Mittwoch, 18. September 2013

[Rezension] Michael G. Manning: Dunkle Götter 1 - das Erwachen

Autor: Michael G. Manning
Titel:
Dunkle Götter 1 - Das Erwachen
Originaltitel:
The Blacksmith's Son
Reihe:
Dunkle Götter
1. Das Erwachen
2. Der Bund
3. The Archmage Unbound  (engl. Titel)
4. The God-Stone War (engl. Titel)
Genre: Fantasy
Seiten:
352
Verlag:
Piper

Veröffentlichung: 14. Mai 2013
ISBN:
978-3492702904
Preis: 16,99 Euro
Das Erwachen - bei Osiander
Das Erwachen: Dunkle Götter 1 - bei Amazon

Klappentext:
Seine Herkunft ist dunkel. Sein Leben ein Geheimnis. Seine Bestimmung – Magie ... Der junge Mort verfügt über Fähigkeiten, die es eigentlich nicht geben darf: Magie ist in seiner Welt längst vergessen. Und mit seiner Gabe bringt er die dunklen Götter gegen sich auf.

Nachdem seine Eltern bei einem Attentat ums Leben kamen, wächst der junge Mort bei einem Hufschmied auf. Seine wahre Herkunft kennt er nicht. Doch bald erwachen in ihm magische Fähigkeiten – lebensgefährlich in einer Welt, die die Magie längst verbannt hatte. Gemeinsam mit seinen Gefährten Dorian und Penny erlernt Mort das magische Handwerk – und gerät damit dem finsteren Lord Devon in die Quere, der nicht nur für Mort, sondern auch für Penny zur größten Bedrohung wird. Dabei ist Devon nicht ihr einziger Gegner. Denn bald findet Mort heraus, dass er sich gegen eine schier unbesiegbare Macht gestellt hat: einen dunklen Gott.

Meine Meinung:
"Elena wachte jedoch nicht mehr auf. In der folgenden Nacht verschied sie ganz still. Ihr Sohn weckte die Eldridges am nächsten Morgen mit seinem Schreien. Anscheinend spürte er, dass die Mutter von ihm gegangen war." (Seite 21)

Die wunderschöne Aufmachung dieses Fantasybuches lässt den potenziellen Käufer in der Buchhandlung sofort danach greifen. Die Farbe ist bestechend und gerade, dass hier auf die typischen Darstellungen von Frauengesichtern oder Männer mit Waffen verzichtet wird, lässt die Ornamente besonders wirken.
Nach einem mystischen und auch eindrucksvollen Prolog, in dem sehr viele Fragen aufgeworfen werden, beginnt die tatsächliche Geschichte gut 16 Jahre später mit dem Jungen Mort. Die Handlung spielt in einem mittelalterlichen England. Der technische Fortschritt der Industrialisierung hat noch nicht stattgefunden. Es laufen aber auch nicht diverse Fantasygestalten herum. Selbst Magier gibt es in dieser Welt kaum noch, denn sie sind angeblich mit dem letzten großen Magiergeschlecht beinahe ausgestorben. Mort weiß lange nicht, dass er eben zu dieser Familie gehört. Aber jetzt erwachen seine Kräfte und er gerät fast automatische in merkwürdige und dann auch gefährliche Situationen und macht sich viel schneller als ihm lieb ist sogar Feinde. Von den Magiern abgesehen sind es auch die Götter, die dieses Englang von dem uns bekannten im Mittelalter unterscheidet.
Die Sprache ist einfach gehalten. Dadurch lässt sich die Geschichte sehr gut lesen, aber es gibt auch nicht diese "Aha-Erlebnisse", die ein besonderer Stil, eindrucksvoller Umgang mit Sprache oder schlicht Sätze, die den Leser mitreißen oder berühren, hervorrufen kann. Besonders auf der emotionalen Ebene bleibt die Handlung dem Leser eher fern, auch wenn sie handwerklich gut und gut durchdacht ist. Logikfehler sind nicht zu finden, nur eine Länge in der Mitte erschwert noch einmal das Lesen. Der Moment, in dem man die Charaktere kennen gelernt hat, durchschaut, welche Kräfte Mort hat und wo der Konflikt liegt und bevor die Handlung dorthin gelangt, dass der Konflikt offen ausbricht, ist leider nicht perfekt gelöst.
Michael G. Manning gelingt es aber besondere auch witzige Charaktere zu kreieren. Es ergibt sich, dass drei bis vier Jugendliche sich zusammentun und gerade die humorvollen Kommentare und Neckereien lockern die Geschichte immer wieder auf. Hier muss der Autor nur acht geben den Bogen nicht zu überspannen, denn es ist beinahe ab und an etwas viel Witz, der die Spannung, die besonders im letzten Drittel deutlich spürbar ist, durchbricht.
Zusammen ergibt das eine Geschichte, die gewoben wird aus den Elementen der mittelalterlichen Fantasy, Freundschaft, die Proben ausgesetzt wird, entstehender Lieb und dem großen Thema des Erwachsenwerdens. Das ist nicht höchst anspruchsvoll, aber eine schöne Geschichte, die sich schnell lesen lässt und deren Charaktere bald ans Herz wachsen, sodass man auf jeden Fall weiterlesen muss. 
"Du hast eine Art Wunder gewirkt, und damit bist du entweder ein Heiliger oder ein Zauberer. Da ich deinen Mangel an Frömmigkeit genau kenne, neige ich allerdings zu der zweiten Möglichkeit" (Seite 33)

Fazit: Dieses Buch von Manning, dass irgendwo im Genre der historischen Fantasy in England einzuordnen ist, bringt einige schnelle Lesestunden mit sich, die wirklich Spaß machen, auch wenn es in puncto Spannung und übertriebenen Witz Abzüge in der B-Note geben muss. Hier kann der Autor noch mehr rausholen, aber man traut ihm  nach diesem Band mehr zu, sodass Band 2 für mich schon als nächste Lektüre bereit liegt.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 3
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2

Kommentare:

  1. Das klingt ja schon alles gar nicht mal schlecht :D Das Buch steht schon seit vor erscheinen auf meiner Wunschliste. ♥

    LG
    Sarah

    AntwortenLöschen
  2. Du liest gerade Whisper? Das Buch ist soo gut! Freu mich schon von einer Rezi von dir über den Roman :D Bin jetzt mal Leser geworden :)

    Liebe Grüße und ich freue mich wie immer auf einen Gegenbesuch!
    buechernixe.blogspot.de

    AntwortenLöschen

Ich freue mich auf euren Kommentar!
Und verspreche: Ich werde sie alle beantworten :)