Freitag, 28. September 2012

[Rezension] Miller & Stentz - Der beste Tag meines Lebens

Autor: Ashley Miller und Zack Stentz
Titel:
Der beste Tag meines Lebens
Originaltitel:
Colin Fischer
Genre:
Belletristik
Seiten:
224
Verlag:
Droemer Knaur
Veröffentlichung: 20. August 2012
ISBN:
978-3426226285
Preis: 14,99 Euro
Kindle-Preis: 12,99 Euro

Der beste Tag meines Lebens - bei Amazon


Klappentext: Colin Fischer ist nicht wie andere Jungen in seinem Alter. Er hat das Asperger-Syndrom: Gesichter lesen, Stimmungen erkennen, Gefühle begreifen – all das ist ihm ein großes Geheimnis. Nur mit Hilfe seines Notizbuches gelingt es ihm, sich in der Welt zurechtzufinden. Doch als einer seiner Mitschüler eines Verbrechens beschuldigt wird, macht Colin sich mit seiner unvergleichlichen Logik und seinem unbestechlichen Blick auf andere Menschen daran, den Fall aufzuklären …

Meine Meinung:
Obwohl der Protagonist, Colin Fischer, ein Jugendlicher ist und die Geschichte zu einem großen Teil in der Schule spielt, haben wir es hier nicht mit einem klassischen Jugendbuch zu tun. Das Asperger-Syndrom und wie es diesen Jungen zu etwas Besonderem macht, steht im Mittelpunkt. Dabei sieht man natürlich immer wieder auch, wie merkwürdig er ist. Das lädt zum Schmunzeln ein, aber macht im gleichen Moment auch nachdenklich. Menschen mit diesem Handicap haben es nicht leicht.
Colin kann weder so automatisch wie wir Gesichtsausdrücken Gefühlen zuordnen, noch Dinge wie Ironie oder ähnliches erkennen. Dadurch entsteht im Umgang mit seinen Mitschülern, aber auch mit seinen Eltern kuriose Situationen.
Spannung entsteht zeitgleich an zwei Punkten: Zum einen ist es interessant zu erfahren, welche Mechanismen Colin für sich oder mithilfe anderen entwickelt hat, um den Alltag zu bewältigen. Wie und wann funktionieren diese Verhaltensmuster? Wann scheitern sie? Zum anderen wird dem Leser ein Kriminalroman dargeboten. In der Schule wird eine Waffe abgefeuert, ohne dass dabei Menschen verletzt werden. Trotzdem gilt es natürlich herauszufinden, wem diese Pistole gehört.
Von der ersten Seite an erhält man direkten Einblick in Colins Gefühlswelt und sofort fühlt und leidet man mit ihm. Das ist erstaunlich, denn sein Verständnis der Welt ist dem unseren doch sehr fern. Obwohl Colin immer wieder altklug wirkt, ist er keineswegs unsympathisch. Natürlich weiß man, dass er nichts für seine Art kann. Gleichzeitig sind immer wieder lehrreiche Informationen eingebaut, manche davon erscheinen vollkommen unnötig, andere sind wirklich interessant.
Im Ganzen entwickelt sich die Geschichte ungefähr so, wie der Leser erwartet. Viele überraschende Wendungen sind bei der geringen Seitenzahl auch kaum möglich. Trotzdem hat der Leser einige spannende Lesestunden mit diesem Buch, bei dem er nicht nur unterhalten, sondern auch belehrt wird, wobei es dem Autorenduo aber gelingt auf den erhobenen Zeigefinger zu verzichten.

Originalcover
Fazit: Behinderungen sind immer noch oft ein Tabuthema. Miller und Stentz gelingt es nun aber ein solches Tabuthema in einer spannenden und zugleich einfühlsamen Geschichte unterzubringen. Dabei unterhalten sie den Leser gut und tun dabei auch noch etwas dafür, dass unser Verständnis und er respektvolle Umgang mit Menschen mit Handicap steigt, ohne dass es belehrend oder aufgesetzt wirkt. 
Eine kurzweilige Geschichte, die ich jedem ans Herz legen kann.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2






Über die Autoren: Das Autorenteam Ashley Miller & Zack Stentz arbeitet schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammen. Zuletzt haben sie die Drehbücher für die Kinofilme „Thor“ und „X-Men: Erste Entscheidung“ verfasst und waren als Schreiber und Produzenten an der Hitserie „Fringe“ beteiligt. "Der beste Tage meines Lebens" ist ihr erster Roman. Das Autorenteam Ashley Miller & Zack Stentz arbeitet schon seit Jahren sehr erfolgreich zusammen. Zuletzt haben sie die Drehbücher für die Kinofilme „Thor“ und „X-Men: Erste Entscheidung“ verfasst und waren als Schreiber und Produzenten an der Hitserie „Fringe“ beteiligt. "Der beste Tag meines Lebens" ist ihr erster Roman.(Quelle)
 

Kommentare:

  1. Grüß Dich Asaviel.
    Zu Menschen mit Asperger gibt es auffälligerweise eine ganze Reihe von kleinen Filmen. Zumeist angelsächsischer Herkunft, die sich den Protagonisten unverkopft nähern. Mein Favorit ist dabei der herrlich wunderbare 'Mary and Max'.

    Dir einen farbenreichen Herbst!

    bonté

    AntwortenLöschen
  2. Das Buch klingt wirklich gut, ich war ja gerade auf der Suche nach einem neuen Buch und glaube, nun habe ich es gefunden:) Besten Dank für die Rezi!lg sara

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Und verspreche: Ich werde sie alle beantworten :)