Dienstag, 3. April 2012

[Rezension] Josephine Mint: Smalltown Girls - Der Tod kommt selten allein


Autor: Josephine Mint
Titel: Smalltown Girls – Der Tod komt selten allein
Reihe: Smalltown Girls
1. Der Tod kommt selten allein
(weitere Bände in Planung)
Genre: Jugend-Mystery
Altersempfehlung: 12-16 Jahre
Seiten: 256
Verlag: Beltz
Veröffentlichung: 7. März 2012
ISBN: 978-3407811066
Preis: 14,95 Euro

Kurzbeschreibung: Charlie, Lu und Sunshine leben in einer öden Kleinstadt und gehen Freitagabend in die Bierbörse. Das war s dann auch schon fast mit den Gemeinsamkeiten. Wäre da nicht die mysteriöse Vision, die die Mädchen während eines Gewitters überfällt. Diese Vision besagt in aller Klarheit, dass sie alle sterben werden.
Was tun, wenn plötzlich das ganze Leben in Frage gestellt ist? Abhauen? Drogenrausch? Tun, was man schon immer tun wollte? Während Charlie in Panik gerät, bleibt ihre Freundin Lu gelassen und hängt lieber mit der Outsiderin Sunshine ab. Charlie ist eifersüchtig und verzweifelt und außerdem zum ersten Mal richtig verliebt. In Linus. Doch dann geschieht etwas, das auch Lu vom Ernst der Lage überzeugt. Und ein schrecklicher Verdacht fällt auf Linus. Es bleibt den Mädchen nur eines übrig: Sie müssen versuchen, ihren zukünftigen Mörder zu finden!

Meine Meinung:
Klappentext und Kurzbeschreibung lassen einen sehr mystischen und geheimnisvollen Jugendroman erwarten und genauso beginnt diese Geschichte auch. Innerhalb der ersten Seiten werden mehrere Zeitsprünge vollzogen und es stand zu befürchten, dass man als Leser schnell den Überblick verliert. Dies ist aber keineswegs der Fall. Es wird aber erfolgreich Spannung aufgebaut.
Dann beginn die richtige Handlung etwas ruhiger. Die Sprache ist sehr dem Lesepublikum und den jugendlichen Protagonisten angepasst, was aber sehr gut gelungen ist, da die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird. Schnell wird deutlich, dass dieser Traum oder diese Vision, die die Mädchen hatten, zwar eine Rolle spielt, aber keineswegs so ausgeprägt ist, wie zu erwarten war.
In erster Linie stehen andere Probleme der Protagonisten im Mittelpunkt. Und hier sind es die Probleme, mit denen jeder Jugendliche im Laufe der Zeit konfrontiert wird: Freundschaft, Enttäuschungen innerhalb der Freundschaft, die erste große Liebe und Zukunftsfragen. Über all diesem steht der Traum und die Befürchtung, dass sie sterben müssen.
Die Freundschaft der Mädchen erscheint über weite Teile eher wie eine Hassliebe oder eine Zweckgemeinschaft. Man möchte es teilweise kaum eine Freundschaft nennen und so bleiben auch die Reaktionen der Charaktere oft unverständlich. Lu und Charlie sind schon lange beste Freundinnen und dann vergisst Charlie einfach so, weil ihr Schwarm sie einlädt, einen Auftritt mit Lu vor der versammelten Dorfgemeinschaft. Dies wirkt unglaubwürdig, ist aber notwendig, um der Geschichte die richtige Wendung zu geben.
Alkohol, Drogen und Sex spielen immer wieder eine Rolle, was aber zu dem Leben eines normalen Jugendlichen passt. Das SIND Themen, mit denen jeder einmal zu tun hat und bei dem jeder einmal, eine Entscheidung zu treffen hat. An diesem Punkt wäre es aber vielleicht nicht schlecht gewesen die Leseempfehlung nicht schon ab zwölf Jahren auszusprechen. Ein verantwortungsvollerer Umgang mit dieser Thematik ist aber vierzehn Jahren eher gegeben.
Aufgrund des einfachen Sprachstils lässt sich dieser Teil der Geschichte innerhalb weniger Stunden lesen, doch es wird zu keinerlei befriedigendem Ende geführt, denn es folgen weitere Teile und ob die Mädchen überleben, ist dabei keineswegs vorgezeichnet. Das wird sich erst innerhalb der nächsten zwei Monate entscheiden. 
Fazit: Ich hatte mehr Mystery und etwas weniger typische Jugendthematik erwartet, aber wenn man sich erstmal auf die anderen gewohnten Vorzeichen eingelassen hat, findet der Leser eine Geschichte voller Liebe und Freundschaft, aber auch voller Anschuldigungen und Angst, die das Buch zu einem Pageturner werden lassen.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 2-3
Handlung: 2
Lesespaß:2




Über die Autorinnen: Hinter Josephine Mint verbergen sich die Autorinnen Jeanette Wagner, Miriam Sachs und Ulrike Molsen, die seit Jahren miteinander befreundet sind und mit den Smalltown Girls zum ersten Mal ein gemeinsames Projekt realisieren. Genau wie die Heldinnen der Geschichte kommen zwei von ihnen vom Land und eine aus der Stadt. Genau wie die Heldinnen könnten sie unterschiedlicher nicht sein. Und genau wie bei den Heldinnen ist ihre Freundschaft eine echte Achterbahnfahrt. Jeanette Wagner, 1968 in Wiesloch geboren, ist Filmregisseurin und Drehbuchautorin, nicht besonders groß und liebt es staubzusaugen. Miriam Sachs wuchs in einer Reihenhaussiedlung in Neukeferloh auf. Heute lebt sie in Berlin und arbeitet als Schauspielerin und Autorin. Wäre sie im 18. Jahrhundert geboren, hätte sie sich in Heinrich von Kleist verliebt. Ulrike Molsen, geboren 1973 in Berlin, ist Drehbuchautorin geworden, nachdem sie feststellen musste, dass Punk leider kein Beruf ist. Sie liebt amerikanische Fernsehserien und bittet Jeanette oft, bei ihr zu staubsaugen. (Quelle)

Kommentare:

  1. Eine schöne Rezi. Dieses Buch habe ich auch schon gelesen und fand es richtig klasse. Besonders gut hat mir das Ende gefallen, das Lust auf den nächsten Teil macht.

    LG Nicole

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  2. Schöne Rezi. Mir hat das Buch leider überhaupt nicht gefallen und irgendwie konnte es mich nicht überzeugen ... :-) freut mich aber, dass es dir gefallen hat :-)

    Liebe Grüße
    Ivi

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  3. Ich finde das Buch klasse man muss und will einfach nur lersen !

    Liebe Grüße
    Ich :D

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