Donnerstag, 17. Mai 2012

Zitate aus "Scherbenmond" von Bettina Belitz

Diese Bücher polarisieren. Mich konnte Bettina Belitz wirklich überzeugen. Auch der zweite Band ist klasse! Nun gibts aber erstmal einige Zitate, bevor bald die Rezension folgt. 

Ich wollte abwarten, bis sich mein Herz nicht mehr ganz so verwundet fühlte und all die Risse und Schnitte zu heilen begannen. Doch sie heilten nicht. Sie vernarbten nur und es reichte eine Erschütterung meiner Seele, um sie aufbrechen und von Neuem bluten zu lassen. (Seite 15)

Doch ich weinte bereits. Was machte es schon für einen Unterschied, weinend einzuschlafen, weinend von ihm zu träumen oder weinend aufzuwachen?
Mein Schlaf gehörte meinen Tränen und meine Tränen gehörten ihm. Wo immer er auch war. (Seite 30)

Er lief auf die Brandung zu, als könnten ihre Kräfte ihm nichts anhaben, den Kopf erhoben, sein schmaler Rücken gestrafft, seine Bewegungen fließend und geschmeidig wie die eines Panthers. Die Wellen zerbrachen an seiner Gestalt und die Gischt umschäumte ihn, als das Meer sich ihn nahm.
Allein blieb ich zurück und wartete darauf, dass er wiederkehrte, bevor der Sturm mich in die Nacht davonriss (Seite 166)

"Ich weiß, wem meine Gefühle gehören, Colin." Aber meine Stimme bebte und ich fühlte mich wie ein Papierschiffchen im Sturm, als ich meine Worte aussprach. Hoffnungslos verloren. (Seite 218)
"Also, mit Colin, er und du im Bett... wie ist das eigentlich so bei einem Mahr, ich meine, im Detail, du hast ja mal gesagt, die können sich nicht fortpflanzen, und wenn ich mir das konkret vorstelle... Kommt da vielleicht gar kein -"
"Es macht puff und dann rieseln ein paar Konfetti durch die Luft", schnitt ich ihm gereizt das Wort ab. (Seite 251)

Wie ich wusste, trug Colin niemals Unterwäsche - also auch dann nicht, wenn er Karate machte. Ein sehr belebender Gedanke. (Seite 382)

Eine dritte Seele war hier. Da war meine eigene, unruhig und mit den Flügeln schlagend, dann die würdevolle, aber räuberische Seele des Kätzchens. Und eine, deren Kräfte so mächtig und überwältigend waren, dass ich mir für einen Moment wünschte, meine würde sich aus dem Gefängnis meines Körpers befreien und den Möwen nach auf das Meer hinausflüchten. Oder sich mit der anderen Seele vereinen. War es überhaupt eine Seele? (Seite 384)

Kommentare:

  1. Hach, Seufz, Durchschnauf, Grins, Zitter, .... einfach toll!!! Mache mir schon Gedanken für meine Review - und es fällt mir ganz schön schwer!! War super mit dir zu lesen ;-)
    LG,
    Damaris

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    1. *hihi*

      Ja, ich mache mir auch schon Gedanken wegen der Rezi. Wollte sie eigentlich heute schreiben, aber irgendwie... es muss noch sacken. Ich werde sie wohl eher morgen schreiben. Mal sehen.

      Ja, war mit dir ebenfalls super. :) Hat viel Spaß gemacht. Freue mich schon auf Dornenkuss :)

      Drück
      Asaviel

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  2. Super Zitate! Ich habe das Buch auch auf meinem SuB liegen und will es unbedingt demnächst lesen. Zurzeit schrecken mich nur die vielen Seiten, ich greife derzeit eher zu kürzeren Büchern. Aber, bald geht es los ;)
    LG
    Yvonne

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    1. Hey, danke für das Lob.

      Ja, knapp 700 Seiten sind eine Menge, aber ich hab es wirklich ziemlich schnell gelesen. Samstags begonnen, dienstags fertig gewesen. Es liest sich gut und schnell :-)

      Grüße
      Asaviel

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