voneinander entfernt. Stück für Stück setzen sich die Puzzleteile mit Hilfe des Autobiographen, eines Autors und der Haushältern des alten Mannes zusammen. Und am Ende hat doch keiner geahnt worauf alles hinausläuft…
Meine Meinung: Würde ich nicht Germanistik studieren, wäre ich von selbst wohl nie auf dieses Buch gestoßen und hätte es dann auch noch gekauft. Solche Bücher haben natürlich von Anfang an einen schweren Stand. Jetzt am Ende muss ich sagen:
Die Geschichte ist gut, spannend werden die verschiedenen Charaktere miteinander verwoben, nach und nach kommen Fakten ans Licht, nach und nach klärt sich die Angelegenheit und die ganze Zeit ist man nah an Georg von Heuken dran. Keine Sekunde lässt der Leser ihn aus den Augen und schein hautnah mit ihm mitzufühlen. Dieser Eindruck entsteht dadurch, dass das gesamte Werk durchgängig im Präsens (Gegenwart) geschrieben ist. Die Geschichte scheint sich wie ein Film vor dem Leser abzuspielen. Sobald ich mich daran gewöhnt hatte, war dies spannend und mitreißend. Die Gewöhnungsphase hat aber lange gedauert – beinahe zwei Drittel des Buches.
Die Charaktere sind allesamt fein ausgearbeitet. Jeder hat seine Ziele und seine Vorstellungen vom Leben, dabei gibt es kein gut und kein schlecht, sondern immer nur eine Mischung davon.
Die Wendung am Schluss kam nicht ganz unerwartet für mich, aber doch noch überraschend. Hier hätte ich mir gewünscht, dass diese Situation nicht in wenigen Seiten abgehandelt wird. Dadurch bleibt ein fahler Nachgeschmack.

Fazit: Am Ende vergebe ich gute 3 von 5 Punkten. Die Geschichte an sich wäre sicherlich 4 Punkte wert gewesen, aber es fiel mehr schwer mich einzulesen und das Ende hat zwar keinen Cliffhanger, aber nur einer der Handlungsstränge (die Übernahme des Konzerns) ist für den Leser befriedigend zu Ende geführt.

Zum Autor: Hanns-Josef Ortheil wurde am 5.11.1951 in Köln geboren. Er wuchs als fünftes Kind der Familie auf, wobei seine Geschwister verstarben – zwei Totgeburten und zwei Kinder, die sie im Krieg verlor, ließen seine Mutter verstummen. Dies wird ein Grund sein, aus dem Ortheil erst mit sieben sprechen lernte. Schon früh erhielt er Klavierunterricht, musste eine Karriere als Pianist aber aufgrund massiver Beschwerden der Sehnen aufgeben.
Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Rom, führte in das Studium der Germanistik, Philosophie, Musikwissenschaften und Komparatistik an diverse Universitäten: Paris, Göttingen, Rom und Mainz. An letzterer promovierte er 1976 in den Literaturwissenschaften. Er begann an der gleichen Universität als wissenschaftlicher Mitarbeiter. Heute ist er an der Universität Hildesheim Professor Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus.
Seit 1979 veröffentlicht er eigene literarische Texte. Hierfür bekam er schon diverse Auszeichnungen, unter anderem Literaturpreis der Stadt Stuttgart, den Thomas-Mann-Preis und den Koblenzer Literaturpreis.

Neuzugänge #2

Ha, kaum zu glauben. Da sitze ich ganz gemütlich unten vor meiner Wohnung und hab eben den Eintrag zu dem Gewinnspiel von meinGutscheincode.de verfasst, da fährt der Paketwagen von DHL vor. Ich dachte noch bei mir: "Naja, heute wird er wohl noch nichts für dich haben." Aber so kann man sich täuschen.

Der Elbenwald war superschnell! Ich hatte ja berichtet, dass ich am Gewinnspiel mitgemacht habe und meine Bewertung zu "Feuer und Stein" von Diana Gabaldon eingeschickt habe. Am Montag erfuhr, ich dass ich gewonnen habe und habe daraufhin meine Adresse übermittelt. Und heute, jetzt!, ist das Buch schon da. Ich bin begeistert!

Mein Gewinn ist: "Ascheherz" von Nina Blazon:

Klappentext: Summer weiß nicht, wer sie ist und woher sie kommt. Doch sie weiß, dass ihr jemand nach dem Leben trachtet. Und dass es jemanden gab, den sie unendlich geliebt hat.





Vielen, vielen lieben Dank an den Elbenwald für diesen Gewinn!

[Gewinnspiel] Bücher-Gutschein auf MeinGutscheinCode.de

Auf MeinGutscheinCode.de kann man, wenn man einen Blog besitzt, verschiedene Gutscheine gewinnen. Unter anderem einen von Bücher.de! Was liegt da näher, als dass ich mich beeilt habe, teilzunehmen. Nur die ersten 500 Teilnehmer haben eine Chance.

Hier meine Geschichte, was ich mit dem Büchergutschein machen könnte.

Sobald ich ihn erhalten habe, würde ich in den Welten dieses Buchhandels versinken. Ich würde mich stundenlang im Internet durchklicken und versuchen eine Entscheidung zu treffen. Welches Buch nehm ich, welches würde mir jetzt am besten gefallen und welches den Lesern meines Blogs?
Ich möchte einen Bücherblog auf die Beine stellen, der regelmäßig einigen Lesern Freude bereitet. Und was brauche ich dafür? Ja, richtig. Bücher über die ich berichten kann. Bücher, die ich rezensieren kann. Aber das Geld, ach das liebe Geld. Bücher sind nicht gerade billig. Was könnte mir also helfen?
Hm,
Geschenke könnten helfen oder aber ein Gutschein. Ein Gutschein über 50 Euro. Verdammt viel Geld für eine Studentin… verdammt viel… Damit könnte es gelingen mehr Leser auf meinen Blog zu locken... denn mehr Rezensionen, bedeutet mehr Leser, mehr Menschen, die ich an meiner Leidenschaft teilhaben lassen könnte...
Ach, Ein schöner Traum.
Wer weiß, erfüllt ihr ihn mir, liebes Team von meingutscheincode.de?

Dienstag, 22. März 2011

[Rezension] Schiller – Die Räuber ****

Genre: Drama des Sturm und Drangs; Seiten: 149; Preis: 3,00 Euro
Inhalt: Als Vater von zwei Söhnen ist Maximilian von Moor von Anfang an klar, dass nur der ältere – Karl – Anrecht auf das Erbe hat. Franz wird daher in der Kindheit vernachlässigt. Jedoch ist es Karl, der als Student eher einen lockeren und ungewünschten Lebenswandel führt. Die Handlung des Lesedramas (d.h. das Drama war ursprünglich nicht als Theaterstück gedacht) setzt ein, als Karl ein Entschuldigungsbrief an seinen Vater schreibt und sich ändern will.
Hier gelingt es nun dem neidischen Franz, den Brief durch einen eignen zu ersetzen und seinen Vater davon zu überzeugen, dass der ältere Sohn ein Verbrecher sei. Karl wird nicht nur enterbt, sondern auch verbannt. Franz möchte noch einen Schritt weitergehen und sofort das Erbe an sich reißen, indem er seinen Vater umbringt. Er soll einen Herzinfarkt erleiden, wenn er erfährt, dass Karl gestorben ist.
In der Zwischenzeit hat sich Karl, der auf eine Versöhnung mit seinem Vater gehofft hatte, tatsächlich in das verwandelt, was Franz ihm angedichtet hatte. Mit einer Räuberbande begeht er unter dem Deckmantel den Schwachen zu helfen, indem er es den Reichen nimmt, diverse Verbrechen. Erst als Unschuldige ums Leben kommen und er an seine Verlobte Amalia erinnert wird, kommt Karl zu Vernunft und beschließt ins Elternhaus zurückzukehren.
Franz versucht derweil zwar Amalias Liebe zu gewinnen. Sie hält jedoch weiter zu Karl, dem sie auch bald begegnet. Er ist jedoch verkleidet und erkennt sie nicht. Unter anderem mit ihrer Hilfe durschaut Karl, was in seiner Abwesenheit geschehen ist. Als Franz ihn jedoch enttarnt, muss Karl fliehen und macht im Wald eine grausige Entdeckung…
Kurzinterpretation: Zwei Brüder versuchen auf unterschiedliche Weise gegen das erlittene Unrecht zu kämpfen. Karl, der fälschlicherweise verstoßen wird, nimmt den offenen Kampf auf. Franz, dem von Geburt an die Liebe des Vaters verweigert wurde, geht den hinterhältigen und listigen Weg. Am Ende kommen sie beide  nicht an ihrem Ziel an.  Beiden wird ihr eigenes Fehlverhalten bewusst. Und das Drama endet in der erwarteten Katastrophe.
Meine Meinung: Oben habe ich euch eine Kurzzusammenfassung gegeben, ohne den Schluss zu verraten. Ein bisschen Spannung muss ja sein. ;-)
Und spannend ist es wirklich. Wider Erwarten las sich „Die Räuber“ von Schiller schnell und fließend. Obwohl es dramatypisch in Dialogen geschrieben ist, ist die Handlung leicht zu verfolgen. Die Sprache ist keineswegs so ungewohnt, wie erwartet und so war es gut möglich das Stück innerhalb eines Tages zu lesen.
Auch jedem, der eher Scheu vor den kleinen gelben Reclam-Heftchen hat, aber sich trotzdem mal überlegt hat: „Ein paar Klassiker kennen, wäre schon gut…“, sei dieses Drama ans Herz gelegt. Die Spannung steigt wirklich bis zum Ende und es gibt tatsächlich noch eine Wendung, die so nicht vorauszusehen ist.

Fazit: Mit „Die Räuber“ ist es ein leichtes in die Zeit des Sturm und Drangs einzutauchen. Die zentrale Konfliktsituation zwischen Gesetz und Freiheit ist bis heute aktuell und regt zum eigenen Nachdenken an. Ich bin im Ganzen sehr positiv überrascht und vergebe 4 von 5 Sternen.

Montag, 21. März 2011

Ausgeliehen #1

Aufgrund der Lektüreliste, von der ich schon berichtet habe, habe ich heute dann mal die Unibibliothek aufgesucht, um zwei Bücher von dort abzuholen. Beide sind vom selben Autor.
- Christoph Meckel: Suchbild. Meine Mutter
- Christoph Meckel: Suchbild. Über meinen Vater
Dieser schildert in ihnen sein Verhältnis mit seiner Mutter und seinem Vater. Zur Erinnerung: Das Seminar läuft unter dem Titel: Generationenkonflikt.
Ich muss ehrlich sagen, dass ich beiden Büchern mit vorsichtiger Skepsis gegenüber stehe. Ich bin zwar gespannt, was mich erwartet, aber wage kaum auf etwas Gutes zu hoffen. Hauptsächlich wird das daran liegen, dass ich nicht die hier abgebildeten Ausgaben habe, sondern die alten von 1980, die einfach gebunden sind und weder Cover noch Klappentext haben.

Kurzbeschreibung nach Amazon: "Ich habe meine Mutter nicht geliebt." Dieser Satz steht am Anfang des Buches. Meckels Mutter, allem Geistigen verschrieben, ist eine Frau der anspruchsvollen Gesellschaft. Die Kinder sind nur im Weg, und auch der Krieg passt eigentlich nicht in dieses Szenario. In Meckels Portrait wird über den individuellen Fall hinaus ein Milieu sichtbar, in dem für Liebe nicht viel Platz bleibt.











Kurzbeschreibung laut Amazon: Eine Annäherung an den Vater und die eigene Kinderzeit nach dem Krieg. Sensibel, poetisch und genau.

Anmerkung von mir: Jaja, Amazon lässt sich hier auch sehr über den Inhalt des Buchs aus. ;-)

Sonntag, 20. März 2011

[Rezension] Karen Miller - Königsmacher **

Genre: Fantasy; Seiten: 603; Preis: 14,95;
Klappentext: Asher ist nur ein einfacher Fischer im Königreich Lur. Doch durch Mut und Tatkraft erlangt er die Freundschaft von Prinz Gar und muss sich den Intrigen am königlichen Hof stellen. Doch all seine Probleme erscheinen unwichtig, als ein uraltes Unheil über das Reich herfällt – und nur die wahre Freundschaft zwischen einem Prinzen und einem Fischer kann es überwinden…
Inhalt: Asher macht sich auf den Weg in die Hauptstadt Dorana. Er möchte dort innerhalb eines Jahres so viel Geld verdienen, dass er sich dann zusammen mit seinem Vater ein eigenes Fischerboot kaufen kann. So will er das Leben des Vaters und sein eigenes verbessern.
Schon am ersten Tag in der Stadt lernt Asher den doranischen Prinzen Gar kennen. Dieser stellt den jungen Olk auch prompt als Stallburschen ein. Die Gesellschaft des Landes Lur ist in magiebegabte Doranen und normalsterbliche Olk unterteilt. Das Königshaus und die Adelsfamilien sind grundsätzlich doranischer Abstammung. Nur ihnen ist es erlaubt Magie zu wirken und der König wirkt die oberste und wichtigste Magie. Er ist der Wettermacher.
Prinz Gar ist jedoch ohne Magie auf die Welt gekommen, was ihn in den Augen der Welt zu einem Krüppel macht. Seine Aufgabe ist es nun zwischen den beiden Völkern zu vermitteln. Asher wird schnell dazu auserkoren ihn dabei zu unterstützen. Sie werden Freunde und zusammen gelingt es ihnen gegen alle Widerstände eine faire Politik zu betreiben.
Doch dann geschieht das Wunder: Gar erhält seine Magie doch noch. Doch wer ahnt schon, dass diese Magie nicht von der Göttin Barl, sondern von ihrem größten Widersacher kommt?
Meine Meinung: Besonders positiv sind mir die Charaktere aufgefallen. Asher habe ich gleich auf den ersten Seiten in mein Herz geschlossen, aber auch mit Gar konnte ich mitfühlen, ebenso mit den meisten der Nebencharaktere. Sie sind alle schön ausgearbeitet, haben ihre Wünsche, Ziele und Entwicklungen.
Die Geschichte an sich ist aber leider nichts Besonderes. Es gab im gesamten Buch keine Entwicklung, die mich überrascht hätte. Die Erzählung entwickelt sich linear und auch wenn man weiterlesen möchte, um den Weg der Charaktere mitzugehen, ist dies eine Lektüre, die am Ende nur wenig befriedigend ist.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch dadurch, dass Königsmacher kein Ende hat. Der Cliffhanger ist so groß, dass man ihn schon kaum noch so bezeichnen kann. Jedem, der dieses Buch liest, sei wärmstens ans Herz gelegt auch den zweiten Band „Königsmörder“ bereitliegen zu haben.
Fazit: Ich vergebe nur zwei Sternchen. Es ist okay, das Buch mal zu lesen. Es schadet aber auch nicht es nicht zu kennen.
Weiteres: Der Nachfolgeband heißt „Königsmörder“.

Samstag, 19. März 2011

Neuzugänge #1

Überraschend kam heute eine E-Mail aus der Uni, an der ich studiere. Das neue Semester beginnt in ungefähr drei Wochen und endlich habe ich die Lektüreliste für eines der Seminare erhalten. 14 Bücher (hauptsächlich Romane) sind darauf zu finden. Das Seminar läuft unter dem Titel "Generationenkonflikt". Wir werden hauptsächlich Gegenwartsliteratur lesen und ich möchte auch Leser meines Blogs daran teilhaben lassen.

Die beiden Zugänge, die ich zu verzeichnen habe sind:

- Friedrich Schiller - Die Räuber

Hier einige Worte des Autors dazu: "Die Räuber - das Gemälde einer verirrten großen Seele - ausgerüstet mit allen Gaben zum Fürtrefflichen, und mit allen Gaben - verloren - zügelloses Feuer und schlechte Kameradschaft verdarben sein Herz, rissen ihn von Laster zu Laster, bis er zuletzt an der Spitze einer Mordbrennerbande stand, Greuel auf Greuel häufte, von Abgrund zu Abgrund stürzte, in alle Tiefen der Verzweifelung - doch erhaben und ehrwürdig, groß und majestätisch im Unglück, und durch Unglück gebessert, rückgeführt zum Fürtrefflichen. - Einen solchen Mann wird man im Räuber Moor beweinen und hassen, verabscheuen und lieben." Friedrich Schiller

Ich selbst habe dieses Schauspiel noch nie gelesen. In der Schule haben wir es nicht behandelt und danach kam ich noch nicht dazu. Ich bin gespannt, was mich erwartet



- Hanns-Josef Ortheil - Die geheimen Stunden der Nacht

Klappentext: An einem Montagmorgen erhält Georg von Heuken eine schlimme Nachricht: Sein Vater, der Verleger Richard von Heuken, ist mit einem zweiten Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert worden. Rasch stellt sich heraus, dass er seinen Geschäften im Verlag nicht mehr nachgehen kann - eine Chance für seinen Sohn, endlich die Leitung sämtlicher Verlage zu übernehmen, und damit aus dem Schatten seiner Geschwister herauszutreten.

Von selbst wäre ich wohl nicht auf dieses Buch gestoßen und so bin ich gespannt. Es klingt auf jeden Fall danach, als wenn es mir gefallen könnte, auch wenn es keine Fantasy ist.





Im Angesicht dieser Entwicklung werde ich "Michael Kohlhaas" von Kleist erst einmal auf Eis legen und habe dafür bereits mit "Die Räuber" von Schiller begonnen.

[Rezension] Arthur Schnitzler - Fräulein Else

Seiten: 160; Preis: 6,95Euro
Klappentext: „Schon das Gestern verschwimmt, und alles, was ein paar Tage zurückliegt, bekommt den Charakter eines unklaren Traumes.“
Arthur Schnitzler erzählt vom Fehlverhalten der Menschen, die aus solchem Lebensgefühl heraus, nicht davor zurückscheuen, die anderen, die gewissenhaften, zu opfern, wenn sie selbst sich allzusehr verstrickt haben.
Inhalt: Else ist die Tochter eines Rechtsanwalt. Sie befindet sich im Urlaub in Italien, als ein Brief ihrer Mutter sie erreicht. Hier wird sie darum gebeten, den Herrn Dorsday, einen Kunsthändler, darum zu bitten eine größere Summe Geld für ihren Vater bereit zu stellen. Elses Vater hat (nicht zum ersten Mal) Mündelgelder veruntreut. Ihm droht nun das Gefängnis.
Else geht tatsächlich auf den Kunsthändler zu und schildert die Situation. Dorsday stimmt zu, ihrem Vater zu helfen. Da es aber auf dieser Welt nichts umsonst gibt, fordert er als Gegenleistung Else nackt sehen zu dürfen.
In einem ständigen Hin und Her erleben wir in dem inneren Monolog, in dem die gesamte Erzählung verfasst ist, wie Else abwägt, ob sie sich dieser Erniedrigung hingeben will und kann. Am Ende wird Dorsday sie nackt sehen, aber auch ganz andere Weise als erwartet und danach versucht Else den letzten Fluchtweg zu nehmen, der übrig bleibt.
Kurzinterpretation: Die höhere bürgerliche Schicht ist getränkt von Problemen, nicht nur Liebe, sondern auch die Existenz steht mancherorts auf dem Spiel. Mit diesen Grundlagen ist „Fräulein Else“ ein typisches Werk der Wiener literarischen Moderne. Unterstrichen wird dieser Charakter noch damit, dass Geld der Auslöser des Konfliktes ist und immerzu die Hauptrolle spielt.
Fräulein Else ist – wie alle anderen Frauen der Gesellschaft, so suggeriert Schnitzler – den Wünschen der Männerwelt hilflos ausgeliefert. Bis zuletzt wird sie von den umgebenden Personen nicht verstanden. Ihre eigene Persönlichkeit ist dabei entweder noch nicht voll entwickelt oder ist großen Schwankungen unterworfen, wobei sie viele Entscheidungen eher spontan trifft.
Auch ihre letzte Tat der Erzählung – nach dem Schlafmittel zu greifen – scheint hierzu zu gehören. Der Leser erfährt nicht, ob sie an einer Überdosis verstirbt oder lediglich Wahnvorstellungen ihren Geist trüben.
Meine Meinung: Arthur Schnitzler gelingt es eine Erzählung zu verfassen, die einerseits flüssig und gut zu lesen ist. Andererseits werden wir durch Else mit Fragen konfrontiert, die die Existenz der jungen Frau bedrohen. Obwohl man manches Mal schmunzeln muss, ist ihr Schicksal und ihr Leben doch tragisch. Durch die Form des inneren Monologes, die durchgehend gewahrt wird, erfährt der Leser von jeder Gefühlsregung und empfindet mal mit Leid, möchte sich ein anderes Mal an den Kopf fassen.
Eine kurze Erzählung, die Spaß macht und gleichzeitig zum Nachdenken anregt. Auch für alle, die eher selten „alte“ Bücher lesen, zu empfehlen, denn die Sprache ist gut verständlich.
Empfehlung: Es gibt eine sehr gute Hörbuchausgabe. Hier zu finden.

Gewinnspiel auf Nicas Blog

Nica feiert auf ihrem Blog die 80 regelmäßigen Leser und die 9000 Klicks!

Zu gewinnen gibt es je einmal "Neva" von Sara Grant. Ein Buch das wohl derzeit in aller Munde ist.

Hier als Vorgeschmack der Klappentext:
Die 16-jährige Neva hat es satt, keine Antworten auf Fragen zu bekommen, die sie nicht einmal laut stellen darf: Warum wird ihr Heimatland von einer undurchdringbaren Energiekuppel von der Außenwelt abgeschottet? Warum verschwinden immer wieder Menschen spurlos? Und was ist mit ihrer Großmutter geschehen, die eines Tages nicht mehr nach Hause kam? Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Sanna beschließt Neva, Antworten zu verlangen und nicht mehr brav alle Gesetze und Regeln zu befolgen. Doch dabei verliebt sie sich nicht nur in den einen Jungen, der für sie tabu sein muss – sondern gerät auch in tödliche Gefahr …

Schaut doch mal bei ihr vorbei und macht mit. Die Aufgabe? Wie kann Nica ihren Blog noch verbessern?
Ich selbst muss gesetehen: Mir ist nichts eingefallen. Ich mag alles, so wie es ist :-) Wie so vielen andere auch, gefällt mir besonders dein "Gefasel"

Freitag, 18. März 2011

Gewinnspiel im Elbenwald

Der Elbenwald hat im Zuge der Leipziger Buchmesse ein Gewinnspiel gestartet.
Zu seinem Lieblingsbuch aus dem Sortiment des Elbenwalds soll man eine Buchbewertung abgeben. Dies habe ich getan und möchte euch nicht nur auf das Gewinnspiel hinweisen, sondern ach an meiner Bewertung teilhaben lassen.
Es ist mir nicht leicht gefallen, ein Buch auszuwählen. Ich musste (mit Entsetzen?) feststellen, dass ich gar nicht sagen kann, dass ich ein wirkliches "Lieblingsbuch" habe. Es gibt viele gute Bücher, manche stechen heraus, aber keines ist dabei, dass ich auf jeden Fall an erste Stelle setzen möchte. Vielleicht stellt "Der Herr der Ringe" hier eine Ausnahme dar. Trotzdem habe ich mich für ein anderes Buch entschieden, da der Elbenwald, der sich ja aufgrund der Werke Tolkiens entstanden ist, hier schon auf ausreichend Bewertungen zurückgreifen kann.

Diana Gabaldon - Feuer und Stein

Claire und Frank hatten diesen Urlaub geplant, um nach den Wirren des zweiten Weltkriegs wieder zueinander zu finden. Doch schon nach den ersten Tagen in den schottischen Highlands verändert sich das Leben der jungen Frau von Grund auf. Ungewollt tritt sich durch einen Steinkreis und findet sich im Jahr 1743 wieder.

Hier lernt sie den zweiten Mann ihres Lebens kennen: Jamie Fraser, den charismatischen schottischen Clanführer. Sie ist gezwungen ihn zu heiraten, um vor den Engländern zu fliehen. Doch schnell wird klar, dass es Liebe ist.

Doch Claire weiß noch aus den Geschichtsbüchern, dass der zweite Jakobitenaufstand kurz bevor steht und so muss sie schnell die Entscheidung treffen, ob sie in Zukunft oder Vergangenheit leben will.

Feuer und Stein ist der Auftakt zu einer Saga, die derzeit sieben Bände umfasst, wobei ein achter Band geplant ist. Im Laufe der Handlung lernt man nicht nur Claire und Jamie näher kennen und lieben, sondern auch all die Charaktere um sie herum. Jamies Familie ebenso wie Freunde und Bekannte. Der erste Band führt uns in die Geschichte ein und zeigt die Liebe der beiden auf, die Liebe und die Gefahr, in der sie leben. Besonders in den Bänden, die folgen, erweitern sich die Handlungsstränge und die verwobenen Fäden der Geschichte geben dem Leser das Gefühl hautnah dabei zu sein.

Auch wenn die Charaktere gut ausgearbeitet und überzeugend sind, wirken sie an einigen Stellen zu gut, zu robust. Jamie gelingt es nur mit einem Messer bewaffnet einen Bären zu töten. Dies wirkt unrealistisch. Zu diesem Zeitpunkt ist man aber schon so in der Geschichte gefangen, dass es ihr kein Abbruch tut.

Wer Abenteuer, Liebe, Familie, Geschichte und den vielen Lesestoff nicht scheut, seien diese Bände wärmsten ans Herz gelegt. Ich habe mit ihnen schon sehr viel Freude gehabt.