Donnerstag, 5. September 2013

[Rezension] Richard Schwartz - Das erste Horn (Das Geheimnis von Askir #1)

Autor: Richard Schwartz
Titel:
Das erste Horn
Reihe:
Das Geheimnis von Askir
1. Das erste Horn
2. Die zweite Legion
3. Das Auge der Wüste
4.  Der Herr der Puppen
(4.5. Die Eule von Askir - unabhängig lesbar nach ersten 4 Bänden)
5. Die Feuerinseln
6. Der Kronrat
Zweiter Askir-Zyklus: Die Götterkriege
1. Die Rose von Illian
2. Die weiße Flamme
3. Das blutige Land
4. Die Festung der Titanen
(weitere Bände in Vorbereitung)
Genre: Fantasy
Seiten:
400
Verlag:
Piper
Veröffentlichung: Juni 2011
ISBN:
978-3492268172
Preis: 9,99 Euro
Das erste Horn - bei Osiander
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Klappentext: Ein verschneiter Gasthof im hohen Norden: Havald, ein Krieger aus dem Reich Letasan, kehrt in dem abgeschiedenen Wirtshaus »Zum Hammerkopf« ein. Auch die undurchsichtige Magierin Leandra verschlägt es hierher. Die beiden ahnen nicht, dass sich unter dem Gasthof uralte Kraftlinien kreuzen. Als der eisige Winter das Gebäude vollständig von der Außenwelt abschneidet, bricht Entsetzen aus: Ein blutiger Mord deutet darauf hin, dass im Verborgenen eine Bestie lauert. Doch wem können Havald und Leandra trauen? Die Spuren führen in das sagenhafte untergegangene Reich Askir …  (Quelle)

Meine Meinung:
"Als die Länder vor langer Zeit besiedelt wurden, stammten die Siedler alle aus dem gleichen Ort, dem legendären Reich des Nordens." 
"Askir", hauchte Lea. (Seite 161)
Jeder, der einmal Pen&Paper-Rollenspiele gespielt hat oder anderweitig damit in Berührung gekommen ist, wird der Anfang und das Setting dieser Geschichte irgendwie bekannt vorkommen: Eine bunt zusammen gewürfelte Truppe an Charakteren trifft zufällig aufeinander. Sie müssen miteinander auskommen und dann ein Abenteuer bestehen. Hier besteht die Gruppe hauptsächlich aus Menschen, unter anderem ein Räuberhauptmann, eine naive Wirtstochter, ein Händler, aber auch zwei Elfen, davon eine zynische Dunkelelfe. Sie alle werden mit weiteren Gästen eines Gasthauses durch einen Schneesturm eingeschneit und schnell zeigt sich, dass ein blutrünstiges Monster sein Unwesen unter ihnen treibt. 
Soweit so gut. Erzählt wird die Geschichte komplett aus der Perspektive des Kriegers Havald, der eine mächtige Klinge sein eigen nennt und seinem Handwerk eigentlich abgeschworen hatte. Bis hierhin nicht viel Neues. Aber man findet sich zügig in die Geschichte ein. Sie ist gut geschrieben, leicht erzählt und schneller als man sich versieht, hat sie einen in den Bann gezogen.
Auch ähnlich wie bei Rollenspielen sind es die Charaktere, die diesen ersten Band aus der Feder von Richard Schwartz zu etwas Besonderen machen. Sie haben alle natürlich ihre Eigenarten, wollen alle ihre Ziele durchsetzen und harmonieren am Ende viel besser miteinander, als man es zunächst vermutet hätte. Zu Beginn werden sie hauptsächlich vorgestellt. Die Handlung plätschert mehr vor sich hin. Es gibt erste Entwicklungen und schon jetzt ist die Liebe ein Thema. Sie wird unkompliziert in die Geschichte eingewoben und ist dann ein selbstverständlicher Teil von ihr, ohne dass es zu allzu kitschigen Szenen gekommen wäre.
"Ihr, Ser Havald", sagte Leandra, als sie sich in ihren gewohnten Stuhl sinken ließ, "seid ein Schwindler. Ich habe Euch entlarvt. Ihr gebt euch ungerührt, aber das ist nicht mehr als eine Maske." (Seite 146)
Erst im letzten Drittel kommt dann richtig Spannung auf. Da man die Charaktere nun sehr gut kennen gelernt hat, muss der Leser sofort mit ihnen und um sie bangen. Aufgelockert wird die gesamte Geschichte von Beginn an mit amüsanten Szenen, insbesondere durch freche Dialoge oder sarkastische Kommentare Havalds, die dem Leser präsentiert werden, da aus seiner Sicht erzählt wird. 
Am Ende haben unsere "Helden", also die Charaktere, die sich hier zufällig zusammengefunden haben, ihr erstes Abenteuer überstanden, aber jedem Leser wird klar sein, dass hier nur der Grundstein für etwas viel Größeres gelegt wurde. Die ersten Hinweise und Informationen wurden in diesen Band gestreut. Den Anstoß für die neue Geschichte findet man schon am Ende dieses Bandes und so ist klar, dass man - hat man einmal begonnen - noch einige Bücher lesen muss, denn die Charaktere sind einem innerhalb kürzester Zeit ans Herz gewachsen.
"Menschen. Die Männchen sind schlimmer als die Weibchen. Man muss ständig auf sie aufpassen." (Seite 152)

Fazit: Hier wird der Grundstein für etwas Großes gelegt. Richard Schwartz entführt den Leser in sein Fantasyreich mit seinen Charakteren. Beides könnte einem Rollenspiel-Setting entsprungen sein. Schnell findet man sich in die Geschichte ein und lernt die Charaktere kennen. Und am Ende bleibt das Gefühl, dass hier ein guter Auftakt geschrieben wurde, der aber noch so viel mehr für die weiteren Bände verspricht.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2

Dieses Buch ist etwas für dich, wenn dir folgende gefallen haben: 

Über den Autor: Richard Schwartz ist das Pseudonym eines 1958 geborenen deutschen Autors, der zuvor u.a. als Postfahrer, Systemprogrammierer gearbeitet, eine Ausbildung zum Flugzeugmechaniker abgeschlossen und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert hat. Seine Rollenspiele-Leidenschaft kommt in seinem Fantasy-Zyklus "Das Geheimnis von Askir" zum Ausdruck, der wie ein Rollenspieleplot aufgebaut ist und eine Geschichte um eine zufällig zusammengefundene Abenteuertruppe entwickelt.(Quelle)

1 Kommentar:

  1. Hi,

    für den Fall, dass du es noch nicht hast: Ab Dienstag kannst du den 10. Teil (Die Festung der Titanen) bei uns gewinnen - wir haben es doppelt! Schau dann doch vorbei!

    LG horrorbiene

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