Freitag, 30. März 2012

[Rezension] Christopher Paolini: Eragon - Das Erbe der Macht


Autor: Christopher Paolini
Titel: Eragon - Das Erbe der Macht
Originaltitel: Inheritance
Reihe: Eragon
1. Das Vermächtnis der Drachenreiter
2. Der Auftrag des Ältesten
3. Die Weisheit des Feuers
4. Das Erbe der Macht
Genre: Fantasy
Seiten: 960
Verlag: cbj
Veröffentlichung: 19. November 2011
ISBN: 978-3570138168

Klappentext: Ein schrecklicher Krieg wütet in Alagaësia. Alle Völker haben sich zusammengeschlossen und ziehen in den Kampf gegen Galbatorix, den grausamen Herrscher des Imperiums. Eragon weiß, dass er und Saphira ihm irgendwann gegenüberstehen werden. Treue Gefährten kämpfen an seiner Seite, allen voran die wunderschöne, kluge Elfe Arya. Doch der finstere König ist nahezu unbesiegbar, denn er besitzt die Macht zahlloser Drachen, deren Seelenhort, den Eldunarí, er an sich gerissen hat. Ein neuer Drache und ein neuer Drachenreiter verändern das Kräfteverhältnis. Wird Eragon Galbatorix besiegen können? Oder muss er sich geschlagen geben? Eine Prophezeiung besagt, dass Eragon Alagaësia für immer verlassen wird ...

Meine Meinung:
Die Leser der Eragon-Trilogie, die dann überraschend zu einer Saga mit vier Bänden wurde, haben lange auf dieses vierte Buch gewartet. Der große Endkampf stand bevor. Wird Galbatorix besiegt und wenn ja wie? Dann erschien das Buch, wurde von den ersten Lesern verschlungen und die Enttäuschung war groß. Es fällt schwer dann noch unvoreingenommen an den Abschluss dieser Geschichte heranzugehen.
Erst einmal ist es schön nach Alagesia zurückzukehren. Man trifft alte Bekannte wieder, die man schätzen gelernt hat. In meinem Fall gehört da Eragon nicht dazu, aber Saphira, Nasuada und vor allem Angela und Solembum.
Doch diese Freude währt nur kurz. Denn so schön es ist die Charaktere wieder zu treffen, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Handlung im Prinzip nicht voran getrieben wird. Es werden in der ersten Hälfte des Buches lediglich Kämpfe ausgetragen. Kämpfe um verschiedene Städte, einmal aus Eragons Sicht, einmal aus Rorans. Und dann kommen dann noch Übungskämpfe zwischen Eragon und den Elfen hinzu. Ohne dass etwas Bedeutendes passiert.
In jeder Situation, in der es etwas brenzlig werden könnte, kann der Leser gelangweilt abwinken: Eragon wird kaum nach dem ersten Drittel des vierten Buches schon sterben. Genauso wenig Saphira. Das bedeutet im Endeffekt wenig Spannung. Die meisten anderen Bücher hätte ich zu diesem Zeitpunkt sicherlich schon zur Seite gelegt, aber dann möchte man ja doch wissen, wie es mit den Charakteren zu Ende geht, die man ja nun auf einem langen Weg begleitet hatte.
Eragon bleibt im Übrigen wie er ist. Auch wenn im Buch behauptet wird, er hätte sich so stark verändert, kann ich dies nicht bestätigen. Zum Ende hin trifft er tatsächlich einmal selbst eine Entscheidung und setzt diese auch durch, aber das ist eine traurige Ausnahme.
Die Ergebnis der beiden Liebesgeschichten, die sich angebahnt haben, ist ungewöhnlich und deswegen hier zu erwähnen. Es ist schön, dass sich ein Autor einmal traut, nicht den gewohnten Weg zu gehen. Ohne zu viel spoilern zu wollen, muss aber gesagt werden, dass jedes romantische Herz zu bluten beginnt.
Die Entwicklungen der Handlung und auch zwischen den Charakteren bleiben über weite Teile vorhersehbar. Mit einem Geheimnis überrascht uns der Autor noch, doch der geübte Leser weiß, auf welches Ende diese Geschichte hinausläuft. Mir gefällt es sogar ziemlich gut. Es ist einerseits ein sehr gutes und friedvolles Ende, andererseits kein kitschiges "Sie lebten bis ans Ende ihrer Tage". Aber ich mochte auch das Ende vom größten und ersten aller Fantasyromane und diesem ähnelt Eragon sehr stark.
Am negativsten aufgefallen sind die vielen offenen Fragen, die sich auch nach Abschluss von Band vier stellen. Einige Beispiele, um einen Eindruck zu vermitteln: Der Leser weiß immer noch nicht, wer oder was Angela ist. Wo kommt sie her und wie ist sie zu der geworden, die sie ist? Dasselbe bei Solembum. Was bindet ihn an Angela?
Im Laufe von Band vier sehen Eragon und Saphira Männer in dunklen Umhängen aus der Ferne. Sie befinden sich an einem Ort, an dem es keine Menschen geben sollte. Es wird nie geklärt, was diese dort zu suchen hatten und wer sie überhaupt sind.
Roran wird im Kampf gegen Galbatorix Armee einmal beinahe umgebracht. Da taucht eine mysteriöse Retterin auf, die später nie wieder erwähnt wird oder gar einen Namen erhält.

Fazit: Die Geschichte wurde zu einem Ende gebracht und ich bin jetzt froh, dass ich weiß wie es ausgeht für all die Charaktere, die ich im Laufe der Zeit lieb gewonnen habe. Obwohl der Autor noch blutjung war, als er den ersten Band verfasste, ist dies eindeutig der stärkste und überaus lesenswert. Schade, dass das Niveau stetig sinkt. Lest "Das Erbe der Macht", um zu einem Ende zu finden, aber erwartet nicht zu viel.

Gesamtnote: 4
Charaktere: 3
Handlung: 4
Lesespaß: 3
Zusatz:
Abzug aufgrund der zahlreichen offen gebliebenen Fragen 

Eragon: Das Erbe der Macht  - bei Amazon 

Über den Autor: Christopher Paolini hat nie eine öffentliche Schule besucht, sondern wurde von seiner Mutter zu Hause unterrichtet. Als Jugendlicher entdeckt er die Welt der Bücher. Hingerissen verschlingt er J. R. R. Tolkien, Raymond Feist, die nordischen Heldensagen - und erschafft mit 15 Jahren eine ganz eigene, komplexe Fantasy-Welt, Alagaësia. »Eragon« erscheint zunächst im Selbstverlag der Eltern und avanciert durch Mundpropaganda zum heimlichen Bestseller. Durch den Schriftsteller Carl Hiaasen auf das Buch aufmerksam gemacht, veröffentlicht Random House USA im September 2003 die Buchhandelsausgabe, die seitdem alle Rekorde bricht. Heute wird Christopher Paolini weltweit als Autor gefeiert. Er lebt mit seiner Familie in Paradise Valley, Montana. (Quelle)

Montag, 26. März 2012

Meet&Greet im ivi-Verlag - Gewinnspiel!

Überraschend bekam ich heute eine Mail. In dieser Mail stand, dass ich gewonnen habe. 
Und das Beste: Es war kein Spam! Ich habe tatsächlich etwas gewonnen und zwar das Meet&Greet im ivi-Verlag. Mit Annina Braunmiller und einem Lektor des Verlags.
Ich bin noch immer völlig durch den Wind.
Annina Braunmiller liest "Starters" aus eben diesem Verlag in der Hörbuch-Version und der Lektor wird allen Teilnehmern etwas über den Verlag, die Autoren und die Bücher erzählen. Und ich bin dabei! Ihr glaubt gar nicht, wie ich mich freue!
Hier der Link zur ursprünglichen Gewinnspielausschreibung: *klick mich*

Und an dieser Freude möchte ich EUCH teilhaben lassen. 

Ich schenke euch einen 10 Euro Amazon Gutschein! 
Und ihr müsst nicht viel dafür tun.


Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurer Frage an Annina Braunmiller und/oder den Lektor vom ivi-Verlag! Ich werde unter den Fragen sicher die eine oder andere auswählen und beim Treffen stellen. Aber auch die, die nicht ausgewählt werden, wandern in den Lostopf!
Bitte seid kreativ, was die Fragen betrifft. Und schreibt nicht einfach von den Vorrednern ab! Überlegt euch etwas Ausgefallenes. :-)

Sollten sich mehr als 20 Teilnehmer für dieses Gewinnspiel finden, gibt es noch einen Trostpreis: 5 Euro Amazon-Gutschein! Also macht gerne ein wenig Werbung. :-)

Es gibt für jeden Teilnehmer genau 1 Los. 

Ich freue mich sehr, wenn ihr Leser werdet und regelmäßig vorbeischaut und ich freue mich auch, wenn ihr ein bisschen Werbung macht. Das ist aber alles keine Pflicht.

Bitte hinterlasst den Kommentar mit eurer Frage oder euren Fragen bis Sonntag,  1. April - 23:59 Uhr (es ist versprochen kein Aprilscherz!).
Ausgelost wird am Montag, den 2. April. Dann hat der Gewinner oder die Gewinnerin bis zum 12.4. Zeit sich bei mir zu melden. Sollte ich bis dahin nichts gehört haben, lose ich erneut aus.
Den Gutschein (oder die Gutscheine sollten sich mindestens 21 Teilnehmer finden) werde ich dann per Mail verschicken.

Nun hoffe ich auf spannende und ausgefallene Fragen!
Euch allen viel Glück!

Ach ja. Kleines P.S. Wir sind insgesamt 20 Teilnehmer. Ist von euch noch jemand mit dabei? 

Der Osterhase ist faul...

... und ich kann einfach nicht widerstehen.



Hiermit "verstecke" ich ein Osterei und es gibt für alle Blogger, die dem Osterhasten helfen, einen 10-Euro-Gutschein.
Ich habe gerade so viel um die Ohren, dass mir da die Aufmunterung durch so einen Gutschein wirklich gelegen kommt. :-)

Sonntag, 25. März 2012

[Rezension] Brandis & Ziemek - Schatten des Dschungels


Autor: Katja Brandis & Hans-Peter Ziemek
Titel: Schatten des Dschungels
Genre: Jugendbuch
Leseempfehlung: Ab 13 Jahre
Seiten: 414
Verlag: Beltz
Veröffentlichung: 24. Januar 2012
ISBN: 978-3407811073
Preis: 16,95 Euro

Klappentext: August 2025. Auf einer riskanten Demo in München verliebt sich Cat in Falk, einen jungen Naturschützer, der ihr so viel mutiger und entschlossener vorkommt als sie sich selbst. Gemeinsam kämpfen sie darum, die letzten verbliebenen Regenwälder vor Holzfällern und Konzernen zu retten, bevor es endgültig zu spät ist. Doch warum ist Falk so sicher, dass er und seine Freunde das schaffen werden? Im Dschungel von Guyana weiht Falk sie schließlich in seinen Plan ein: Es gibt einen letzten radikalen Weg, um die Vernichtung der Wälder aufzuhalten. Cat steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens... soll sie Falk dabei helfen oder versuchen, ihn zu stoppen? Denn wenn irgendetwas schief geht, kann dieses Projekt in einer Katastrophe enden...  

Meine Meinung:
Dieses Buch betrifft wichtige Themen unserer Zeit, auch wenn es in der Zukunft spielt. 13 Jahre sind vergangen. Wir schreiben das Jahr 2025 und es hat sich beinahe alles so verändert, wie es zu erwarten war. Das betrifft das Klima und eben auch die Abholzung der Regenwälder, ebenso wie die Weiterentwicklung der Technik, die uns heute schon auf Schritt und Tritt begleitet.
Es ist den beiden Autoren gelungen eine Welt zu erschaffen, die man sich in dieser Art und Weise durchaus vorstellen kann. Jeder trägt so etwas wie ein iPad - also ein tablet pc - bei sich. Es gibt für jeden funktionelle Kleidung, die Storm aus Körperwärme erzeugt. Gleichzeitig sind die Spritpreise explodiert. Nur noch wenige können sich ein Auto leisten. Nur die Hälfte der Wagen sind bisher Elektroautos. Brandis und Ziemek scheinen uns einen kleinen Blick in die Zukunft zu erlauben. Doch so faszinierend dies auch sein mag, so erschreckend kann es auch sein. Es gibt nur noch 45% der ursprünglichen Regenwaldfläche. Bei 40% droht das gesamte Weltklima zu kippen.
Genau das soll mit Aktionen und Protesten verhindert werden. Cat ist mit dabei. Während einer kleineren Demo lernt sie Falk kennen und bekommt plötzlich die Möglichkeit mit in den Regenwald zu gehen. Doch dort sollen nicht nur die Bestände der Tierarten gezählt werden. Falk und seine Freunde haben einen ganz anderen Plan.
Der Regenwald wird facettenreich und detailliert beschrieben. So gut und schön, dass man beim Lesen oft das Gefühl hat, selbst dabei zu sein. Die feuchte Luft zu schmecken, das grüne Dämmerlicht zu sehen. Das ist zusammen mit der gelungenen Zukunftsversion die große Stärke des Buches.
Die Charaktere sind es für mich leider nicht. Falk, der mysteriöse junge Mann und Cat, die sich schon im ersten Kapitel und auf den ersten Blick unsterblich in ihn verliebt. Eigentlich ist Cat eine aufgeklärte junge Frau mit einem eigenen Kopf, die selbst Entscheidungen fällen kann. Dies wird aber völlig ins Gegenteil verkehrt, wenn sie mit Falk zusammen ist. Im Dschungel blitzt etwas von dieser taffen jungen Frau wieder auf, doch am Ende wird es wieder erstickt. Das hat mich enttäuscht. Cat trifft viele Entscheidungen, die einfach für diese weitentwickelte 17jährige, wie sie grundsätzlich dargestellt wird, nicht nachvollziehbar sind. Falk als ihr Gegenpart ist über lange Zeit ein Sturkopf und völlig von seiner Meinung überzeugt. Er konnte mich nicht fesseln, auch wenn die Autoren sich bemüht haben, ihn so darzustellen.
Der Grundgedanke, der hinter der Geschichte geht: Die Warnung vor dem, was der Mensch auf unserem Planeten Erde anrichtet und dass sich das am Ende gegen uns selbst richtet, ist äußerst lobenswert und wird zum Glück ohne den Moralapostel vermittelt. Der Leser wird nachdenklich und das nicht nur in den Bereichen Holznutzung und Rodung. Auch der Fleischverzehr, Storm sparen und ähnliches werden in kurzen Szenen angesprochen.
Leider sind es aber auch diese Kleinigkeiten, die die Geschichte ab und an überladen. Kleinigkeiten, die am Ende ein "Zuviel" ergeben. Dass Cat keine Schokolade isst, weil ihr Hund gestorben ist, nachdem er eine Tafel fraß. Ein Mitglied des Dschungelteams, das eine Geschlechtsumwandlung hinter sich hat. Das sind Themen, die gerne behandelt werden dürfen, wenn sie am Ende auch etwas zur eigentlichen Geschichte beitragen. Das ist hier nicht der Fall und war daher meiner Meinung nach unnötig.
Trotzdem ist es gerade jüngeren Lesern – soll heißen dem Zielpublikum – ans Herz gelegt dieses Buch zur Hand zu nehmen und sich in den Schatten des Dschungels zu begeben. Das Buch regt erfolgreich zum Nachdenken an, sich selbst darüber bewusst zu werden, wie wir mit der Natur umgehen. Und wir können nur etwas ändern, wenn es bis ins Bewusstsein vordringt, dass etwas geändert werden muss. Hierzu können Brandis und Ziemek durchaus einen Beitrag leisten.

Fazit: Eine eindringliche Geschichte, die leider auch einige Schwächen aufweist, die nicht zu ignorieren sind. Trotzdem ist es zu empfehlen sich die "Schatten des Dschungels" einmal genauer anzusehen, um mit einem neuen Bewusstsein die gesamte Welt zu betrachten.

Gesamtnote: 2-3
Charaktere: 3
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2-3


Über die Autoren: Katja Brandis, geb. 1970, ist seit vielen Jahren begeisterte Taucherin. In den Meeren dieser Welt hat sie unvergessliche Begegnungen mit Haien, Rochen und Delfinen erlebt. An Land arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche Abenteuer- und Fantasyromane für Jugendliche veröffentlicht. Sie lebt mit Mann und Sohn in der Nähe von München. (Quelle)

Für Hans-Peter Ziemek, geb. 1960, ist die Welt unter Wasser nicht nur Passion, sondern auch Forschungsgegenstand: Als Biologe und Professor für Biologiedidaktik an der Universität Gießen arbeitet er mit seinen Stundenten regelmäßig an den Aquarien des Instituts – in denen unter anderem auch ein kleiner, sehr intelligenter Krake lebt … (Quelle)

Donnerstag, 22. März 2012

[Rezension] Kelly Creagh - Nevermore


deutsches Cover
Autor: Kelly Creagh
Titel: Nevermore
Originaltitel: Nevermore
Reihe: Nevermore
Nevermore
Band 2 und 3 in Planung
Genre: Jugendbuch/Fantasy
empfohlenes Lesealter: ab 12
Seiten: 560
Verlag: Loewe
Veröffentlichung: März 2012
ISBN: 978-3-7855-7389-1
Preis: 14,95 Euro
Nevermore - bei Amazon

Kurzbeschreibung: Als Isobel bei einem Schulprojekt dem Außenseiter Varen zugewiesen wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Überraschenderweise versteht sie sich nicht nur gut mit ihm, sie scheint sich sogar in ihn zu verlieben. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr wird sie in den Bann der geheimnisvollen Traumwelt gezogen, die Varen sich geschaffen hat. Und diese Welt birgt viele Gefahren: Bedrohliche Kreaturen dringen in die Wirklichkeit und sind nun auch hinter Isobel her. Allmählich begreift sie, dass Varen immer tiefer in die Welt seiner (Alb-)Träume zu gleiten droht. Und nur sie kann ihn retten...

Meine Meinung:
Zu Beginn wird der Leser in eine Geschichte entlassen, die steile Sorgenfalten hervorrufen kann. Eine High-School. Unsere Protagonistin ist der Star im Cheerleading-Team. Ihr fester Freund ist der Star im Baseball-Team. Sie wird für ein Schulprojekt einem der Außenseiter, mit dem sie noch nie etwas zu tun hatte oder haben wollte, zugeteilt. Gab es in dieser Kombination bisher sicherlich nicht nur einmal.
Trotzdem gibt man diesem Buch natürlich eine Chance. Insbesondere weil der Schreibstil sehr eingängig und flüssig ist, fliegen die Seiten nur so dahin und schnell wird deutlich, dass hier mehr dahinter steckt. Die Schule, die Gruppenbildung und die Cliquen sind notwendig, um den Hintergrund für etwas Größeres zu bilden. Doch was ist dieses "Größeres"?
Komplett mit dem personalen Erzähler geschildert, sieht und versteht der Leser von dem Geschehen nur das, was auch Isobel sieht und versteht. Genau wie sie muss man sich mühsam Puzzlestück für Puzzlestück zusammensetzen, um zu erkennen, was das Bild darstellen soll.
Die wichtigen Charaktere sind dabei gut ausgearbeitet: Isobel, Varren, der mysteriöse Reynold und auch Gwen. Viele der Cliquenmitglieder bleiben dabei aber etwas blass, denn zur Geschichte in der Traumwelt tragen sie nur wenig bei. Trotzdem fällt auf, dass die Isobels Clique und auch ihr Freund sich sehr schnell gegen sie wenden. Das ist etwas fragwürdig. Ist dem Mädchen die beinahe schon sadistische Ader ihrer ehemaligen Freunde nicht vorher aufgefallen? Nach kurzem Überlegen muss man sagen: Vermutlich nicht. Tatsächlich bildet dieses Verhalten ziemlich gut die Realität ab. Isobel merkt erst, wie fies und gemein ihre Cilque zu Außenseitern sein kann, wenn sie selbst zur Zielscheibe wird. Das irritiert vielleicht etwas, aber genau dasselbe Muster lässt sich auch im wahren Leben beobachten.
Der sehr trockene Humor, dem der Leser hier ausgesetzt wird, ist mit einer gehörigen Portion Sarkasmus unterlegt und kommt insbesondere im Dialog zwischen Isobel und Varen.
"Hey", unterbrach sie ihn. Sie hatte genug von seinem herablassendem Ich-hab-mehr-drauf-als-du-Mist. (...) "Nur weil ich die Sonne nicht meide wie die Pest, gerne blond bin und eine Cheerleaderuniform trage, heißt das noch lange nicht, dass ich dumm bin. Ich hab so die Schnauze voll davon."
"Nur weil ich Schwarz trage und Tagebuch schreibe, heißt das noch lange nicht, dass ich die Schule in die Luft jagen will oder hirnlose Cheerleader terrorisiere." (Seite 140)
 Und trotz der Szenen, in denen die beiden auch heftige Auseinandersetzungen austragen, kommen sie sich natürlich näher. Kelly Creagh gestaltet dies aber so, dass tatsächlich immer zu befürchten steht, dass am Ende kein Happy-End auf den Leser wartet.
Denn trotz des Witzes, der immer wieder das Lesen versüßt, ist es Edgar Allan Poe, der die Inspiration für diese Geschichte lieferte. Von ihm gibt es einige zitierte Textpassagen und er spielt im Hintergrund eine nicht unbedeutende Rolle. Die eingefleischten Poe-Fans sollten nun aber nicht erwarten, dass er auf jeder zweiten Seite auftaucht oder ähnliches. Er ist die Inspiration und trägt einen Teil der Geschichte. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Doch wo Poe auftaucht, muss es neben all dem jugendlichen Charme auch eine düstere Seite geben. Und diese düstere Seite wird ausgelebt und bringt viel Spannung mit sich.
"...warum würde Poe eine Geschichte über einen luxuriösen Palast schreiben und so viel Zeit darauf verwenden, all diese Räume zu beschreiben (...) und einen klugsinnigen Prinzen und seine Saufkumpane erfinden, wenn er am Ende doch nur alle sterben lässt?"
"Weil", sagte Varen, "am Ende immer der Tod gewinnt." (Seite 116)
 Über weite Teile hinweg ist die Geschichte nicht nur spannend, sondenr regelrecht gruselig. Vögel verfolgen Isobel und verwandeln sich vor ihren Augen. Sie wird durch den Park gehetzt und bald schon kann sie all diese Trugbilder und Alpträume kaum noch von der Realität beschreiben. Träumt sie oder ist sie wach? Ist sie gerade auf einer Party oder doch zu Hause? Aufgrund der sauber durchgeführten Erzählperspektive muss sich auch der Leser diese Frage stellen und wird damit noch tiefer in den Bann der Geschichte gezogen.
Dieses Buch hätte ein Einzelband werden können. Man könnte es stehen lassen, wie es jetzt ist, was eine kleine Gemeinheit wäre. Man hätte an einer einzigen Stellschraube drehen können und das Ende, das die Autorin erst auch vorgibt, wäre befriedigend gewesen. Doch so einfach ist es nicht. Das Ende ist offen, die Geschichte um Varen und Isobel geht weiter, denn ein zweiter und auch ein dritter Band sind bereits in Planung.

amerikanisches Cover
Fazit: Jegliche Befürchtung, die auf den ersten Seiten vielleicht aufkommen sollte, dass man hier nur eine 08-15 High-School-Romantsy-Geschichte vor sich haben könnte, bewahrheitet sich zum Glück am Ende nicht. Die Autorin schafft etwas Neues, das den Leser in seinen Bann schlägt und überzeugen kann.
So unterschiedlich sie sind, Varen und Isobel passen zusammen und ich freue mich darauf noch mehr von ihnen zu lesen.

Gesamtnote: 1-2
Charaktere: 2
Handlung: 1-2
Lesespaß: 1-2

Über die Autorin: Kelly Creagh (übrigens "Cray" gesprochen) machte 2008 ihren Abschluss in Kreativem Schreiben. Wenn sie sich nicht gerade schaurige Charaktere ausdenkt, Buchläden heimsucht oder sich wie besessen mit Edgar Allan Poe beschäftigt, tanzt sie leidenschaftlich gerne Bauchtanz. Sie lebt mit ihrer exzentrischen Terrierdame Annabel in einem alten Stadtteil von Louisville in Kentucky, der perfekten Kulisse für Geschichten voller gruseliger Geheimnisse und verwunschener viktorianischer Villen. Nevermore ist ihr erster Roman.(Quelle)

Mittwoch, 21. März 2012

[Rezension] Cassandra Clare - City of Glass


Autor: Cassandra Clare
Titel: City of Glass
Originaltitel: City of Glass
Reihe: Mortal Instruments/Die Chroniken der Unterwelt
3. City of Glass
4. City of Fallen Angels
5. City of Lost Souls
6. City of Heavenly Fire
Genre: Fantasy
Seiten: 728
Verlag: Arena
Veröffentlichung: 15. August 2009
ISBN: 978-3401061344
Preis: 19,95 Euro
City of Glass - bei Amazon

Dies ist der dritte Band. Bitte vermeidet Spoiler, indem ihr nicht weiterlest, wenn ihr Band 1 und 2 nicht kennt.

Klappentext: In Idris sind düstere Zeiten angebrochen. Als Valentin sein tödliches Dämonenheer zusammenruft, gibt es nur eine Chance, um zu überleben: Die Schattenjäger müssen ihren alten Hass überwinden und Seite an Seite mit den Schattenwesen in diesen Kampf ziehen. Um Clary vor der drohenden Gefahr zu schützen, würde Jace alles tun – doch dafür muss er sie erst einmal verraten …

Meine Meinung:
Ein Buch zu rezensieren, das den Leser am Ende beinahe sprachlos zurücklässt, bringt gewisse Schwierigkeiten mit sich. Sprachlosigkeit in angemessene Worte zu fassen ist ein harter Job und kann immer nur unzureichend erfüllt werden, man kann nur sein Bestes geben.
Mit Beginn von Band 3 dieser Reihe kommt der Leser nach Hause. Er setzt wenige Tage nach dem Ende des zweiten Bandes ein und man befindet sich sofort wieder im Mittelpunkt des Geschehens. Den Großteil der Geschichte befinden sich die Jugendlichen nun aber nicht mehr in New York, wie es vorher der Fall gewesen war. Sie brechen nach Idris auf. Jace versucht Clary daran zu hindern, um sie zu schützen. Doch dieser Versuch geht ziemlich nach hinten los. Am Ende kommen sie alle mehr oder weniger heil in dem Land der Schattenjäger an und müssen sich nun der vorerst letzten großen Herausforderung stellen. Denn Valentin ist immer noch im Besitz des Kelches und des Schwertes und er wird sie als Waffen gegen die Schattenjäger einsetzen, sollten diese sich nicht unterwerfen.
Die Spannung ist von Beginn an sehr hoch und eine Eingewöhnungszeit ist überhaupt nicht nötig. Die Charaktere sind bekannt, man hat sie lieben gelernt und folgt ihnen mit Freude in das Geschehen. Schon nach dem ersten Drittel des Buches fällt es überaus schwer, es noch beiseite zu legen und sich dem Alltag zu widmen. Wie man es schon aus "City of Ashes" gewohnt war, wechseln sich actionreiche Kampfszenen mit humorvollen Sprüchen - hauptsächlich der männlichen Charaktere - und sehr emotionalen Situationen zwischen verschiedenen Charakteren. Vor allem natürlich zwischen Jace und Clary. Die nicht dürfen, wie sie gerne möchten. In manch einer Szene kann man einfach nur schmachtend wie blöde lächeln und muss sogar die eine oder andere Träne verdrücken. Wunderbar geschrieben. Gleichzeitig nehmen diese Szenen nicht überhand, sodass Kitsch vermieden wird. Jace und Kitsch in einem Text gleichzeitig zu erwähnen, mutet auch beinahe wie Frevel an.
Wenn in Band 2 neben Jace und Clary ihr bester Freund Simon etwas mehr in den Mittelpunkt gerückt ist, nimmt dieses Mal Alec diese Rolle ein. Es macht Spaß auch über ihn etwas mehr zu erfahren. Über ihn und seine Beziehung zu Magnus. Jeder Charakter ist fein gezeichnet, mit seinen eigenen Motiven und Handlungsabsichten.
All die Fäden, die von der Autorin im Laufe der Handlung aufgenommen wurden, die sich zu einem Netz verflochten haben, das diese Geschichte trägt, werden nun nach und nach zusammengeführt. Die Charaktere kommen zusammen und versuchen mehr oder weniger erfolgreich Wege zu finden, gegen Valentin zu bestehen und die Andeutungen, die immer wieder ausgelegt wurden, fügen sich logisch in ein großes Gefüge ein, das den Leser am Ende wirklich befriedigt zurücklässt. Die wichtigen Fragen werden beantwortet und es tut sich nirgendwo ein Bruch auf, der Stirnrunzeln hervorrufen könnte. Gleichzeitig lässt Cassandra Clare das Ende soweit offen, das es einlädt zum Träumen, um sich seine eigenen Gedanken zu machen.
 
Fazit: Schon für "City of Ashes" gab es von mir die Bestnote. Für diesen Band würde ich gerne noch eine Schippe drauf legen. Die Bücher steigern sich von Seite eins des ersten Bandes bis zum letzten Satz von Band drei und enden in einem grandiosen Finale. Das Ende wird der Geschichte gerecht.
Und obwohl die "Mortal Instruments" als Trilogie geplant waren, freue ich mich darauf, die Geschichte mit "City of Fallen Angels" fortzusetzen.

Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1
Lesespaß: 1
Über die Autorin: Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Ihre Reihe Chroniken der Unterwelt sowie die neue Trilogie Chroniken der Schattenjäger wurden auf Anhieb zu einem internationalen Erfolg, ihre Bücher stehen weltweit auf den Bestsellerlisten. Cassandra Clare lebt mit ihrem Mann, ihren Katzen und einer Unmenge an Büchern in einem alten viktorianischen Haus in Massachusetts.

Dienstag, 20. März 2012

[Nezugänge03/2] Die Messe und so :-)

Ja, Zuhause ist es doch am schönsten. Die Messe hat sehr viel Spaß gemacht und ich vermisse die Mädels, die ich wieder gesehen habe, jetzt schon. Gleichzeitig bin doch ganz froh wieder zu Hause zu sein. Es war doch ziemlich anstrengend. 
Und was steht hier nun an?
Ein bisschen rumschauen, was man verpasst hat. Aber ich werde nicht alles nachlesen, was so passiert ist in den letzten Tagen. 
Zwei Rezensionen stehen aus. Ein kleiner Messebericht und dann lesen, lesen, lesen und ach ja: Hausarbeit schreiben. In 1 1/2 Wochen ist Abgabe. ;-)

UND? 
Naja, die Neuzugänge. Und obwohl ich aus Leipzig gar nicht so viel mitgebracht habe, gibt es doch einige neue Bücher vorzustellen:


Gehen wir es mal von oben nach unten durch:

Bernd Perplies: Magierdämmerung 3 - In den Abgrund
England 1897. Der Kampf um die Wahre Quelle der Magie spitzt sich zu. Jonathan Kentham und Kendra, der Enkelin des "Wächters" Giles McKellen, ist es gelungen, ein Artefakt zu schaffen, mit dem das Siegel von Atlantis wieder geschlossen werden kann. Jupiter Holmes und Randolph Brown stehen derweil vor einer unsicheren Allianz mit der magischen Inquisition des Vatikan. Doch auch der Usurpator Wellington war nicht untätig. Er hat die Quelle der Magie unter seine Kontrolle gebracht, und es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er über eine Waffe verfügt, die mächtiger ist als alles, was die Welt bis dahin gesehen hat ... 
Magierdämmerung 03. In den Abgrund - bei Amazon

Teil 1 und 2 stehen gelesen im Regal. Da war es nur eine Frage der Zeit bis ich auch Band 3 lesen würde. Und das obwohl ich große Wissenslücken habe Teil 2 betreffend. Naja, man wird sehen.
Das Buch kam in einwandfreiem Zustand via Tauschticket zu mir.

Lisa Gardner: Ohne jede Spur
Das Böse schläft direkt nebenan ... Eine junge Frau verschwindet mitten in der Nacht – ohne jede Spur. Hübsch, blond, liebevolle Ehefrau und Mutter, Lehrerin, beliebt bei ihren Schülern. Als Detective Sergeant Warren das Haus in der idyllischen Vorstadtsiedlung Bostons betritt, scheint der Fall klar: Intakte Schlösser, keine Spuren eines Kampfes oder Einbruchs – Sandra Jones hat ihre Familie verlassen. Die Medien stürzen sich auf den Fall. Und schon bald sieht alles anders aus: Der Ehemann benimmt sich höchst verdächtig, die Tochter hütet ein Geheimnis, Nachbarn und Bekannte verstricken sich in Widersprüche. Und auch Sandra Jones’ Fassade bröckelt ...  
Ohne jede Spur - bei Amazon

Sieht zwar so aus, aber ist kein Leseexemplar. Es ist eines von zwei Büchern, das ich von der Buchmesse mitgebracht habe. Es wurde verschenkt. "Haben sie Interesse an einem Krimi?" Na, wer sagt da schon 'Nein'? Und es ist ja auch für die Abwechslung mal ganz schön.

Jutta Wilke: Wie ein Flügelschlag
Ein Stipendium an einem der renommiertesten Sportinternate! Für die sechzehnjährige Jana geht damit ein großer Traum in Erfüllung. Bis sie eines Tages ihre Freundin Melanie leblos im Schwimmbecken findet und sich alles in einen Albtraum verwandelt. Jana will nicht glauben, dass Mel an plötzlichem Herzversagen gestorben ist. Aber egal, an wen sie sich wendet, überall stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Schließlich versucht sie, auf eigene Faust herauszufinden, was hinter den Machenschaften im Internat steckt, und kommt zusammen mit Mels Bruder Mika der schrecklichen Wahrheit auf die Spur ...
 Wie ein Flügelschlag - bei Amazon

Jutta Wilke konnte mich schon einmal überzeugen. "Holundermond" ist ein schönes Buch, das ich gerne gelesen. Nun hat das Jugendbuch "Wie ein Flügelschlag" besste Bewertungen und wird überall gelobt. Ich habe es mir von der Messe mitgebracht und während 45 Minuten Rückflug auch schon die ersten 80 Seiten verschlungen.

Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek
Auf einer riskanten Demo in München verliebt sich Cat in Falk, einen jungen Naturschützer, der ihr so viel mutiger und entschlossener vorkommt als sie sich selbst. Gemeinsam kämpfen sie darum, die letzten verbliebenen Regenwälder vor Holzfällern und Konzernen zu retten, bevor es endgültig zu spät ist. Doch warum ist Falk so sicher, dass er und seine Freunde das schaffen werden? Im Dschungel von Guyana weiht Falk sie schließlich in seinen Plan ein: Es gibt einen letzten radikalen Weg, um die Vernichtung der Wälder aufzuhalten. Cat steht vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens... soll sie Falk dabei helfen oder versuchen, ihn zu stoppen? Denn wenn irgendetwas schief geht, kann dieses Projekt in einer Katastrophe enden...
Schatten des Dschungels - bei Amazon

Das ist schon das zweite Buch, das diese beide Autoren gemeinsam verfasst haben. "Ruf der Tiefe" konnte mich nicht davon überzeugen, es zu lesen. Was aber an der Tiefsee-Thematik liegt, die mich einfach nicht anspricht. Dschungel ist dann schon eher meine Welt. Ich bin gespannt, was mich erwartet.

Leanne Hall: Die Nacht von Shyness 
Es gibt Dinge, die kannst du nur im Dunkeln sagen. »Wusstest du, dass die Sonne hier nicht aufgeht?« Sie lacht laut und herzhaft. Dann verebbt ihr Lachen. »Das ist dein Ernst, oder?« Ich nicke. »In ganz Shyness. Völlige Dunkelheit.« Sie stützt den Kopf auf. Ich sehe ihr an, dass sie überlegt, ob sie mir glauben soll. Ob ich spinne oder nicht. Ich weiß nicht, wie lange ich noch dasitzen kann, ohne sie zu berühren. Am Stadtrand von Shyness, wo ewige Dunkelheit herrscht, trifft Wolfboy ein merkwürdiges Mädchen. Sein Name ist Wildgirl und es erklärt Wolfboy zum Fremdenführer für eine Nacht. Auf ihrer Tour durch Shyness kommen sie nicht nur den zuckerabhängigen Kidds in die Quere, sondern auch verrückten Affen, ewigen Träumern, Döner-verkaufenden Wahrsagerinnen, teuflischen Psychiatern und einer großen Liebe – denn eine Nacht ist lang genug, um zwei Leben zu verändern. 
 Die Nacht von Shyness - bei Amazon

Beim Stöbern auf diversen Verlagsseiten hat mich dieses Buch irgendwie spontan angesprochen. Ich hoffe, dass es meine Erwartungen erfüllt und freue mich, es lesen zu dürfen.


Kelly Creagh: Nevermore

Als Isobel bei einem Schulprojekt dem Außenseiter Varen zugewiesen wird, weiß sie noch nicht, dass das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Überraschenderweise versteht sie sich nicht nur gut mit ihm, sie scheint sich sogar in ihn zu verlieben. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr wird sie in den Bann der geheimnisvollen Traumwelt gezogen, die Varen sich geschaffen hat. Und diese Welt birgt viele Gefahren: Bedrohliche Kreaturen dringen in die Wirklichkeit und sind nun auch hinter Isobel her. Allmählich begreift sie, dass Varen immer tiefer in die Welt seiner (Alb-)Träume zu gleiten droht. Und nur sie kann ihn retten ... 
Nevermore - bei Amazon
 

Während ich jetzt die Tage auf der Buchmesse war, wusste ich, dass dieses Buch sich schon auf dem Weg zu mir nach Hause befindet oder sogar schon in der Packstation liegt. Trotzdem fiel es mir schwer, mich zurückzuhalten und es nicht auf der Buchmesse auch noch mit zu nehmen. Ich weiß gar nicht so recht woran es liegt, aber das Cover sprach mich sofort an, der Klappentext liest sich gut und der Anfang spannend.
Gestern habe ich es nun tatsächlich aus der Packstation gefischt. Jetzt bin ich auf Seite 220. Das sagt schon alles oder? Bisher gefällt es mir richtig gut. :-)


Sabrina Qunaj: Elfenmagie
Die magische Elfenköngin Jahrtausende nach der Teilung Elvions erreicht die Fehde der Licht- und Dunkelelfen einen Höhepunkt. Mit dem Blut der Halbelfe Vanora könnte das Reich wiedervereint werden und die Königin Alkariel ihre alte Macht zurück erhalten. Die Dunkelelfen versuchen dies zu verhindern, indem sie das Mädchen versteckt halten. Nichts ahnend wächst Vanora in der Welt der Menschen bei ihrem Vater auf, bis das Schicksal sie eines Nachts einholt und der geheimnisvolle Glendorfil erscheint.
Elfenmagie - bei Amazon

Als ich den Verlag nach "Die Nacht von Shyness" fragte, wurde mir im selben Atemzug dieses Buch angeboten. Natürlich hatte ich es schon wahrgenommen. an so vielen positiven Rezensionen auf Amazon und diversen Blogs kommt man nicht vorbei. Clee spricht sogar von "dem besten Buch" überhaupt.
Ich bin gespannt und lasse mich überraschen, ob dieser Wälzer mit über 1000 Seiten hält, was er verspricht

Wie gefallen euch meine neuen Bücher? Was spricht euch an, was nicht so sehr und habt ihr schon etwas davon gelesen?

Zum Abschluss könnt ihr euch noch ein Bild von den Covern machen:
Hundi hat sich aufs Bild geschlichen und ließ sich nicht vertreiben  ;-)

Donnerstag, 15. März 2012

Leipziger Buchmesse - Ich bin dann mal weg

Der Frühling ist nun wirklich da.
Draußen strahlend blauer Himmel und ich habe gerade die Klamotten auf: 3/4-Hose und Shirt gewechselt. Super!

Und das Beste: Heute beginnt die Buchmesse.
Ab morgen werde ich auch dabei sein und mit einem Bild, wie es schöner nicht sein könnte (für mich) verabschiede ich mich daher fürs Wochenende. Rezensionen gibt es wieder ab Dienstag und einige von euch treffe ich ja bestimmt auf der Buchmesse. :-) 
Wer mich erkennt, einfach ansprechen. Ich beiße nicht und freue mich über jeden netten Plausch. :-)
Über Twitter (oder Handy, wenn man meine Nummer hat ;-) ) bleibe ich erreichbar!

Alle, die in Leipzig nicht dabei sein können: Genießt trotzdem das Wochenende!


Montag, 12. März 2012

[Rezension] Cassandra Clare - City of Ashes


deutsches Cover
Autor: Cassandra Clare
Titel: City of Ashes
Originaltitel: City of Ashes
Reihe: Mortal Instruments/Die Chroniken der Unterwelt
2. City of Ashes
3. City of Glass
4. City of Fallen Angels
5. City of Lost Souls
6. City of Heavenly Fire
Genre: Fantasy
Seiten: 480
Verlag: Arena
Veröffentlichung: Juni 2008
ISBN: 978-3401061337
Preis: 17,95 (Gebundene Ausgabe)
 City of Ashes - bei Amazon

Wenn du Teil 1 City of Bones noch nicht gelesen hast, lies hier nicht weiter. Schon der Klappentext enthält bedeutende Spoiler!

Klappentext: Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal - und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.Clary wünscht sich ihr normales Leben zurück. Doch was ist schon normal, wenn man als Schattenjägerin gegen Dämonen, Werwölfe, Vampire und Feen kämpfen muss? Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als der Unterwelt den Rücken zuzukehren. Doch als ihr Bruder Jace in Gefahr gerät, stellt sich Clary ihrem Schicksal - und wird in einen tödlichen Kampf gegen die Kreaturen der Nacht verstrickt.

Meine Meinung:
City of Ashes setzt wenige Tage nach dem ersten Band City of Bones wieder ein, sodass der Leser keine Probleme hat sich sofort wieder zurecht zu finden. Besonders nicht, wenn die Bücher in direktem Anschluss gelesen werden. Der Schock am Ende von Band 1 ist groß, wenn man vorher nicht gespoilert wurde und über dieses muss man erst einmal hinwegkommen. Ist das geschafft, kann man sich sofort wieder auf Band zwei einlassen.
Nun kennt man schon zu Beginn die Charaktere. Ihre Stärken und auch ihre Schwächen. Jace ist schon lange nicht mehr der Arsch, den man zu Beginn von Band 1 vielleicht in ihm gesehen hat. Man verfolgt mit Spannung, was passiert, wie sie Personen sich weiter entwickeln und miteinander agieren. Sehr gut gelungen ist, dass man nicht nur Jace und Clary besser kennen lernt, sondern auch die Charaktere, die oft auftauchen und gleichzeitig doch nur Nebenrollen einnehmen: Allen voran Simon und Alec, aber auch Isabelle und im Verlauf der Geschichte auch Max, den jüngsten Bruder von Alec und Izzy.
Cassandra Clare gelingt es eine Geschichte zu erzählen, die viele Grautöne aufweist. Bei keinem der Charaktere ist reines Schwarz/Weiß-Denken vorhanden. Sie haben alle ihr Vor- und Nachteile. Ihre Macken oder aber auch ihre guten Seiten. Selbst der Antagonist ist so gestrickt, dass die Protagonisten und auch die Leser in manchen Moment geneigt sind zustimmend mit dem Kopf zu nicken. Er ist überzeugend und ein Meister der Worte. Jeder Charakter scheint fein ausgearbeitet und das lässt dieses Buch zu einem wahren Meisterwerk werden.
Dabei wechselt die Handlung – ähnlich wie in Band 1 – zwischen spannenden und actionreichen Szenen, oft in Verbindung mit Kämpfen zwischen den Schattenjägern und Dämonen und den ruhigeren sehr emotionalen Szenen zwischen den Jugendlichen. Gemüter, die nahe am Wasser gebaut sind, sollten schon früh Taschentücher bereitlegen. Jedem, der sich in Clary und Jace hineinfühlen kann, werden gewisse Szenen sehr zu Herzen gehen.
Dabei gibt es immer wieder unerwartete Wendungen und Szenen, die es besonders in der zweiten Hälfte erschweren das Buch zur Seite zu legen. Es empfiehlt sich etwas Zeit mitzubringen, um die letzten 200 Seiten am Stück lesen zu können. Und dann gleich mit Band 3 zu beginnen, denn auch wenn der Cliffhanger nicht ganz so dramatisch ist, wie im ersten Band, ist der Leser spätestens jetzt so von den Charakteren eingenommen, dass man unbedingt weiterlesen möchte.
 
englisches Cover
Fazit: City of Ashes kann den wirklich guten ersten Band City of Bones noch einmal um Längen toppen. Sehr spannend erzählt Cassandra Clare die Geschichte um Jace, Clary und ihre Freunde und Familie weiter. Besonders ab der Mitte ist das Buch kaum noch aus der Hand zu legen.

Gesamtnote: 1
Charaktere: 1
Handlung: 1
Über die Autorin: Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt heute mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York. City of Bones ist ihr Debütroman. 


 
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Sonntag, 11. März 2012

[Rezension] Stephan Knösel - Echte Cowboys


Autor: Stephan Knösel
Titel: Echte Cowboys
Genre: Jugendbuch
Altersempfehlung: 13-17 Jahre
Seiten: 236
Verlag: Beltz
Veröffentlichung: 11. Juli 2011
ISBN: 978-3407742513
Preis: 7,95 Euro
Echte Cowboys - bei Amazon

Klappentext: Sommerhitze in München. Cosmos Mutter fällt nach einem Selbstmordversuch ins Koma. Cosmo droht das Heim, er will weg, aber wohin? Auf seiner Flucht trifft er auf Nathalie und Tom. Die beiden sind auch allein, irgendwie. Bald findet sich Cosmo flirtend neben der schönen Nathalie am Baggersee wieder und die Wirklichkeit erscheint für ein paar Augenblicke nicht mehr so aussichtslos. Doch dann läuft plötzlich alles aus dem Ruder, ein Streit eskaliert und am Ende dieses Sommers ist für die Drei nichts mehr, wie es einmal war ...

Meine Meinung:
Obwohl im Klappentext nur Cosmo und Nathalie erwähnt werden, gibt es noch einen dritten wichtigen Charakter in diesem Roman. Das ist Tobias. Um sie entwickelt sich die Geschichte und es sind drei Jugendliche im gleichen Alter, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Cosmo ist im Prinzip der Badboy mit weichem Kern und ziemlich verqueren Familiengeschichte. Tobias der Außenseiter, der in der Schule gemobbt wird und zu Hause nicht den Rückhalt erfährt, den er sich wünschen würde. Und dann noch Nathalie, das schöne Mädchen, in das sich beide Jungs verlieben. Das aber keinesfalls so perfekt ist, wie sie wirkt und kaum Zugang zu ihren Eltern hat, die sie schon ihr Leben lang mit Geld ruhig stellen.
Obwohl die Geschichte auf gut 200 Seiten abgehandelt wird, kann man sich doch in jeden dieser drei Charaktere hineinfühlen und die ganz eigenen Probleme dieser Person verstehen.
Bei der Konstellation zwei Jungen und ein Mädchen muss sich beinahe unweigerlich eine Liebesgeschichte entwickeln. Tatsächlich ist diese aber gut gelöst, denn es ist lange Zeit nicht klar wer hier nun zusammenfinet. Nathalie und Tobias oder doch Cosmo und Nathalie.
Es ist aber Cosmo, der eindeutig die Protagonistenrolle in dieser Geschichte trägt und die Spannung ist direkt an seiner Seite. Beim Lesen erscheint es oft sehr nebensächlich, wie die anderen handeln. Es ist viel wichtiger zu erfahren, wie es mit Cosmo ausgeht. Wie sein Leben weitergehen wird, ob er das Ruder noch einmal herumreißen kann und ob die Liebe zwischen ihm und Nathalie eine Chance hat
Mit einer einfachen Sprache, die dem Zielpublikum angepasst ist, rührt das Geschehen um diese drei Jugendlichen an existenziellen Themen, die kaum an Gültigkeit verlieren: Familie, Liebe, Eltern, Erwachsenwerden, Drogen, Schule, Zukunft. Es werden Fragen aufgeworfen, die sich wohl jeder Jugendliche gestellt hat oder noch stellen wird: Wer bin ich und wo komm ich her? Welchen Sinn ergibt das alles? Und wie soll meine Zukunft aussehen.
Für Cosmo, Nathalie und Tobias findet der Autor Stephan Knösel eine Antwort, die an manch einem Punkt vielleicht etwas weit hergeholt wirkt, weil sie alle Probleme dann allzu schnell beinahe in Luft auflösen. Gleichzeitig schafft er ein Ende, das dem Leser Raum für eigene Sepkulationen und Wünsche lässt.

Fazit: Eine spannende Geschichte um drei Charaktere, die direkt aus dem Leben gegriffen sein könnten. Der Leser findet sich in der Welt der Jugendlichen wieder und wird für ein paar Tage mitgenommen sie kennen zu lernen. Alles in allem ein gelungenes Buch.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2
Lesespaß:2-3


Echte Cowboys - bei Amazon 

Über den Autor: Stephan Knösel, 1970 geboren, hat nach einem kurzen Abstecher ins Studentenleben jahrelang in einer Videothek gearbeitet. Er lebt heute in München und arbeitet als freier Drehbuchautor. 



 
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Samstag, 10. März 2012

[Neuzugänge03/1] Das wars mit der Zurückhaltung beim Bücherkauf ;-)

In den vergangenen Wochen sind sehr, sehr wenige Bücher bei mir eingezogen. So wenige, dass es sich gar nicht gelohnt hat, sie euch vorzustellen. Denn meistens waren es dann noch Bücher, die gar nicht erst auf den SuB wanderten, sondern sofort in Angriff genommen wurden.

Das ist jetzt anders. Sechs neue Bücher in fünf Tagen kann ich verzeichnen. Meine Zurückhaltung ist dahin und ich bin wieder im Bücher-Kauf-Tausch-Rausch. ;-)








Elisabeth Herrmann - Lilienblut

Ewigkeiten stand dieses Buch nun auf meinem Wunschzettel und dann fiel es mir gestern bei einem Ausflug nach Ulm in die Hände und wollte mitgenommen werden. Wer kann da schon "nein" sagen?

Anika Beer - Als die schwarzen Feen kamen

Ein ganz aktuelles Buch, das eigentlich erst Montag auf den Markt kommen sollte. *psst* Habe es schon gestern in der Buchhandlung ergattert. ;-)

Wenn ich richtig informiert bin, sind das beides Einzeltitel. Was ich im Moment bevorzuge. Ich lese schon viel zu viele Reihen.

Andrea Schacht - Kyria und Reb - Bei Amazon
Ursula Poznanski - Saeculum - Bei Amazon

Da stöberte ich vor einigen Tagen ganz unbedarft auf Tauschticket und entdecke diese beiden Bücher und was ist? Sie sind von der lieben Damaris. Na, da musste ich dann sofort zuschlagen, denn eins war klar: Diese Bücher sind im Top-Zustand! So ist es auch. Und ich freu mich riesig. Danke nochmal! :-)

Kai Meyer - Die Unsterbliche (Die Alchimisten II) - Bei Amazon

In wenigen Tagen erscheint Band 3 dieser Trilogie. Die neue Ausgabe von "Die Alchimistin" habe ich hier schon stehen und sie sieht so wunderschön aus. Band 2 musste auch unbedingt her. Da ist es nun und wird sicher bald gelesen.

Daniel Kehlmann - Die Vermessung der Welt - Bei Amazon

Dieses Buch fällt etwas aus dem Rahmen und manch einer ahnt es schon: Es ist mal wieder ein Unibuch, aber sicherlich ein Buch, das ich hier auch rezensieren werde. Es ist ziemlich aktuell (Originalausgabe 2005).


Ja, jetzt würde ich am liebsten sofort alle Bücher gleichzeitig lesen, aber das geht ja leider nicht. Also Stück für Stück gehe ich nun an diese wunderbaren Bücher heran und kann schon verraten: Es sind noch ein paar Bücher auf dem Weg zu mir. ;-)

Freitag, 9. März 2012

[Rezension] Cassandra Clare - City of Bones


deutsches Cover
Autor: Cassandra Clare
Titel: City of Bones
Originaltitel: City of Bones
Reihe: Mortal Instruments/Die Chroniken der Unterwelt
1. City of Bones
2. City of Ashes
3. City of Glass
4. City of Fallen Angels
5. City of Lost Souls
6. City of Heavenly Fire
Genre: Fantasy
Seiten: 512
Verlag: Arena
Veröffentlichung: 15. Januar 2008
ISBN: 978-3401061320
Preis: 17,95 Euro (Gebundene Ausgabe)
City of Bones - bei Amazon

Zusammenfassung auf Hazy Memories

Klappentext: Die fünfzehnjährige Clary lebt mit ihrer Mutter in New York. Als diese entführt wird, lüftet Clary das Familiengeheimnis: Ihre Mutter gehörte einst der Bruderschaft der Shadowhunter an, einer Gruppe, die seit über tausend Jahren Dämonen jagt. Nach und nach beginnt auch Clary in diese Welt einzudringen. Doch die Welt der Dämonenjäger ist zerrissen. Werden Clary und ihre Freunde es schaffen, ihre Mutter zu retten? 

Meine Meinung:
Dies ist eines der Bücher, die in letzter Zeit die Lesewelt bewegt haben. Die gesamte „Mortal Instruments“-Reihe ist auf Blogs und in Foren in aller Munde. So war klar, dass ich diese Geschichte auch verfolgen muss.
Ich war zum Glück vorgewarnt, dass das Buch eher schleppend in Gang kommt. Der Leser wird zwar einerseits ohne Vorwarnung ins kalte Wasser geworfen, trifft auf Dämonen und die Bruderschaft der Shadowhunter. Andererseits liest sich das Buch zu Beginn zwar gut, aber keineswegs überragend. Es bahnt sich zwischenmenschlich recht schnell das typische Problem an, dass wohl zwei Kerle dasselbe Mädchen (Clary) haben wollen. Währenddessen suchen aber alle gemeinsam, das heißt im Prinzip ein Haufen Jugendlicher, nach Clarys Mutter. Das ist soweit nicht außergewöhnlich und auch in seiner Darstellung einem Fantasy-Jugendbuch angepasst. Zudem ist der männliche Protagonist, Jace, mindestens bis zur Hälfte eher noch während der ersten zwei Drittel der Geschichte über weite Strecken einfach unsympathisch. Er ist arrogant, völlig von sich überzeugt und überheblich.
Im Laufe der Geschichte lernt man ihn besser kennen und obwohl seine überhebliche Art nicht verschwindet, kann man den jungen Mann verstehen und er zeigt auch die Seiten von sich, die man gerne sieht: Einsatzbereitschaft, Liebenswürdigkeit, Coolness und auch eine sanfte Art.
Ab der Hälfte nimmt die Geschichte nun Fahrt auf, es wird spannender und es gibt ab jetzt eine sehr ansprechende Mischung zwischen ruhigen Dialogszenen, spannungsgeladenen Actionszenen und witzigen Kommentaren. So fliegen die Seiten bald nur noch so dahin und auf den letzten 150 wollte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen.
Es ist bei dieser Geschichte meiner Meinung nach sehr wichtig, dass ihr sie euch vorher nicht spoilern lasst. Ich war am Ende völlig geschockt, konnte (und wollte) es nicht glauben. Glaube es bist jetzt immer noch nicht. Und ich bin erstaunt, dass ich von dieser Entwicklung vorher noch nirgendwo etwas gelesen habe. Aber das ist auch gut so. Wenn diese Wende am Ende des Buches vorher bekannt ist, verdirbt es einen großen Teil des Lesespaß. Daher verrate ich hier natürlich absolut nichts und kann euch nur empfehlen das Buch schnell selbst zu lesen. 

englisches Cover
Fazit: Die Geschichte kommt eher langsam in Gang und zieht den Leser erst nach und nach in seinen Bann. Jeder der Charaktere ist fein ausgearbeitet und macht innerhalb der wenigen Tage, die hier geschildert werden eine Entwicklung durch. In der zweiten Hälfte wird das Buch dann richtig stark und zu einem grandiosen Pageturner.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2


Über die Autorin: Cassandra Clare wurde in Teheran geboren und verbrachte die ersten zehn Jahre ihres Lebens in Frankreich, England und der Schweiz. Da ihre Familie ständig umzog, wurden Bücher ihre besten Freunde. Sie lebt heute mit ihrem Freund und zwei Katzen in Brooklyn, New York. City of Bones ist ihr Debütroman.




  
Ein Klick, um mich Scherbenmond näher zu bringen :-)

Donnerstag, 8. März 2012

[Kino] Filmstarts 8.3.2012

Gehen wir also in die zweite Woche mit der Vorstellungen der Filmstarts. Letzte Woche kam es gut an und ich freue mich auch dieses Mal wieder auf eure Meinungen und Kommentare zu den einzelnen Filmen. Unten findet ihr dann meine Kinoliste, also was ich demnächst noch sehen möchte. :-)

John Carter - Fantasy  - USA 2012
SciFi-Fantasy um einen Soldaten im US-Bürgerkrieg, der plötzlich auf einen fremden Planeten gerät. Großes Spektakel nach den Kultromanen des "Tarzan"-Autors!

Dieser Film ist jetzt schon wieder in aller Munde. Es ist ein Fantasy bzw. Sci-Fi Film und die sind derzeit ja groß im Kommen. Ich kann mich mit Science-Fiction überhaupt nicht anfreunden und schon der Trailer lässt mich nur den Kopf schütteln. Ein Film, den ich nicht sehen werde. Aber vielleicht ist er ja etwas für euch. 



Haywire - Thriller- USA 2011
Steven Soderberghs weibliche Action-Antwort auf Jason Bourne heißt Mallory Kane und wird furios-fulminant von Mixed-Martial-Arts-Meisterin Gina Carano verkörpert. 

Das ist schon eher wieder etwas nach meinem Geschmack. Ich habe schon länger keinen richtigen Actionfilm gesehen. Mit wilden Verfolgungsjagden und spannenden Kampfszenen. 
Dieser Film kommt ganz klar auf meine Liste. :-) 


Die vierte Macht - Thriller - Deutschland 2011
Politthriller um einen Klatschreporter, der in Moskau erst Zeuge eines Mordes und dann zum Terrorverdächtigen wird. 

Ich mag Moritz Bleibtreu als Schauspieler ganz gerne. Auch die Thematik ist auf jeden Fall interessant. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass mir diese Gefängnisszenen beinahe etwas zu heftig sind. Aber es ist FSK 12. Hm, was sagt ihr? Meinte ihr da lohnt sich ein Kinobesuch?




Weitere Kinostarts (Links führen zu Trailern)
Barbara: Drama um eine Ärztin in der DDR zwischen Fluchtgedanken und zwei Männern auf beiden Seiten der deutsch-deutschen Grenze. 
Beauty: Gefühlvolles Drama über einen Familienvater, dessen unterdrückte Sexualität und Selbstbetrug ihn in den persönlichen Abgrund zu ziehen drohen. 
Kario 678: Beeindruckend gespieltes Drama über drei ägyptische Frauen, die sich gegen die von der Gesellschaft stillschweigend geduldete sexuelle Unterdrückung wehren. 
Mommy is Coming: Ausschweifender Queer-Film über ein junges lesbisches Pärchen und dessen Beziehungswirrungen inmitten der Metropole Berlin. 
Schilf - Alles, was denkbar ist, existiert: Psychologischer Krimi um zwei miteinander konkurrierende Jugendfreunde. Nach dem gleichnamigen Roman von Bestsellerautorin Juli Zeh.  
Versicherungsvertreter - Die erstaunliche Karriere des Mehmet Göker: Doku über den schillernden Unternehmer, der - als Aufsteiger gefeiert - schließlich der Untreue und Insolvenzverschleppung verdächtigt wurde.

"Schilf - Alles, was denkbar ist, existiert" sieht im Trailer aucht gut aus. Kommt aber in keinem Kino in meiner Nähe. 

Meine Kinoliste:
Die Gefährten (gesehen und bewertet)
Ziemlich beste Freunde (gesehen - Bewertung folgt)
Die Reise zur geheimnisvollen Insel (läuft schon nicht mehr im Kino und nichts Gutes gehört)

Extrem laut und unglaublich nah (läuft auch schon nicht mehr - vielleicht entdecke ich es doch noch irgendwo, sonst kauf ich es dann auf DVD)
Haywire

Bleibt also erst einmal nur Haywire. Mal sehen, ob sich das nächste Woche unterbringen lässt. Ist aber eher unwahrscheinlich, weil ja auch die Buchmesse ansteht. Wir werden sehen.
Und bei euch? Welchen Film möchtet ihr gerne sehen?