Sonntag, 11. März 2012

[Rezension] Stephan Knösel - Echte Cowboys


Autor: Stephan Knösel
Titel: Echte Cowboys
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13-17 Jahre
Seiten: 236
Verlag: Beltz
Veröffentlichung: 11. Juli 2011
ISBN: 978-3407742513
Preis: 7,95 Euro
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Klappentext: Sommerhitze in München. Cosmos Mutter fällt nach einem Selbstmordversuch ins Koma. Cosmo droht das Heim, er will weg, aber wohin? Auf seiner Flucht trifft er auf Nathalie und Tom. Die beiden sind auch allein, irgendwie. Bald findet sich Cosmo flirtend neben der schönen Nathalie am Baggersee wieder und die Wirklichkeit erscheint für ein paar Augenblicke nicht mehr so aussichtslos. Doch dann läuft plötzlich alles aus dem Ruder, ein Streit eskaliert und am Ende dieses Sommers ist für die Drei nichts mehr, wie es einmal war ...

Meine Meinung:
Obwohl im Klappentext nur Cosmo und Nathalie erwähnt werden, gibt es noch einen dritten wichtigen Charakter in diesem Roman. Das ist Tobias. Um sie entwickelt sich die Geschichte und es sind drei Jugendliche im gleichen Alter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Cosmo ist im Prinzip der Badboy mit weichem Kern und ziemlich verqueren Familiengeschichte. Tobias der Außenseiter, der in der Schule gemobbt wird und zu Hause nicht den Rückhalt erfährt, den er sich wünschen würde. Und dann noch Nathalie, das schöne Mädchen, in das sich beide Jungs verlieben. Das aber keinesfalls so perfekt ist, wie sie wirkt und kaum Zugang zu ihren Eltern hat, die sie schon ihr Leben lang mit Geld ruhig stellen.
Obwohl die Geschichte auf gut 200 Seiten abgehandelt wird, kann man sich doch in jeden dieser drei Charaktere hineinfühlen und die ganz eigenen Probleme dieser Person verstehen.
Bei der Konstellation zwei Jungen und ein Mädchen muss sich beinahe unweigerlich eine Liebesgeschichte entwickeln. Tatsächlich ist diese aber gut gelöst, denn es ist lange Zeit nicht klar wer hier nun zusammenfinet. Nathalie und Tobias oder doch Cosmo und Nathalie.
Es ist aber Cosmo, der eindeutig die Protagonistenrolle in dieser Geschichte trägt und die Spannung ist direkt an seiner Seite. Beim Lesen erscheint es oft sehr nebensächlich, wie die anderen handeln. Es ist viel wichtiger zu erfahren, wie es mit Cosmo ausgeht. Wie sein Leben weitergehen wird, ob er das Ruder noch einmal herumreißen kann und ob die Liebe zwischen ihm und Nathalie eine Chance hat
Mit einer einfachen Sprache, die dem Zielpublikum angepasst ist, rührt das Geschehen um diese drei Jugendlichen an existenziellen Themen, die kaum an Gültigkeit verlieren: Familie, Liebe, Eltern, Erwachsenwerden, Drogen, Schule, Zukunft. Es werden Fragen aufgeworfen, die sich wohl jeder Jugendliche gestellt hat oder noch stellen wird: Wer bin ich und wo komm ich her? Welchen Sinn ergibt das alles? Und wie soll meine Zukunft aussehen.
Für Cosmo, Nathalie und Tobias findet der Autor Stephan Knösel eine Antwort, die an manch einem Punkt vielleicht etwas weit hergeholt wirkt, weil sie alle Probleme dann allzu schnell beinahe in Luft auflösen. Gleichzeitig schafft er ein Ende, das dem Leser Raum für eigene Sepkulationen und Wünsche lässt.

Fazit: Eine spannende Geschichte um drei Charaktere, die direkt aus dem Leben gegriffen sein könnten. Der Leser findet sich in der Welt der Jugendlichen wieder und wird für ein paar Tage mitgenommen sie kennen zu lernen. Alles in allem ein gelungenes Buch.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2
Lesespaß:2-3


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Über den Autor: Stephan Knösel, 1970 geboren, hat nach einem kurzen Abstecher ins Studentenleben jahrelang in einer Videothek gearbeitet. Er lebt heute in München und arbeitet als freier Drehbuchautor. 



 
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