Samstag, 14. September 2013

[Rezension] Richard Schwartz - Die zweite Legion (Das Geheimnis von Askir 2)

Autor: Richard Schwartz
Titel: Die zweite Legion
Reihe: Das Geheimnis von Askir
1. Das erste Horn
2. Die zweite Legion
3. Das Auge der Wüste
4.  Der Herr der Puppen
(4.5. Die Eule von Askir - unabhängig lesbar nach ersten 4 Bänden)
5. Die Feuerinseln
6. Der Kronrat
Zweiter Askir-Zyklus: Die Götterkriege
1. Die Rose von Illian
2. Die weiße Flamme
3. Das blutige Land
4. Die Festung der Titanen
(weitere Bände in Vorbereitung) 
Genre: Fantasy
Seiten: 432
Verlag: Piper
Veröffentlichung: 1. Juni 2011
ISBN: 978-3492268189
Preis: 9,99 Euro

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Klappentext: Ein mysteriöser Wanderer aus dem legendären Reich Askir trifft im Gasthof »Zum Hammerkopf« ein. Er unterrichtet den Krieger Havald und die Halbelfe Leandra über die Zersplitterung des sagenhaften Reiches. Leandra, Havald und einige Gefährten machen sich auf zum magischen Portal, um die Bewohner Askirs davor zu warnen, dass der brutale Herrscher Thalak auch sie zu unterjochen droht. Das Portal soll die Gefährten unmittelbar nach Askir führen; doch stattdessen landen sie im gefährlichen Wüstenreich Bessarein … (Quelle)

Meine Meinung:
"Aber theoretisch existiert der Befehl noch, un wenn wir mit der Flagge des Bullen dort vorsprechen, wird man erkennen, dass die Kolonien nach wie vor verteidigt werden müssen." Ich sah die anderen an. "Und diese Legion wieder aufzsutellen ist unsere Aufgabe - in Askir." (Seite 44)
Sobald man auch Band 2 des ersten Askir-Zyklus gelesen hat, wird einem noch deutlicher bewusst, dass "Das erste Horn" trotz einiger Spannung und echtem Lesespaß im Prinzip nur dazu gedacht war, den Leser mit den Charakteren und dem Grundkonflikt vertraut zu machen. Man muss diesen ersten Band zwingend kennen, um die nun folgende Geschichte zu verstehen und in "Die zweite Legion" wird der Leser nur mit ganz kurzen Rückblicken sofort in die Handlung verstrickt, die genau dort beginnt, wo sie im ersten Band endete, und nach kurzer Zeit nimmt sie richtig Fahrt auf. Aus Band 1 kennt man bereits Leandras Ziel nach Askir zu reisen und dort um Hilfe zu bitten. Ihre Begleiter wollen sie dabei nun tatkräftig unterstützen.
Bald ist jedoch schon absehbar, welche Ausmaße das alles annehmen wird. Ja, diese Gruppe hat ein Ziel, aber sie werden schon jetzt im zweiten Band immer wieder in andere Konflikte verwickelt und mit Problemen beladen, die (zumindest vorerst) nichts mit der Grundhandlung zu tun haben. Dadurch werden sie aufgehalten und müssen deutlich mehr Abenteuer be- und überstehen, als am Anfang vorhersehbar war. Dabei gelingt es dem Autor tatsächlich bisher sehr gut, dass die Geschichte nicht lächerlich wird, denn die Handlung scheint sich immer notwendigerweise aus der Situation heraus zu ergeben. Die Konflikte wirken nie gewollt oder gar gekünstelt. 
Zum ersten Mal werden in diesem Band die Mitglieder der Gruppe voneinander getrennt. Im Mittelpunkt steht aber immer weiterhin Havald und aus der Ich-Perspektive des erfahrenen Kriegers wird erzählt - einschließlich der zu erwartenden ironischen Kommentare.
"Ich stand auf. Im Laufe eines langen Lebens hatte ich etwas Geduld gelernt. Etwas, nicht viel." (Seite 9)
Im Verlauf kommen neue Charaktere hinzu, die in der Gruppe aufgenommen werden und sie unter Umständen auch schnell wieder verlassen. Aber es wird erneut deutlich, dass es auch weiterhin die besonderen Charaktere sind, von der diese Geschichte lebt. Manchmal befürchtet man fast, dass Richard Schwartz sich verrennen könnte und die Gefühle, Gedanken und Taten der Charaktere überzeichnet, um ihre Besonderheit darzustellen, doch er schafft es immer rechtzeitig die Kurve zu nehmen und sie erscheinen immer glaubwürdig.
"Ein guter Anführer brachte seine Leute lebend nach Hause. Ich war wohl nie ein guter Anführer gewesen." (Seite 133)
Besonders gelungen empfinde ich auch die Beschreibungen der Landschaft und der Orte. Einerseits malt der Autor mit einfachen Worten Bilder vor dem inneren Auge des Lesers, andererseits werden diese Beschreibungen nicht in die Länge gezogen, sodass sich von ihnen niemand gelangweilt fühlen wird. 
Insgesamt ist der Sprachstil einfach, aber nicht plump. Durch ihn lässt sich die Geschichte schnell lesen und man wird noch schneller in ihren Bann geschlagen. 

Fazit: Wer den zweiten Band dieser Reihe gelesen hat, wird spätestens jetzt nicht mehr aufhören können. Die Charaktere sind dem Leser ans Herz gewachsen. Man kennt die Welt und Richard Schwartz Schreibstil ist so flüssig, dass sich sogar ein High-Fantasy-Roman schnell wegliest, was man von den wenigsten behaupten kann. Nach anfänglicher Skepsis konnten mich Havald und seine Gefährten ohne Mühe innerhalb kürzester Zeit in ihren Bann ziehen.

Gesamtnote: 1-2
Charaktere: 1
Handlung: 2
Lesespaß: 1-2
Über den Autor:  Richard Schwartz ist das Pseudonym eines 1958 geborenen deutschen Autors, der zuvor u.a. als Postfahrer, Systemprogrammierer gearbeitet, eine Ausbildung zum Flugzeugmechaniker abgeschlossen und ein Studium der Elektrotechnik und Informatik absolviert hat. Seine Rollenspiele-Leidenschaft kommt in seinem Fantasy-Zyklus Das Geheimnis von Askir zum Ausdruck, der wie ein Rollenspieleplot aufgebaut ist und eine Geschichte um eine zufällig zusammengefundene Abenteuertruppe entwickelt. (Quelle)

1 Kommentar:

  1. Hier noch mal der Link zum Gewinnspiel für dich:

    http://armariumnostrum.wordpress.com/2013/09/10/gewinnspiel-die-gotterkriege-von-richard-schwartz/

    LG horrorbiene

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