Montag, 3. Juni 2013

[Kurz-Rezension] Mirjam Mous - Boy 7: Vertraue niemanden, nicht einmal dir selbst

Autor: Mirjam Mous
Titel:
Boy 7 - Vertraue niemanden, nicht einmal dir selbst
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 11-13 Jahre
Seiten:
268
Verlag:
Arena
Veröffentlichung: Januar 2011
ISBN:
978-3401065625
Preis: 12,99 Euro

Klappentext: Boy 7 kommt auf einer glühendheißen, kahlen Grasebene zu sich und weißt weder, wohin er unterwegs ist, noch woher er kommt. Er weiß nicht einmal mehr, wie er heißt. Die einzige Nachricht auf seiner Mailbox stammt von ihm selbst: „Was auch passiert, ruf auf keinen Fall die Polizei.“ Wer ist er? Wie ist er hierher geraten? Und wem kann er vertrauen? (Quelle)

Meine Meinung:
Der Beginn dieser Geschichte gestaltete sich für meinen Geschmack etwas zäh. Ich hatte seitenlang das Gefühl zu wissen, was passiert und dass mich das Buch nicht überraschen könnte. Das hat sich dann aber nach einiger Zeit tatsächlich noch geändert.
Die Geschichte um Boy 7 ist in drei Teile untergliedert. Dabei erzählt der Junge im ersten und letzten Teil selbst und im mittleren Teil dominieren Notizbucheinträge, die er in der Vergangenheit gemacht hat. Gerade der Beginn dieses Abschnittes war erst gewöhnungsbedürftig. Aber dann nimmt die Geschichte an Fahrt auf und ich wurde wider Erwarten doch noch überrascht und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. 
Die Personen sind klar strukturiert und bleiben dabei in ihren Handlungsmustern plausibel. Die Autorin beschränkt sich dabei auch auf einige wenige Charaktere, in die sich der Leser dafür besser hineinfühlen kann. Dabei steht natürlich Boy 7 immer im Mittelpunkt. 
Mirjam Mous stellt all die Ungeheuerlichkeiten, die in dieser Geschichte nach und nach ans Tageslicht kommen so dar, dass man tatsächlich glauben kann, dass es so etwas gibt oder zumindest geben könnte und gleichzeitig kann man nur hoffen, dass der Mensch nie diese Entwicklung machen wird. 
Das Ende wird zu einem furiosen Finale, das für ein Jugendbuch, das hauptsächlich mit der psychologischen Ebene arbeitet fast ein wenig übertrieben ist. Aber die Spannung wird auch hier noch einmal angeheizt, darum kann man dies so hinnehmen und mit dem Protagonisten mitfiebern. 
Oft habe ich bei Jugendbüchern das Gefühl, dass die Altersempfehlung zu niedrig angesetzt wird. Wenn ich mir vorstelle, dass ich diese Geschichte mit elf Jahren gelesen hätte, wird mir ganz anders. Ich wäre sehr geschockt gewesen. Bei mir hätte es eine Familie gegeben, die den Redebedarf abgedeckt hätte, aber davon kann man nicht immer ausgehen. Wenn man das Buch also eher als 13-15jährige/r in die Hände bekommt, ist das sicher ein passendes Alter. 
Übrigens ist das auch ein Buch für die Jungs. Spannend, etwas technologisch und keine Liebesgeschichte, die in diesem Alter ja oft abschreckend wirkt. 
Einem eher mäßigen Beginn folgt also eine sehr spannende Geschichte, die sich zu einem Pageturner entwickelt. Bald konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

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