Montag, 25. Februar 2013

[Rezension] Heather Brewer - Vladimir Tod hat Blut geleckt

Autor: Heather Brewer
Titel:
Vladimir Tod hat Blut geleckt
Originaltitel:
Eighth Grade Bites:The Chronicles of Vladimir Tod
Reihe: Vladimir Tod
1. Vladimir Tod hat Blut geleckt
2. Vladimir Tod beisst sich durch
3. Vladimir Tod hängt todsicher ab
4. Vladimir Tod kämpft verbissen
5. Vladimir Tod ist ganz schön untot  
Genre: Jugendbuch/Fantasy
Altersempfehlung: ab 12 Jahren
Seiten:
205
Verlag:
Loewe Verlag
Veröffentlichung: 28. Februar 2011
ISBN: 978-3785570272
Preis: 7,95 Euro
Vladimir Tod hat Blut geleckt - bei Osiander
Vladimir Tod hat Blut geleckt - bei Amazon

Kurzinhalt:
Vlad hat das bissige Etwas!
Wenn er sich aufregt, fährt er die Zähne aus.
Wenn er nicht schlafen kann, macht er sich einen Becher Blut warm.
Wenn er nicht zur Schule kommt, dann weil ihm Untote an die Gurgel wollen ...
Klingt schräg?
Willkommen im Leben von Vladimir Tod, Halbvampir!
„Vladimir Tod hat Blut geleckt“ ist der erste Band der Vladimir Tod-Pentalogie. (Quelle)


Meine Meinung:
Vlads Herz sank ihm bis in den Bauch, quetschte sich dann weiter sein Bein hinunter und flutschte mit einem Plopp aus dem Loch in seinem Schuh, bevor es auf dem Boden landete und zerbrach. So jedenfalls fühlte es sich an. (Seite 21) 
 Dafür, dass er ein halber Vampir ist, Blut als Nahrungsmittel braucht und immer wieder Schwierigkeiten hat eben diese Tatsache vor seinen Mitschülern zu verbergen, schlägt Vlad sich wirklich tapfer und verliert dabei nicht seinen Humor.
Ganz klar war mir schon vor dem Lesen: Ich gehöre nicht mehr zur Zielgruppe und das ist gerade dann ein Problem, wenn es um Humor geht, denn meistens kann auch nur der Lachen, der sich in irgendeiner Weise angesprochen fühlt. Das war hier für mich tatsächlich schwierig, aber ich werde versuchen eine objektive Bewertung abzugeben und etwas über das Buch zu sagen, was die Zielgruppe auch interessiert.
Es geht hier also um ein Publikum, das gerade 12 geworden ist. Ich denke so in der Stufe 12-15jährige werden sich sicher geneigte Leser finden, die mit Vlad viel Spaß und ein rasantes Abenteuer erleben werden. Zumindest den Beginn davon.  
Im ersten Moment nimmt die Geschichte nur langsam Fahrt auf. Dem Leser wird Vladimirs Alltag präsentiert und vorgestellt. Wie jeder normale Junge in seinem Alter geht er in die Schule und hat auch die normalen jugendlichen Probleme: Die besten Freunde, Sport und auch Mädchen werden mehr und mehr zum Thema für die Halbstarken. Gleichzeitig kümmert sich Vlad noch darum nicht als das erkannt zu werden, was er ist. Außerdem hat er immer noch an dem frühen Tod seiner Eltern vor wenigen Jahren zu knabbern. Das alles wird dem Leser langsam nahe gebracht, sodass ein Großteil des Buches verstreicht, ohne dass wirklich Spektakuläres vonstatten geht. 
Das änder sich dann aber plötzlich schlagartig. Die Ereignisse überschlagen sich, nachdem Vlad sich sicher ist, dem Mörder seiner Eltern auf die Spur gekommen zu sein. Es kommt zu Entführung und auch zu Gewalt. Ich bin mir sicher, dass die Geschichte in diesem Moment so spannend wird, dass kein Jugendlicher das Buch noch zur Seite legen kann. Stattdessen wird es nun bestimmt in einem Rutsch durchgelesen.
Das ist keine Schwierigkeit, denn der Schreibsti ist relativ einfach und den Adressaten angemessen. Der Humor, der auch in den unmöglichsten Situationen immer wieder zum Vorschein kommt, lässt die Seiten schnell dahingleiten. Zusätzlich ist das hier ja eher ein Büchlein, als ein Buch. Es lässt sich schnell verschlingen. Erwähnenswert ist auf jeden Fall die Aufmachung mit eingeschwärtzen Kapitelanfängen, die das düstere der Vampirnatur hervorheben. 
Besonders gut gefallen hat mir, dass hier der Vampirhype auf die Schippe genommen wird, ohne dass es allzu lächerlich wirkt. Auch wer gerne mal Vampirbücher liest, in denen diese Gestalten sehr kuschelig sind, wird trotzdem gemeinsam mit Vlad darüber lachen können, dass in seinem Hamburger Blut versteckt wird. 
Gerade für Jungs ist die Geschichte aus der Feder von Heather Brewer gut geeignet. Es wird nicht sehr gefühlsduselig. Mädchen spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dafür ist der Protagonist männlich und er hat einen besten Freund. Gemeinsam müssen sie schon einiges durchstehen und die Spannung ist für Jugendliche durchweg angemessen. Und alle Charaktere sind durchweg sympathisch. Der Leser kann sich schnell in sie hinein und mit ihnen mitfühlen.
Mich selbst, um einen Bogen zum Anfang zu schließen, konnte die Geschichte leider nicht so fesseln, dass ich die Folgebände unbedingt lesen will. Aber trotzdem kann ich jedem, der sich von dieser Rezension angesprochen fühlt, das Buch ans Herz legen. Eine gelungene Geschichte, die nur in mir leider den falschen Leser getroffen hat. 


Über die Autorin: Heather Brewer war wie Vladimir ein eher ungewöhnlicher Teenager. Sie trug mit Vorliebe Schwarz, tanzte unter dem Vollmond und verschlang förmlich jedes Buch, das ihr zu nahe kam. Zugegeben, sie hat sich seither wenig verändert. Heutzutage trifft man Heather häufig an ihrem Schreibtisch an, wo sie in ihrem coolen Schlafanzug (schwarz mit Häschen drauf) neue Geschichten verfasst. Noch immer tanzt sie unterm Vollmond und verschlingt jedes Buch in Reichweite. Außerdem nimmt sie in voller Kostümierung an Mittelalterspektakeln teil, wo sie ganz in ihrer Rolle aufgeht. Heather glaubt nicht an Happy Ends – es sei denn, es fließt Blut. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Missouri, USA. (Quelle)

Kommentare:

  1. Hi Asaviel,
    Vlad ist mir so sehr ans Herz gewachsen, dass ich die ganze Reihe einfach lesen musste :) Das Ende war wirklich spannend und ich bin froh, dass ich Band 1 damals als Geschenk erhalten hab. Sonst hätte ich wohl nie zu der Reihe gegriffen.
    Zu alt fand ich mich persönlich für den Humor nicht (24), aber das ist ja eher subjektiv.

    Komisch fand ich, dass ab Band 4 die von dir angesprochenen schwarzen Kapitelanfänge einfach nicht mehr vorhanden waren. Insgesamt hat die Reihe von oben betrachtet dann nämlich nicht mehr zusammen gepasst. Aber das hat ja nichts mit dem Inhalt zu tun.

    Vielleicht läuft dir ja Band 2 mal zufällig über den Weg und du riskierst doch noch mal ein paar Seiten ;)

    Alles Liebe,
    Lesegiraffe

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich bin auch 24 und hab mich zu alt gefühlt, aber wie du sagst: Das ist wirklich geschmackssache. Ich habe oft damit zu "kämpfen", dass Humor an mir vorbeigeht. ;)

      Mal sehen, falls Band 2 mir wirklich zufällig über den Weg läuft, schau ich sicher mal rein. ;)

      Viele Grüße
      Asaviel

      Löschen
  2. Ich gehöre zwar auch schon nicht mehr zur Zielgruppe, aber Vlad ist mir im Verlauf der fünf Bücher richtig ans Herz gewachsen und er wird mit der Zeit ja auch reifer und die Geschichte wird ernster.
    Aber ich erinnere mich noch, dass ich diesen Teil hier am schwächsten fand.

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Und verspreche: Ich werde sie alle beantworten :)