Freitag, 13. Januar 2012

[Rezension] Brandon Sanderson - Der Pfad der Winde *****

Autor: Brandon Sanderson
Titel: Der Pfad der Winde
Originaltitel: The Way of Kings - The Stormlight Archive, Book 1 (Part 2)
Reihe: Sturmlicht-Chroniken
1. Der Weg der Könige
2. Der Pfad der Winde
(weitere Bände in Vorbereitung)
Genre: High-Fantasy
Seiten: 784
Verlag: Heyne
Veröffentlichung:
8. August 2011
ISBN: 978-3453267688
Preis: 21,99 Euro

Klappentext: Roschar ist eine sturmumtoste Welt, die über Jahrtausende von übermenschlichen Kriegern regiert wurde, deren Schwerter jedes Leben auslöschen konnten. Doch die magischen Krieger sind verschwunden und Roschar droht zu zerfallen. Das Schicksal der Welt liegt nun in den Händen derer, die es wagen, die magischen Schwerter zu ergreifen . . . Mit „Der Pfad der Winde” setzt Brandon Sanderson die atemberaubende Geschichte fort, die mit „Der Weg der Könige” begann – der amerikanische Bestsellerautor hat damit ein Epos vom Weltrang des „Herrn der Ringe” geschaffen.
Dies ist die Geschichte von Dalinar, Heerführer von Alethkar und Bruder des ermordeten Königs. Krieg erschüttert das Reich in seinen Grundfesten, und seit dem gewaltsamen Tod des Königs ist die Einigkeit der mächtigsten Fürsten des Landes gespalten. Doch das ist nicht das Einzige, das Fürst Dalinar auf dem Herzen liegt: Nacht für Nacht quälen ihn unheimliche Träume und Visionen – Visionen aus einem Zeitalter, in dem der heilige Ritterorden der Strahlenden das Reich regierte, mächtige Ritter, deren Splitterklingen und Splitterpanzer jeden Menschen in einen unbesiegbaren Krieger verwandelten, und Menschen wie Götter noch Seite an Seite kämpften. Neue Hoffnung keimt in Dalinar auf, Hoffnung auf eine bessere Zukunft Roschars. Doch er weiß genau, dass Roschar nur gerettet werden kann, wenn er dem Geheimnis der magischen Klingen auf die Spur kommt . . .

Meine Meinung:
In Band 1 „Der Weg der Könige“ hat der Leser einige Charakatere kennen und sicherlich auch lieben gelernt. Kaladin, Jasnah, Dalinar, Schalan, Syl, die Brückenmänner – sie alle wurden lang und ziemlich breit eingeführt. Der Autor hat sich viel Zeit genommen, um sie vorzustellen, ihre Eigenheiten zu offenbaren und dabei wurde die Geschichte kaum bis gar nicht vorangetrieben. Im gesamten ersten Teil wurde mir nicht klar, wohin das Ganze führen soll. Welche Richtung schlägt diese Geschichte ein? Wo ist das Problem, der Konflikt, die Handlung?
Trotzdem liest sich Band 1 gut, sehr gut sogar. Und Band 2 greift all die Fragen, die man sich stellt auf, greift die Charaktere auf und beginnt die Geschichte zu erzählen, auf die man gewartet hat. Langsam, Schritt für Schritt wird sie vor einem entfaltet und nach und nach werden die Grundtendenzen erkennbar.
Es ist faszinierend mit zuerleben wie Brandon Sanderson die Fäden, die er aufgenommen hat, langsam näher zusammen führt und dem Leser nicht in ein großes sondern viele kleine Aha-Erlebnisse offenbart. Es bewährt sich, dass man die Charaktere nun kennt, wie einen liebgewonnen Freund – oder zu kennen glaubte. Umso erschrockener ist man von unerwartetem Verrat.
Es gibt die eine oder andere actionreiche oder auch brenzlige Situation für die Charaktere, aber sie schlittern nicht, wie in manch anderem High-Fantasy-Roman von einem lebensgefährlichen Abenteuer ins andere. Ihre Erlebnisse setzen ein Puzzle zusammen, sodass der Leser erkennt, wohin die Geschichte führen wird.
Dabei ist es sicherlich wie im ersten Band auch hier Kaladin, dem die Sympathien und die Herzen zu fliegen. Nein, er ist nicht makellose, strahlende Held. Er ist gebrochen, beinahe am Ende und immer wieder kurz davor (erneut) aufzugeben und trotzdem ist er ein Held, der Held dieser Geschichte. Zum Ende des zweiten Bandes wird sein Handlungsstrang endgültig mit dem von Dalinar eng verwoben.

Fazit: Es ist schwierig dieses Buch allen ans Herz zu legen, ohne etwas von der Handlung zu verraten. Soviel sei gesagt: Wer „Der Weg der Könige“ mochte, wird hier schlichtweg begeistert sein. Die Handlung macht Schritte vorwärts. Es passiert tatsächlich etwas, was die Charaktere voran bringt und nicht nur ihren Ist-Zustand beschreibt. Und auf dem Weg, den sie gehen, ist es ihnen gelungen, mich völlig in ihren Bann zu ziehen und zu verzaubern.
Ich vergebe natürlich 5 von 5 Sterne.

Über den Autor: Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (Quelle Amazon)

1 Kommentar:

  1. Hallo

    Klingt ja spannend. Ich hab im Moment aber noch einige Bücher zum Lesen und werde sie mir wohl erst nach und nach anschaffen wie auch immer. Abwarten. Auf jeden Fall ist wohl diese Trilogie auf meiner Bücherliste. Liebe Grüße Evanna

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