Sonntag, 26. August 2012

[Rezension] Gabi Neumayer - Als die Welt zum Stillstand kam

Autor: Gabi Neumayer
Titel:
Als die Welt zum Stillstand kam
Genre:
Dystopie/Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Seiten:
446
Verlag:
Beltz-Gelberg
Veröffentlichung: 20. August 2012
ISBN: 978-3407811202 

Klappentext: Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt – das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen. Und sie müssen einander finden. Denn vielleicht hat der Tod von Celies Mutter etwas mit dem Zusammenbruch des Netzes zu tun ... Ein spannender und beunruhigender Roman von Gabi Neumayer über die Auswirkungen des Zusammenbruchs der modernen Welt, wie wir sie noch nicht kennen.

Meine Meinung:
"Die meisten von uns waren auf ihrem kleinen Stück Treibeis gestrandet und trieben ziellos umher. Und nur die wenigsten ahnten, dass die verheerenden Stürme erst noch kommen sollten" (Seite 7)


Erwartet hatte ich beinahe, dass wir mitten drin starten, dass das Netz schon zusammengebrochen ist, dass Chaos herrscht und man sich gemeinsam mit den Charakteren in diesem Chaos zu Recht finden muss. Aber so ist es nicht. Die ersten paar Kapitel bleibt alles ruhig. die drei Protagonisten Celie, Alex und Bernie werden eingeführt, es gibt durch Rückblicke mit Hilfe von Tagebucheinträgen mehr Hintergrundinformation. Die Spannung ist trotzdem von Beginn an hoch. Das ist der Idee des Beamens zu verdanken. Man wünscht es sich ja so oft, dass es ganz einfach möglich wäre und hier ist es nun Alltag. Im Jahr 2036.
Schon in den wenigen Kapiteln, in denen man die Protagonisten kennen lernt, erkennt man auch ihre Stärken, ihre Schwächen und ihre wichtigen Charakterzüge. Sie drei sind alle sympathisch und alle grundverschieden, dabei kann man sich schnell in jeden von ihnen hinein fühlen. Die Tagebucheinträge sind ein schönes Mittel, um die Zeit zwischen Jetzt und der Zukunft zu überbrücken, zu verstehen wie die Welt geworden ist, wie sie 2036 ist. Die Erzählerperspektive wechselt regelmäßig zwischen den drei Protagonisten und um einen Einblick ins gesamte Weltgeschehen zu geben, werden auch in bedeutenden Situationen komplett fremde Charaktere gezeigt. Diese muss man nicht genau kennen, um zu verstehen, was uns die Autorin zeigen will. Zum Beispiel das Chaos, das in dem Moment entsteht, wenn plötzlich das Netz zum Beamen ausfällt.
Damit wird ein realistisches Szenario der Zukunft aufgebaut. Gabi Neumayer gelingt es ohne Schwierigkeiten etwas zu erschaffen, dass man sich wirklich vorstellen kann, dass der Leser als mögliche Zukunft annehmen kann. Unterstützt wird dies durch die vielen wissenschaftlichen Aspekte, die angesprochen werden. Das ist ein zweischneidiges Schwert, denn die einen werden die wissenschaftliche Seite faszinierend finden, wissen wollen wie das Beamen und die Roboter funktionieren, für andere ist es eher anstrengend und mühsam sich da durch zu kämpfen. Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Aber beide Parteien kommen auf ihre Kosten, denn die Haupthandlung kommt nicht zu kurz. Es werden viele verschiedene Fragen und Probleme aufgeworfen. Die Charaktere gehen unterschiedlichen Problemen nach, bevor sie erstmals aufeinander treffen und so bricht der Spannungsbogen niemals ein. 
All diese Punkte führen dazu, dass das Buch trotz einer eingängigen Sprache konzentriert gelesen werden muss, um die Zusammenhänge zu verstehen und immer mittendrin zu sein. Andernfalls kann es passieren, dass die Geschichte mehr an dem Leser vorbeifließt, ohne dass er davon berührt wird. Hier ist die Altersempfehlung ab 12 vielleicht etwas zu früh angesetzt. 
Besonders bemerkenswert, aber gleichzeitig nur ein Detail, ist dass die Autorin vermittelt, wieviel sie von Sprache versteht. Das Buch spielt in der Zukunft und Gabi Neumayer legt ihnen Worte in den Mund, die heute definitiv nicht zur Alltagssprache gehören. So wird in Fremdsprachen (Spanisch und Hindi) geflucht, das ist ganz normal, so wie wir heute einige englische Kraftausdrücke benutzen. Und statt "mega-", wie in "megacool", heißt es jetzt "tera-", also "teracool". So funktioniert Sprache. "Mega" ist irgendwann langweilig und aufgebraucht, dann suchen sich die Sprecher neue Ausdrücke, ganz intuitiv ohne sich darüber Gedanken zu machen. Das wird hier im Buch nicht erklärt und wer es nicht weiß, kann sich eventuell an diesen ungewohneten Ausdrücken stören. Wer es aber weiß, kann es anerkennen und den Flair des Zukünftigen auf sich wirken lassen.

Fazit: Eine Geschichte mit einem spannenden Zukunftsszenario, das den Leser schon auf den ersten Seiten zu faszinieren weiß. Viele Fäden werden am Ende zu einem realistischen und durchaus befriedigenden Ende zusammengeführt, bei dem aber sicher nicht alles voller Friede und Freude ist. Obwohl Gefahren durch neue Erkenntnisse der Wissenschaft sowie Fehler der Menschheit angesprochen werden, verzichtet die Autorin auf den erhobenen Zeigefinger und regt trotzdem zum Nachdenken an.

Gesamtnote: 1-2
Charaktere: 1
Handlung: 2
Lesespaß: 1-2 

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Über die Autorin:  Gabi Neumayer wurde 1962 geboren. Sie lebt und arbeitet seit einigen Jahren in Bergheim. Nach dem Studium der Linguistik in Köln arbeitete sie als Fachautorin und Redakteurin für verschiedene Zeitschriften und Loseblattwerke, schrieb Ratgeber über verschiedene Themen auf dem Gebiet des berufliches Schreiben und betreute als Lektorin zahlreiche Sachbücher.
Inzwischen schreibt sie vor allem für Kinder – unter anderem Krimis, Science-Fiction-Geschichten, deutsch-englische Lernkrimis und Bände für die Sachbuchreihe „Frag doch mal die Maus!“. (Quelle)
Auf ihrer Seite findet man noch einige weitere Informationen zu den Charakteren aus "Als die Welt zum Stillstand kam", sowie auch zur Welt und zum wissenschaftlichen Teil: *klick mich*

Samstag, 25. August 2012

[Rezension] Jay Asher & Carolyn Mackler - Wir beide, irgendwann

Autoren: Jay Asher & Carolyn Mackler
Titel:
Wir beide, irgendwann
Originaltitel:
The Future of us
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Seiten:
400 Seiten
Verlag: cbt
Veröffentlichung: 27. August 2012
ISBN:
978-3570161517
Hardcover-Preis: 17,99 €
Kindle-Preis: 13,99 €
Wir beide, irgendwann - bei Amazon

Klappentext: Was wäre wenn ..., ich dich heute küsse?
Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

Meine Meinung:
Diese Geschichte spielt sich 1996 ab. Für mich wirkt das eigentlich noch gar nicht so lange her. Ja, ich war da auch noch ein (kleines) Mädchen, kann mich aber gut an diese Zeit erinnern. Das Zielpublikum (12-15 Jahre), war zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht geboren und kann sich auch nicht aus eigener Erfahrung daran erinnern, dass es Zeiten ohne Internet und vor allem auch ohne Handys gab. Am besten funktioniert diese Geschichte jedoch, wenn man sich gerade daran erinnert. Mit einem Schmunzeln im Gesicht oder einem wissenden Nicken und dem guten Gefühl, dass man es trotzdem geschafft hat sich zu verabreden, auch ohne Handy, ohne Facebook. 
Aber Facebook spielt eine wichtige Rolle. Obwohl es noch nicht erfunden wurde, können sich unsere beiden Protagonisten einwählen und einen Blick in ihre Zukunft erhaschen. In die Zeit genau 15 Jahre später. Sie sehen, was sie selbst in ihren Profilen schreiben: Was sie arbeiten, wen sie lieben, wen sie geheiratet haben, wie sie sich fühlen, was es zum Essen gibt. Und sie merken ganz schnell, dass kleinste Veränderungen der Gegenwart Einfluss auf die Zukunft haben. 
Das wird dem Leser dann wechselnd aus Emmas und Joshs Perspektive erzählt. Die beide kennen sich schon ewig und man selbst hat beim Lesen bald das Gefühl mindestens schon genauso lange dabei zu sein. Die Charaktere sind sauber herausgearbeitet und sympathisch. So kann der Leser sich schnell in sie hineinversetzen und mit beiden mitfühlen. 
Die Sprache ist dem Jugendbuch angepasst und damit relativ einfach. So wird die Geschichte zu einem Page-Turner, der sich in kürzester Zeit lesen lässt. Den Autoren ist es gut gelungen die Sprache der Jugendlichen den 90er Jahren anzupassen und nicht die heute modernen Begrifflichkeiten der Alltagssprache zu verwenden. Das ist ein kleines Detail, das aber großen Einfluss auf den gesamten Flair des Buches hat. 
Rasch schreitet man voran in dieser Liebesgeschichte und bald ist auch klar, wie es enden muss. Die Charaktere um Emma und Josh sind oft eher stereotyp und die Handlung, die sich weniger mit Facebook und damit mit der Zukunft beschäftigt, ist auch typisch. Schnell erkennt der Leser, wie das Ende sein wird. Das nimmt etwas die Spannung, aber bei einer Liebesgeschichte kann man trotzdem noch einige schöne Lesestunden mit den beiden Protagonisten erleben. 
Die leise und nie direkt ausgesprochene Kritik am Umgang der Nutzer mit Facebook dringt vielleicht sogar auch zu dem einen oder anderen Leser durch und regt zum Nachdenken an. Muss wirklich die ganze Welt wissen, was ich esse?

Originalcover
Fazit: Eine kurzweilige Liebesgeschichte, die mit sauber herausgearbeiteten Charakteren überzeugen kann und mit einer faszinierenden Idee besticht. Wie gerne würde doch jeder von uns einmal in die Zukunft schauen und sie sogar direkt beeinflussen können. Kleiner Wehmutstropfen ist nur die Vorhersehbarkeit der Handlung.



Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2-3

Über die Autorin: Carolyn Mackler wurde 1973 in New York City geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann und ihrem Sohn lebt. Sie schreibt Kurzgeschichten, Essays und Jugendbücher, für die sie in Amerika mehrfach ausgezeichnet wurde. (Quelle)
Über den Autor:  Jay Asher ist der Autor des weltweiten Bestsellers "Tote Mädchen lügen nicht", der in über 30 Länder verkauft und u.a. für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde. Seinen neuesten Roman, "Wir beide, irgendwann" verfasste er gemeinsam mit Carolyn Mackler. Er lebt in Kalifornien. (Quelle)

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Carolyn Mackler: 




Jay Asher: 



Dienstag, 21. August 2012

[Rezension] Michael Römling - Schattenspieler

Autor: Michael Römling
Titel:
Schattenspieler
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Seiten:
352
Verlag:
Coppenrath
Veröffentlichung: Juni 2012
ISBN:
978-3815753071
Preis: 14,95 Euro

Klappentext: April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.

Meine Meinung:
Der zweite Weltkrieg ist oft ein abschreckendes Szenario. Das liegt einerseits natürlich am Krieg selbst, der immer mit Gewalt und Leid einhergeht. Der zweite Weltkrieg betrifft jeden Deutschen dann noch im Besonderen. Geht den Deutschen oft besonders nahe. Macht betroffen. Und dann wird man in der Schule damit auch noch immer wieder über Jahre hinweg konfrontiert, ohne dass man sich wehren kann. Das kann das Interesse sicherlich unter Umständen vergrößern, aber sicherlich auch abschreckend wirken. Will man dann noch privat Bücher aus dieser Zeit lesen? 
Selbst wenn man dies eher mit einem Schulterzucken oder zweifelnd beantwortet, darf man sich an den "Schattenspieler" wagen. Ein Jugendbuch, das während der letzten Kriegstage spielt, aber dabei nicht den Krieg und das Leid in den Mittelpunkt rückt. Das heißt nicht, dass hier verschwiegen oder gar beschönigt wird. Nein, was passiert ist in dieser Zeit wird auch genauso formuliert, aber es stellt eben nicht den Grund der Handlung dar. Dies ist vielmehr ein Krimi. Man begibt sich mit den jugendlichen Charakteren auf eine Schatzsuche.
Ein Manko der Geschichte ist, dass man doch das Gefühl hat, dass die Begegnung der Charaktere, die erst einmal getrennt voneinander eingeführt werden, sehr zufällig herbeigeführt wird. Zufällig geht der eine dort hin, zufällig kommt der andere dazu und der nächste ist dann zufälligerweise auch auf dem Weg dorthin. Natürlich müssen sie aufeinandertreffen, damit die Geschichte funktionieren kann, aber eine etwas weniger willkürliche Motivation hätte mir doch besser gefallen. Die Handlung selbst ist aber spannend. Die Schätze, die weggeschafft werden, das skrupellose Vorgehen der Beteiligten.
Hier sollte daraufhin gewiesen werden, dass die Altersempfehlung eingehalten werden sollte. Wir haben es mit einem Jugendbuch zu tun, ja. Aber unter 14 Jahre alt sollte dieser Jugendliche nicht sein, denn er wird des Öfteren mit Gewalt konfrontiert. Die Gewalt des Krieges, aber auch Gewalt im direkten Zusammenhang mit dem Schatzraub.
Die Sprache wiederrum ist dem Zielpublikum auf jeden Fall angepasst und so lässt sich das Buch für den geübten Leser innerhalb kürzester Zeit lesen.

Fazit: Eine lesenswerte Geschichte mit einem Setting, das gerade für den jugendlichen Leser nicht ganz gewohnt und damit auch noch nicht ausgetreten ist. Der Krieg wird hier angemessen thematisiert, ohne dass es zu aufdringlich erscheint. Damit ergibt sich eine spannende Geschichte, die einige Stunden Lesespaß mit sich bringt.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2
Lesespaß: 2


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Montag, 20. August 2012

Neuzugänge im Juli und August


Wie seit einigen Monaten schon möchte ich euch ja in der Mitte des Monats meine neuen Bücher der vergangenen vier Wochen vorstellen. Das hat dieses Mal nur mit Verspätung geklappt. ;)
Positiv ist, dass hier nicht so viele Bücher eintrudeln, weil ich ja auch nicht so viel lese. Das scheint sich auch in der nächsten Zeit zumindest nicht grundlegend zu ändern. Ich habe viel anderes um die Ohren und im Kopf, da lese ich im Moment teilweise tagelang nicht. Aber mir geht es gut und da muss dann eben der Blog mal ein wenig zurückstecken.
Nun aber zu den Büchern des letzten Monats:


Fangen wir mal unten an:

Michael Römling: Schattenspieler
Kurzbeschreibung: April 1945: Berlin liegt in Schutt und Asche, und die Rote Armee steht bereits vor den Toren der Hauptstadt. In den Wirren der letzten Kriegstage kreuzen sich die Wege von Friedrich und dem jüdischen Jungen Leo, der die Nazizeit in dunklen Kellern überleben konnte. Beide sind auf der Jagd nach einem großen Geheimnis: Irgendwo in Berlin liegt ein unsagbar wertvoller Schatz verborgen, den ein hochrangiger SS-Offizier vor Kriegsende noch schnell beiseiteschaffen will. Bald finden die Freunde eine heiße Spur. Doch die Zeit wird knapp, denn Friedrich und Leo sitzt ein mächtiger Gegner im Nacken, der vor nichts zurückschreckt.


Jay Asher: Wir beide. Irgendwann
Kurzbeschreibung: Was wäre wenn ..., ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...


Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry
Kurzbeschreibung: Eigentlich wollte er nur zum Briefkasten. Dann geht er 1000 Kilometer zu Fuß.
Ein unvergesslicher Roman, der die ganze Welt erobert.

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«

Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

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John Green: Das Schicksal ist ein mieser Verräter
Kurzbeschreibung: „Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

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Daniel Hanover: Dolch und Münze - Das Drachenschwert
Kurzbeschreibung: Hauptmann Marcus Wester war der Held vieler Schlachten. Doch in den Jahren als Söldner hat er vor allen Dingen gelernt, dass das Überleben das einzig Wichtige ist. Da werden er und seine Männer zu einem Kampf gezwungen, den sie nicht gewinnen können. Wester wendet alle Tricks an, um seine Leute am Leben zu halten. Bis er Cithrin begegnet. Die junge Waise benötigt dringend Hilfe – und sie bewahrt einen Schatz, der wertvoller ist als alles, was sich der Hauptmann vorstellen kann.

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Ally Condie: Die Auswahl
Kurzbeschreibung: Das System sagt, wen du lieben sollst - aber was sagt dein Herz?
Stell dir vor, du lebst in einer Welt, die ein absolut sicheres Leben garantiert. Doch dafür musst du dich den Gesetzen des Systems beugen: den Menschen lieben, der für dich bestimmt wird. Was würdest du tun? Für die wahre Liebe dein Leben riskieren? Für die 17-jährige Cassia ist heute der wichtigste Tag ihres Leben: Sie erfährt, wen sie mit 21 heiraten wird. Doch das Ergebnis überrascht alle: Xander, Cassias bester Freund, ist als ihr Partner vom System ausgewählt worden. Als jedoch, offenbar wegen eines technischen Defekts, das Bild eines anderen Jungen auf dem feierlich überreichten Microchip auftaucht, wird Cassia misstrauisch. Kann das System wirklich entscheiden, wen sie lieben soll? »Als ich »Cassia & Ky« gelesen habe, spürte ich dieselbe Begeisterung wie bei den »Biss-Romanen«.« Jodi Reamer, die Entdeckerin von Stephenie Meyer

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Ally Condie: Die Flucht
Kurzbeschreibung: Nach ›Die Auswahl‹ von Ally Condie jetzt endlich der 2. Band der Bestsellerserie um Cassia & Ky
Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.
Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg.  Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky  –  sondern auch nach sich selbst.

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Und da ich mit meinen Neuvorstellungen so spät dran bin, kann ich euch auch noch einen Nachzügler präsentieren:

Gabi Neumayer: Als die Welt zum Stillstand kam
Kurzbeschreibung: Die Freunde Celie, Alex und Bernie könnten ein rasantes Leben genießen und sich sehen, wann und wo immer sie wollten. Doch der tragische Tod von Celies Mutter, Erfinderin des Tornetzes, hat einen Schatten auf ihre Freundschaft geworfen. In ihrer Trauer will Celie alles hinter sich lassen. Bis plötzlich die Katastrophe eintritt – das Netz versagt. Wie alle anderen auch sitzen die drei Freunde fest: Alex in Berlin, Celie in Irland, Bernie in der mecklenburgischen Wildnis. Jeden Tag fällt die Welt um sie herum ein Stück mehr auseinander: Städte ohne Strom und Wasser werden zu Todesfallen, Krankheit, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Die zivilisierte Welt kollabiert. Celie, Alex und Bernie müssen jeder für sich ums Überleben kämpfen. Und sie müssen einander finden. Denn vielleicht hat der Tod von Celies Mutter etwas mit dem Zusammenbruch des Netzes zu tun ... Ein spannender und beunruhigender Roman von Gabi Neumayer über die Auswirkungen des Zusammenbruchs der modernen Welt, wie wir sie noch nicht kennen.

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Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Amanda Hocking - Die Tochter der Tryll: Verborgen

Autor: Amanda Hocking
Titel:
Die Tochter der Tryll - Verborgen
Originaltitel:
Trylle Trilogy 1 - Switched
Reihe: Die Tochter der Tryll
1. Verborgen
2. Entzweit (September 2012)
3. Vereint (Oktober 2012)
Genre:
Fantasy
Seiten:
304
Verlag:
cbt
Veröffentlichung: 27. August 2012
ISBN:
978-3570161449
Preis: 12,99 Euro
Klappentext: Wendy Everly lebt ein Leben als Außenseiterin, bis Finn sie in die Welt der Tryll entführt. Endlich versteht Wendy, wer sie wirklich ist. Doch das magische Reich der Tryll ist tief entzweit. Nur Wendy ist mächtig genug, das Volk zu einen – wenn sie bereit ist, alles zu opfern ...

Als Wendy Everly sechs Jahre alt war, versuchte ihre Mutter, sie umzubringen: Sie sei ein Monster. Elf Jahre später entdeckt Wendy, dass ihre Mutter recht gehabt haben könnte, als der geheimnisvolle Finn sie aufsucht. Finn ist ein Gesandter der Tryll – magisch begabte Wesen, die in ihrem Äußeren Menschen gleichen, aber nach eigenen Gesetzen leben. Wendy begreift, dass ihr Leben eine Lüge war: Sie selbst ist eine Tryll – und nicht nur irgendeine. Sie ist die Tochter der mächtigen Königin Elora. Bald steckt Wendy mitten in einer gefährlichen Intrige – um den Thron und um ihr Herz ...

Meine Meinung:
Die Aufmachung dieses Buches, dieser kompletten Trilogie, sticht sofort ins Auge. Das rote Cover ist ein Blickfang und begeistert. Man ist als Betrachter geneigt sofort alle Bedenken bezüglich des Inhalts über Bord zu werfen und diesem genialen Cover auch eine gute Geschichte zu attestieren. Nur die Erfahrung macht den Leser vorsichtig und so kam bei mir recht bald die Ernüchterung. 
Der Anfang ist noch sehr gut gelungen und spannend. Der erste Satz, der ja so wichtig ist, um den Leser zu fesseln, ist herausragend. Umso enttäuschter war ich, als die Geschichte danach sehr schnell abbaute, an Gehalt verlor.
Im Moment ist es zwar üblich die verschiedensten Kreaturen und Gestalten in ein urbanes Fantasy-Setting unterzubringen und die Tryll scheinen hier etwas Neues mit sich zu bringen. Sie sind Trolle, was im ersten Moment zwischen all den Vampiren, Werwölfen und Gestaltwandlern hervorsticht. Leider sind sie Trolle, die fast gänzlich Menschen gleichen und lediglich noch ein paar magische Fähigkeiten oben drauf erhalten haben. Dass sie ungern Schuhe tragen und sich ihre Haare nur schwer bändigen lassen, reißt es nicht raus. Aus Trollen mit eigenem Gesellschaftssystem hätte man einfach mehr machen können, vor allem spannenderes. 
Der Handlungsverlauf ist bald vorhersehbar. Der Verlag ist zwar ein Jugendbuchverlag und sicherlich ist die Leseerfahrung hier noch nicht die höchste. Trotzdem werden auch die Teenager, die die angestrebte Zielgruppe sind, schnell erkennen, wohin diese Geschichte führen wird. Wer sich in wen verliebt, wer in welchem Verhältnis zueinander steht. Dadurch kommt dann doch Langeweile auf, die beinahe soweit geht, dass ich das Buch hin und wieder gerne zur Seite gelegt hätte. 
Zu allem Elend blieben mir die Charaktere dann noch fern. Wendy, Wendys Mutter, ihr Bruder, aber auch alle anderen, die so trifft, scheinen lediglich stereotypische Rollen übernommen zu haben. Dadurch sind sie leicht Kategorien zuzuordnen. Wendys Mutter nervt einfach nur noch. Sie gibt sich äußerst gefühlskalt ihrer Tochter gegenüber, aber es ist deutlich, dass sie gar nicht so empfinden. Das lässt mit den Augen rollen und den Kopf schütteln.
Die Geschichte lässt sich schnell lesen. Der Schreibstil ist einfach, dem Publikum angepasst und erfahrene Leser brauchen für die dreihundert Seiten sicherlich nur wenige Stunden. Ein gutes Argument, um sich vielleicht selbst einmal eine Meinung zu bilden, denn es gibt sie: Die begeisterten Leser. Ich gehöre trotz hoher Erwartungen im Vorfeld leider nicht dazu.

Originalcover
Fazit: Leider gelingt es Amanda Hocking nicht mich mit ihrer Geschichte um die Tryll zu überzeugen. Zu viel Altbekanntes taucht hier auf. Die "Trolle" wirken zu menschlich und gewöhnlich. Die Charaktere bleiben stereotypisch und hölzern, Gefühle erreichen den Leser beinahe überhaupt nicht und die Handlung kennt man aus diversen anderen Geschichten. Alles scheint irgendwie vorhersehbar. Schade, ich hatte mehr erwartet und mehr erhofft. 


Gesamtnote: 4-5
Charaktere: 4-5
Handlung: 4-5
Lesespaß: 4-5







Über die Autorin: Amanda Hocking, geboren 1984, lebt in Austin, Minnesota. Sie wurde im Zeitraum von Dezember 2010 bis März 2011 mit ihren selbst verlegten Romanen überraschend zur Auflagen- und Dollar-Millionärin. Inzwischen hat die ehemalige Altenpflegerin Filmrechte für eine ihrer Trilogien verkauft. Hocking gilt als derzeit erfolgreichste selbst verlegte Schriftstellerin der Welt. Vor Kurzem schloss die Autorin mit dem US-Verlag St Martin's Press einen Vertrag über eine mehrbändige Jugendbuchreihe ab. (Quelle)

Weitere Bücher der Autorin:  
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Freitag, 3. August 2012

[Rezension] Boris Koch - Feuer im Blut

Autor: Boris Koch
Titel:
Feuer im Blut
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 12-15 Jahre
Seiten:
232
Verlag:
Beltz & Gelberg
Veröffentlichung: 9 Juli 2012
ISBN:
978-3407740533
Preis: 8,95 Euro
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Klappentext: Es ist Nacht. Mark, Sandro und Bender dürften eigentlich nicht in der Schule sein. Aber sie wollen den brisanten Artikel ihrer Schülerzeitung unbedingt ans Schwarze Brett heften. Am nächsten Morgen der Schock: In der Nacht hat es in der Turnhalle des Gymnasiums gebrannt. Die drei geraten ins Visier. Um ihre Unschuld zu beweisen, müssen sie wissen, wer hinter dem Feuer steckt. Bald finden sie erste Hinweise, doch als Sandro plötzlich verschwindet, nimmt die Sache bedrohliche Ausmaße an … Ein ungeheuer packender Roman, unverstellt, direkt und verdammt spannend!

Meine Meinung:
Die Geschichte beginnt mittendrin, wie der Klappentext. Die drei Jungs sind in der Schule und hängen ihre verbotene Schülerzeitung auf. Und so geht es auch immer weiter. Der Leser ist immer mittendrin, steht nie abseits. Wird tief hineingezogen in das Leben dreier Freunde, die viel verbindet und gleichzeitig unterschiedlicher nicht sein könnten. Ganz menschlich also.
Gewöhnungsbedürftig ist zu Beginn ganz sicher die Sprache. Die Perspektive wechselt immer zwischen Mark, seinem kleinen Bruder Sandro und deren Kumpel Bender. Sie alle drei gehen auf die gleich Schule und Boris Koch trifft mit unglaublicher Präzision den jugendlichen Jargon, der im Moment aktuell ist. Als Erwachsener, der sich beinahe immer um eine Sprache bemüht, die wenig Soziolekte (das heißt gruppenspezifische Einfärbungen) aufweist, mutet dies erst einmal sehr ungewohnt an. Doch wenn man sich gleichzeitig auch etwas mit der Jugend beschäftigt, weiß man: Ja, sie sprechen tatsächlich so. Außerdem gelingt es dem Autor diese Sprache nicht gekünstelt, übertrieben darzustellen, wie es sonst oft in Jugendbüchern geschieht.
Die angesprochenen Themen in diesem kurzem Roman sind so vielfältig wie das Leben selbst. Natürlich geht es im Kern darum, dass es in der Schule gebrannt hat und unsere drei Protagonisten in der gleichen Nacht dort waren, aber viele weitere Themen werden mehr oder weniger ausführlich angerissen. Dazu gehören Schule, Freundschaft, Familie - also Eltern und Geschwister, der Sport - hier insbesondere Fußball und Skaten, Musik, Zusammenhalt, Rassismus und ja, auch Mädchen spielen eine Rolle. Zumindest für Bender. Das Interesse der Brüder ist hier noch nicht sonderlich ausgeprägt. Alles in allem präsentiert sich der Krimi als ein echtes "Jungsbuch", endlich einmal. Für Mädchen oder junge Frauen gibt es haufenweise Bücher auf dem Markt, wenn ich an dieser Stelle auf die ganze "Romantasy"-Sparte hinweisen darf. Aber für heranwachsende Kerle? Obwohl hier Gefühle vermittelt werden, endet es nicht in Gefühlsduselei und es stehen Themen im Mittelpunkt, die oft eher Jungs betreffen. Gerade Fußballfans sei das Buch auch nahgelegt, denn dieser Teil spielt eine einnehmende Rolle.
Trotzdem wird der Leser jetzt nicht mit irgendwelchen Details über diesen Sport gelangweilt. Dafür wäre gar kein Platz und das Tempo der Geschichte ist zu hoch. Die Szenen springen und der man fühlt sich selbst zurückversetzt in das Jugendalter, in dem das Leben sehr kompliziert scheint und förmlich an einem vorbeirast.
Am Ende gelingt dem Autor eine sinnvolle Auflösung, die zwar zu erahnen war, aber nicht direkt vorhersehbar. Es ist etwas fragwürdig, ob Jugendlichen in dem Alter und mit den Verbindungen tatsächlich gelingen würde, was hier in den letzten zwei Kapiteln abgehandelt wird, aber auf dieses Gedankenspiel habe ich mich gerne eingelassen. Sehr realistisch ist hingehen die Beschreibung der Aufdeckung der Motive des Brandstifters und die Konsequenzen, die sich daraus ergeben oder eben nicht ergeben.

Fazit: Ein Buch, das beste Unterhaltung bietet - für Viel- und Schnellleser aber aufgrund der wenigen Seiten nur ein kurzes Vergnügen. Viele Themen werden angesprochen, die Jugendliche direkt betreffen und ich freue mich endlich mal ein Buch auch und insbesonders für Jungs im Alter ab 12 empfehlen zu können. Denn es soll ja auch Jungs geben, die gerne lesen oder dies noch herausfinden könnten.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 2
Handlung: 2
Lesespaß: 1-2

Über den Autor: Boris Koch, geboren 1973, wuchs auf dem Land südlich von Augsburg auf, anschließend leistete er Zivildienst in einer Kinderpsychiatrie. Er studierte mehrere Semester Alte Geschichte und Neuere Deutsche Literatur in München. Inzwischen lebt Boris Koch als freier Autor in Berlin. Bei Beltz & Gelberg erschienen bisher die Krimis "Feuer im Blut" (Hansjörg-Martin-Preis), "300 kByte Angst" sowie die Anthologien "Gothic - Dark Stories" und "Gothic - Darker Stories". (Quelle)

Weitere Bücher des Autors: 
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Donnerstag, 2. August 2012

Zitate aus "Dark Canopy" von Jennifer Benkau

Die Note für dieses Buch steht schon fest. Unumstößlich. Die Rezension folgt ganz bestimmt bald. Aber mit diesen Zitaten gibt es schon mal einen kleinen Einblick:
Mein Messer nahm er mit, ebenso meinen Stolz. Den Rest von meinem Leben - und das war zu diesem Zeitpunkt ich mehr viel - ließ er auf dem vollgepinkelten Waldboden zurück. (Seite 12)

"Jedes neu geschaffene Kind bekommt einen Namen. Sie wählen diese Namen aus Büchern, die sie in den Bibliotheken finden, und nachdem sie ein Kind benannt haben, verbrennen sie das Buch, aus dem sein Name stammt."
Ich runzelte die Stirn.
"Es ist ein Symbol", fuhr Mina fort. Ein Ritual, das für Einzigartigkeit steht."
"Sie verbrennen unsere Geschichte, unser Wissen - für ein Ritual?" (Seite 110)

"Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bitte dich nicht. Ich gebe Befehle."
"Damit wir uns nicht falsch verstehen", flüsterte ich so leise, dass er es vielleicht ahnen, sicher aber nicht hören konnte. "Das geht mir am Arsch vorbei."
In der nächsten Sekunde wurde mir klar, dass er es doch gehört haben musste. (Seite 151)

Man kann lesen und schreiben lernen, man kann lernen zu reiten und zu kämpfen und Pläne zu machen. Was man nicht lernen kann, ist, richtig auf jemanden zu reagieren, der das eigene Weltbild ins Schwanken bringt. (Seite 264)

Mein Messer war mir eins so vertraut gewesen wie meine eigene Gefühlswelt. Jetzt schnitt ich mich daran. Am einen wie am anderen. (Seite 387)