Sonntag, 31. März 2013

[Rezension] Andrea Schacht: Kyria und Reb - Bis ans Ende der Welt

Quelle
Autor: Andrea Schacht
Titel:
Kyria und Reb - Bis ans Ende der Welt
Reihe:
Kyria und Reb
1. Bis ans Ende der Welt
2. Die Rückkehr
Genre:
Dystopie/Jugendbuch
Seiten:
384
Verlag:
Egmont-Ink
Veröffentlichung: 9. Februar 2012
ISBN:
978-3863960162
Preis: 17,99 Euro
Klappentext: Das Vereinigte Europa im Jahr 2125 ist eine Welt der kompletten Überwachung. Alles geschieht nur zum Besten der Bürger, sagt Kyrias Mutter, eine hochrangige Politikerin des perfekt gesteuerten Systems „New Europe“. Doch die 17-jährige Kyria möchte endlich erfahren, wie es ist, sich frei zu fühlen. Als sie in Reb, einem jungen Rebellen aus dem Untergrund, einen Verbündeten findet, fliehen die beiden auf abenteuerliche Weise aus New Europe und gelangen in ein fernes Reservat. Dort haben sich die Menschen ein bäuerliches Leben wie in längst vergangenen Zeiten bewahrt. Aber schon bald sind die Verfolger Kyria und Reb auf der Spur. Und das ist nicht die einzige Gefahr, denn alle, die sich der Macht von New Europe entziehen, werden von künstlich ausgelösten Seuchen bedroht. Auch Kyria gerät in den Verdacht, die friedliebenden Menschen des Reservats mit einer Masernepidemie vernichten zu wollen. Zum Glück hat sie Freunde an ihrer Seite – und einen jungen Rebellen, der ihr Herz berührt ... (Quelle)

Meine Meinung:
 In meinem Elfenbeinturm aus Luxus, Fürsorge und Harmoniestreben war ich blind und taub gehalten worden. Und systematischen belgogen worden. (Seite 118)
Meine Skepsis Dystopien betreffend steigt. Jeder scheint nun plötzlich noch eine Dystopie oder - wie es früher hieß - einen Endzeitroman aus dem Ärmel zu zaubern. Da ist es doch nur eine Frage der Zeit, bis der Absturz kommt oder? Bis die Langeweile jeden Versuch zunichte macht, da man alles schon gelesen hat und die neuste Dystopie nur noch eine Variation einer anderen ist. 
Aber gut. Kyria und Reb, hochgelobt. Besonders aus dem Mund einer Freundin, daher versuche ich mein Glück und der erste von zwei Bänden ist ja bereits Anfang 2012 erschienen. Möglichst unvoreingenommen bin ich an die Sache herangegangen. Und wurde damit überrascht, dass zumindest einer der Charaktere sehr erfrischend und vor allem anders ist. Reb ist hier der Rebell, der nicht in das Leben der streng regulierten Gesellschaftsform passt. Kyria hingegen wohlbehütet aufgewachsen als Tochter einer hochstehenden Politikerin in einer Welt, in der Männer nichts mehr zu sagen haben. 
Reb trägt das Herz wirklich auf der Zunge und das macht ihn zu einem Charakter, den man schnell ins Herz schließt, trotz oder gerade wegen seiner Fehler. Kyria  auf der anderen Seite ist in einer Welt aufgewachsen, in der sie hauptsächlich gelernt hat, sich richtig zu benehmen. Reb nennt sie neckend recht schnell "Electi-Zicke", was es gut zusammenfasst. Electi heißt die Gesellschaftsschicht, aus der sie stammt und eine Zicke ist sie durch und durch. Und obwohl sie sich im Laufe der Geschichte entwickelt und zugänglicher wird, bleibt ihr eine Naivität anhaften, die ich immer wieder als störend empfand. 
Der Schreibstil, besonders in Passagen, die von Dialogen bestimmt werden, ist ungewöhnlich, aber bringt eine große Portion Spaß mit sich, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat. Denn Dialoge - vor allem zwischen Kyria und Reb - werden nicht von einem Erzähler unterbrochen. Dabei sind die Antworten aber trotzdem oft sehr kurz gehalten, sodass das Gespräch zwischen beiden Beteiligten Hin und Her fliegt und der Leser doch etwas Aufmerksamkeit darauf verwenden muss, wer gerade spricht. Das hält sich jedoch in Grenzen, denn der Autorin gelingt es die Charaktere auch anhand ihrer Sprache voneinander abzugrenzen. Sie schafft außerdem neue Begriffe für diese Welt. Einerseits schon für die Gesellschaftsschichten, andererseits aber auch für das Land, das jetzt "NuYu" heißt, abgeleitet von NewEurope. Hauptsächlich spielt die Geschichte im Übrigen im Frankfurt der Zukunft. 
Beeindruckend ist die klare Struktur mit der Andrea Schacht dem Leser diese neue, andere Welt vor Augen führt und dass dem Leser nach und nach klar wird: So hätte es laufen können oder so könnte sich unsere Welt noch immer verändern. 
Die Geschichte selbst ist unterhaltsam, birgt aber keine besonders großen Überraschungen. Die Wendungen, die es gibt, sind zumeist doch vorhersehbar. Man wird aber mit einem Cliffhanger zurückgelassen, der es wünschenswert macht, dass Band zwei, der gleichzeitig Abschluss dieser Dilogie ist, griffbereit liegt.
"Du liebst ihn?" fragte sie schließlich.
Ich nickte. 
War wohl so. (Seite 223)

Fazit: Trotz einiger Kritikpunkte lässt sich die Geschichte gut lesen und es ist eine weitere Dystopie, die sich Freunde des Genres unbedingt auf die Leseliste schreiben sollte. Besonders Reb bringt eine erfrischende Komponente mit sich, die mehr als ein Mal zum Schmunzeln einlädt. 

Gesamtnote: 2-3
Charaktere: 2
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2-3

Kyria und Reb: Bis ans Ende der Welt - bei Osiander
Kyria & Reb: Bis ans Ende der Welt - bei Amazon

"Ich klammere nicht"
"Doch. Die ganze Zeit. Ständig. Jede Nacht klammerst du dich in meine Träume."
(Seite 357)

Dienstag, 26. März 2013

[Aktion] Gemeinsam Lesen!

Immer wieder hatte ich in letzter Zeit den Gedanken, dass ich auch gerne zwischendurch mal über das Buch, das ich gerade lese, sprechen möchte. Euch mitteilen, was ich lese, vielleicht kurze Auszüge, also ein oder zwei Sätze, meine Gedanken zum Protagonisten und ähnliches. Aber wie setzt man das um?
Dann stelle ich immer wieder fest wieviel Spaß es macht, gemeinsam mit euch anderen zu lesen. Zum Beispiel bei der Langen Lesenacht bei Anka. Und da tauscht man sich ja auch oft über die Bücher aus, die man liest. 
Und die rege Teilnahme an diversen Lesenächten, Lesemarathons und ähnlichem zeigt, wieviel Spaß auch ihr daran habt, gemeinsam mit anderen zu lesen.

Also: Wie können wir uns besser über die Bücher austauschen, die wir gerade lesen? 
Aus diesen Gedanken ist eine Idee für eine Aktion geboren. Eine Aktion an der jeder von euch teilnehmen kann. Ganz unverbindlich. Bei euch auf dem Blog oder hier im Kommentar, bei Facebook oder sogar Twitter.
Wir lesen gemeinsam!


Wir lesen gemeinsam! Wir tauschen uns über die Bücher aus, die wir gerade aktuell lesen. 
Wie stelle ich mir das vor?

  • Ich stelle euch jede Woche vier Fragen. Drei davon sind jede Woche gleich, denn die meisten von euch werden wohl selten mehr als eine Woche für das aktuelle Buch brauchen. Die vierte Frage variiert von Woche zu Woche.
  • Ihr könnt diese Fragen beantworten. Zum Beispiel auf eurem Blog und dann unter meinem Post ein Kommentar hinterlassen. Ich verlinke euch dann noch im Post mit Bild zu eurem jeweiligen Buch. Aber natürlich könnt ihr auch auf Facebook oder einfach hier auf meinem Blog als Kommentar antworten. 
  • Die neuen Fragen kommen immer dienstags. Ihr könnt ganz unverbindlich teilnehmen. Antworten könnt ihr gerne gleich dienstags, aber auch später oder gar nicht, jede Woche, nur alle zwei Wochen oder ganz unregelmäßig. Ihr müsst natürlich auch nicht jede der vier Fragen beantworten, wenn ihr nicht wollt. Auch die Länge der Antworten ist völlig euch überlassen! Es besteht keinerlei Zwang!
Was bringt uns das?
  • Wir tauschen uns über eines unserer liebsten Hobbys aus: Bücher!
  • Vielleicht finden wir jemanden, der gerade genau das gleiche Buch liest, dann kann man vielleicht mit diesem noch intensiver quatschen. 
  • Man kann vielleicht manches zu einem Buch in Worte packen, was für eine Rezension nicht angemessen wäre und da vielleicht auch andere Buchliebhaber nach ihrer Meinung fragen.
Regeln?
  • Postet bitte jedes Mal wenn ihr mitmacht den Link zu eurem Blog oder zu Facebook unter meinem Post!
  • Vermeidet Spoiler! Ihr werdet zu eurer Meinung befragt oder ich frage auch mal, was der Protagonist gerade tut. Versucht bitte aber immer so zu schreiben, dass damit nicht allen anderen, die das Buch noch lesen wollen, der Spaß genommen wird!
Und damit ihr seht, wie ich mir das ganze vorstelle, gibt es gleich heute die ersten Fragen und meine Antworten dazu.
Natürlich würde ich mich sehr über rege Teilnahme freuen. Und wenn ihr die Idee mögt, weist doch vielleicht darauf hin, denn je mehr wir sind, desto besser können wir uns austauschen und desto mehr Spaß macht es auch!

 Gemeinsam Lesen #1
1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Wie heißt dein Protagonist und was ist seine herausstechende Charaktereigenschaft? Könnte dieser Protagonist im wahren Leben dein Freund werden?


Beantwortet die Fragen auf eurem Blog oder eurer Facebookseite. Hinterlasst mir hier ein Kommentar mit eurem Link und ich verlinke euch dann im Post gemeinsam mit eurem aktuellen Buch!
Oder kommentiert hier bei mir. 
Ich freue mich auf rege Teilnahme!
Meine Antworten findet ihr als Kommentar unter diesem Post!

Aktuelle Bücher und Teilnehmer

  Gelesen von Asaviel  (Antworten in den Kommentaren)






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Montag, 25. März 2013

[Rezension] Dan Wells - Aufbruch

Bildquelle
Autor: Dan Wells
Titel:
Partials 1 - Aufbruch
Originaltitel:
Partials
Reihe:
Partials
1. Aufbruch
2. Fragments (engl. Titel)
3. Band in Planung
0. Isolation (engl Titel - spielt vor Band 1)
Genre:
Dystopie
Seiten:
512
Verlag:
ivi-Verlag
Veröffentlichung: 12. März 2013
ISBN:
978-3492702775
Preis: 16,99 Euro (HC), 12,99 (ebook)

Kurzinhalt:
Die letzten Menschen haben sich nach einer verheerenden Katastrophe nach Long Island, vor die Tore Manhattans, zurückgezogen. Die Partials, übermächtige Krieger, die einst von den Menschen erschaffen wurden und sich dann gegen sie wendeten, bedrohen die Überlebenden. Und eine unheilbare Seuche fordert ihre Opfer. Die sechzehnjährige Kira setzt alles daran, einen Weg zu finden, die Krankheit zu heilen. Doch dieser Weg führt sie nach Manhattan, mitten in das Gebiet der unheimlichen Partials. Und was sie dort entdeckt, wird nicht nur ihr eigenes, sondern das Schicksal aller Geschöpfe auf unserem Planeten verändern … (Quelle)

Meine Meinung:
"Diese Welt war ein trauriger Abklatsch der früheren zivilisierten Welt, der Welt vor dem Zusammenbruch, und nur noch einen Schritt von der Steinzeit entfernt." (Seite 13)
Ich kannte bisher keine Bücher von Dan Wells, obwohl er sich mit seinen Thrillern, die ebenfalls bei Piper erschienen sind ja auch in Deutschland bereits einen Namen gemacht hat. Dann wurde mir Partials von einer Freundin ans Herz gelegt, die es bereits im englischen Original gelesen hatte. 
Wir haben es - wieder einmal muss man wohl schon sagen - mit einer Dystopie zu tun. Sie schießen weiterhin wie Pilze aus dem Boden und inzwischen nimmt meine Skepsis zu, da das Grundmuster in beinahe allen gleich ist: konformer Bürger oder konforme Bürgerin verliebt sich in Rebell oder Rebellin. Da bleibt etwas Spielraum die verschiedenen Gesellschaften betreffend und Schreibstil, Gefühlsintensität geben den Ausschlag, aber es scheint kaum noch etwas Neues möglich zu sein. 
Doch da habe ich mich getäuscht. Dan Wells schafft tatsächlich innerhalb des Dystopie-Genres etwas Anderes, Neuartiges.
Unsere Protagonistin ist Kira. Sie gehört zwar in die Gesellschaft, die von einem Regime unterdrückt wird, wird aber von Beginn an nicht als normale, brave Bürgerin dargestellt. Außerdem gibt hier nun eine größere Auswahl an Gruppen. Denn die beiden Seiten "Regime und normaler Bürger" werden um zwei weitere ergänzt: Das sind die wahren Feinde, die für den Untergang der Welt verantwortlich waren, das heißt die Partials und zudem eine Widerstandsbewegung der Menschen, die "Die Stimme" genannt werden. Hieraus ergibt sich nun ein deutlich komplizierteres Muster als in vielen Dystopien. 
Außerdem ist Kira, die Protagonistin, schon zu Beginn der Geschichte in einer festen Beziehung. So banal das klingt, ist es ungewöhnlich, denn es steht - zumindest zunächst - einer Beziehung mit dem "Feind" im Weg. 
Gewöhnungsbedürftig ist das Alter der Charaktere. Kira und ihre Freunde sind sechzehn und etwas älter. Das ist für ein Jugendbuch zwar nicht ungewöhnlich, aber es wird vielen Lesern schwer fallen das Bild, das wir von Sechzehnjährigen haben, mit Kira und den anderen zu vereinbaren. Sie benehmen sich in beinahe allen Fällen wie Erwachsene. Man muss dies notgedrungen darauf zurückführen, dass sie schon viel Schreckliches als Kinder und Heranwachsende erlebt haben. Sie alle haben ihre Eltern verloren, einen Krieg miterlebt. 
Jetzt leben sie vor den Toren von Manhattan, also im zerstörten New York. Mit Sonnenkollektoren gelingt es ihnen zumindest für das Krankenhaus etwas Strom zu generieren, aber da ein Großteil der Menschen gestorben ist, stehen die meisten Häuser leer. Die Beschreibungen der Stadt sind dem Autor sehr gut gelungen. Man kann sich wirklich vorstellen, wie die Natur sich diesen Raum zurückerobert. Mit Bäumen, Büschen und Pflanzen, aber auch wie eigentlich wilde Tiere dorthin kommen und einen Lebensraum finden. 
Kira hat in diesem zerstörten New York, in dem kein Baby älter als drei Tage wird und in dem jede Frau dazu verpflichtet ist, so schnell und so oft wie möglich schwanger werden, auch noch erwachsen werden. Denn trotz der vielen Eigenschaften, die sie eher als Erwachsenen erscheinen lässt, ist sie es eben nicht. Sie muss für sich ihren eigenen Weg finden, sich ihrer Gefühle klar werden und entscheiden, wohin es für sie geht. Identitätsfindung ist das Wort, das bei uns gerne verwendet wird. Währenddessen hat sie es sich zusätzlich zur Aufgabe gemacht ein Mittel gegen das Virus zu finden, das so viele Menschen und alle Babys getötet hat. An diesem Punkt wird es immer mal wieder sehr wissenschaftlich und medizinisch. Nie so, dass man es nicht verstehen und dem Vorgehen folgen könnte, aber man muss sich schon immer wieder an den eigenen Biologie-Unterricht und an das Wissen über Viren und ihre Verbreitung zurückerinnern. Es macht aber auch Spaß gemeinsam mit der jungen Frau nach einem Gegenmittel gegen das Virus zu forschen. 
Das Erzähltempo ist durchgehend sehr hoch. Es wird etwas verlangsamt, wenn Kira im Labor forscht, aber das ist auch der einzige Zeitpunkt. Sonst passiert sehr, sehr viel. Dan Wells hat es wohl geschafft ein Buch zu schreiben, in dem wirklich fast jede Seite, jeder Satz so wichtig ist, dass man ihn nicht streichen könnte. Dieses Tempo geht etwas zur Lasten der Gefühle. Der Zugang zu den Charakteren wird zu Beginn erschwert, da oft eher unklar bleibt, wie Kira und ihre Freunde sich denn genau fühlen. Das nimmt mit der Zeit ab, wenn man Gelegenheit hatte sie besser kennen zu lernen. 
Zum Ende hin gibt es mehrere überraschende Wendungen, die aber gut eingeflochten sind. Bei ihnen hatte ich schon vorher den Gedanken, dass es möglich wäre. Man befürchtet es als Leser regelrecht, wagt aber kaum daran zu denken und hofft so sehr, dass es nicht so ist, dass man dann wirklich überrascht und schockiert wird, wenn Dan Wells diese leisen Befürchtungen in die Tat umsetzt. 
Natürlich bleibt ein Cliffhanger, aber der Autor hat ihn so gestaltet, dass man nicht unbedingt vor Frust aufschreien will, wenn man das Buch zuklappt. Der Anfang der Geschichte ist erzählt und jetzt bekommt der Leser eine Atempause, bevor wir uns hoffentlich bald auf den nächsten Teil, der auf Englisch bereits erschienen ist, stürzen dürfen.
"Wenn wir eines Tages trotz unserer Bemühungen und Entschlossenheit fallen werden, dann soll es meinetwegen geschehen, weil unsere Feinde uns besiegt haben aber nicht weil wir uns selbst vernichtet haben." (Seite 26)
Fazit: Eine Dystopie, die sich von der Menge mit einem neuen Konzept abheben kann und damit auch Leser, die etwas dystopiemüde geworden sind, in ihren Bann ziehen wird. Es ist nicht die bekannte Liebesgeschichte zwischen Rebell und konformen Bürger, sondern verzwickter und komplizierter und die gesamte Menschheit ist stärker bedroht, als man es bisher gelesen hat. Dazu kommt ein hohes Erzähltempo, das natürlich spannungsfördernd ist.
Ein Kind, das lacht und krabbelt und sprechen lernt." ihre Stimme brach. "Dafür gäbe ich ohne Zögern mein Leben." (Seite 470)
Gesamtnote: 1-2
Charaktere: 2
Handlung: 1-2
Lesespaß: 1



 Glück ist das Natürlichste auf der Welt, wenn du es hast, und etwas Fremdes, Seltsames und Unmögliches, wenn du es nicht hast. (Seite 91)

Dieses Buch ist etwas für dich, wenn dir folgende gefallen haben: 

 
Über den Autor:  Dan Wells studierte Englisch an der Brigham Young University in Provo, Utah. Der überzeugte Mormone war Redakteur beim Science-Fiction-Magazin »The Leading Edge«. Mit »Ich bin kein Serienkiller« erschuf er das kontroverseste und ungewöhnlichste Thrillerdebüt der letzten Jahre. Seine Romane um den jungen Killer John Cleaver sind große Erfolge. »Partials«, der Auftakt zu seiner neuen Young-Adult-Serie, eroberte den US-Buchmarkt im Sturm. (Quelle)

Weitere Bücher des Autors:  



Samstag, 23. März 2013

[Aktion] Lange Lesenacht

Die meisten werden es sicher mitbekommen haben. Heute steht mal wieder bei Ankas Geblubber eine Lange Lesenacht an.
Über 60 Teilnehmer haben sich angemeldet und endlich, endlich bin auch ich mal mit von der Partie. Es hat bisher nie reingepasst.
Aber dieses Mal lasse ich es mir nicht nehmen. 
Ich werde hier und bei Twitter und auf einigen Blogs aktiv sein, aber nicht auf allen vorbeischauen können. Dann kommt man ja nicht mehr zum Lesen. ;) 
Um 20:30 heißt es aufwärmen und um 21:00 geht es dann los.
Ich werde jetzt noch fix was einkaufen und mich dann um 20:30 mal melden, was ich denn heute so lesen werde und was die Ziele sind. 
Dieser Post wird dann immer wieder aktualisiert. Also wenn es euch interessiert, was ich heute Nacht so treibe, schaut vorbei!


20:30 1. Update
Also... die Vorbereitungen und das Aufwärmen:
Wie gesagt, war ich noch schnell einkaufen, denn ich war den ganzen Tag unterwegs, im Kühlschrank war nichts mehr zu essen und seit dem Frühstück hatte mein Magen auch nichts mehr gesehen. 
Als Stärkung und gewissermaßen als stillen Protest gegen diesen viel zu langen Winter gibt es jetzt noch Quark mit Heidelbeeren und Mandeln.
Gut, die Heidelbeeren könnten natürlich etwas intensiver im Geschmack sein, aber das kann man Mitte März wohl kaum erwarten. 
Ich hab noch ein bisschen mehr Verpflegung für heute Abend mitgebracht. Das zeige ich euch bei Gelegenheit später

Praktischerweise ist direkt beim Supermarkt auch die Packstation. So konnte ich den Inhalt, der da seit zwei Tagen auf mich wartete, abholen und euch gleich zeigen. Diese beiden Bücher mussten geduldig sein, aber werden bald von mir gelesen: 

Sogar mit Autogrammkarte. Ich freue mich sehr auf alle beide. Von Beatrix Gurian kenne ich ja schon "Dann fressen sie die Raben", das mir gut gefallen hat. Hach, ich könnte gleich mit den Thrillern anfangen. 
Aber nein, erstmal geht es mit einem anderen Buch weiter. Und zwar:

 
Ich werde an bei Kyria und Reb weiter lesen. Es ist der erste Band und der nächste liegt schon bereit, um verschlungen zu werden. Ich hatte das Buch unterbrochen. Ursprünglich für "Flammen der Dämmerung", habe dann aber auch noch "Partials 1 - Aufbruch" von Dan Wells eingeschoben. Rezi dazu folgt in den nächsten Tagen. Seit gestern bin ich aber wieder auf Kyria und Rebs Spur. Ich starte die Lesenacht auf Seite 220 von 380 (Ist ein Leseexemplar).

 Meine Ziele für den heutigen Abend:
An erster Stelle steht natürlich Spaß haben und lesen!
 Hinzu kommt, dass ich gerne mindest bist 24 Uhr, lieber aber bis ein oder zei Uhr nachts durchhalten würde, damit es sich auch wirklich lohnt. Man wird sehen, ob das klappt.
Im Idealfall beende ich heute Abend noch "Kyria und Reb 1", aber eventuell wechsel ich auch mal das Buch. Das entscheidet sich spontan und ich halte euch natürlich hier auf dem Laufenden!
Jetzt dreh ich mal eine kleine Blogrunde und schau mir an, wer sonst noch so dabei ist :)

21:00
Der Startschuss ist gefallen und die erste Aufgabe bekannt:
1. Aufgabe ~ 21:00 Uhr
Wer bist du und was liest du? Stell dich kurz vor und zeige uns, welches Buch dich durch die Lesenacht begleiten wird.
Ich bin Asaviel. Gut, im wahren Leben nicht. Aber der Name ist mir schon so in Fleisch und Blut übergegangen, dass ich auch reagier, wenn man mich so ruft. Ich bin 24 und studiere noch. Eigentlich steck ich mitten im Examen. Denn in drei Wochen ist mündliche Prüfung. AAHHHH! Na gut... gerade ist Lernpause. Also lese ich.
Mich begleitet nun zunächst: Kyria und Reb - Bis ans Ende der Welt.
Start auf Seite 220. Auf gehts!

22:10
Eine Stunde ist schon um und ich habe wirklich fast ausschließlich gelesen. Ein wenig auf Twitter gelesen und etwas Whats app geschrieben. Aber ich bin schon auf Seite 290. Das heißt, dass ich immerhin 70 Seiten geschafft habe.
2. Aufgabe ~ 22:00 Uhr
Sooo, nun hast du bereits 1 Stunde mit deinem Lesenacht-Buch verbracht. Welche Gemeinsamkeiten hast du denn mit deiner Protagonistin bzw. mit deinem Protagonist?
Ui, solche Fragen finde ich ja immer schwierig, aber ich versuche mich mal. Meine Protagonistin ist Kyria. Gemeinsamkeiten mit ihr. Naja, sie ist ein ziemlicher Angsthase und es ist wohl so, dass auch ich eher von der ängstlichen Sorte bin und oft den Teufel an die Wand male, wenn es gar nicht nötig wäre.
Das andere ist wohl noch, dass sie Schwierigkeiten hat ihre Gefühle auszudrücken, also darüber zu reden. Das muss ich wohl auch als Schwäche eingestehen.
Außerdem hat sie Freude an der Natur, wie auch ich. :)#

23:07
Hui, ich komm gut voran, auch wenn ich mich immer mal wieder ablenken lasse. Seite 262 bin ich nun. Fehlen also nur noch wenige Seiten bis zum Ende. Nun die große Frage: Was soll ich als nächstes lesen. Diese Bücher stehen zur Auswahl:
 Also: Was soll ich lesen! Hilf mir und sag deine Meinung!

Natürlich "bearbeite" ich auch die dritte Aufgabe:
3. Aufgabe ~ 23:00 Uhr
Nenne den 1. Satz auf deiner aktuellen Seite.
"Auf der Fahrt nach Plévenon hatte Reb das Radio eingeschaltet"  Seite 362

00:05
Wow, drei Stunden sind schon um. Ich hab den ersten Teil von Kyria & Reb beendet und mir dann eine Pause gegönnt. Ein bisschen im Internet rumgeschaut, bei Twitter, auf Blogs und ein kleines Eis genascht. Was man so tut. ;)
Nun bin ich auf Seite 26 des zweiten Kyria&Reb-Bandes. Auf Twitter fiel die Abstimmung knapp dafür aus. 3 Stimmen "Kyria und Reb", 2 Stimmen "Dein Blick so kalt" und eine Stimme gabs für "Der süße Kuss des Todes"
Jetzt habe ich das Gefühl, dass ich nicht mehr allzu lange durchhalte.
Aber die neue Aufgabe wird bewältigt:
4. Aufgabe ~ 00:00 Uhr
Wo verbringst du die Lesenacht? Auf dem Chefsessel vorm PC? Eingekuschelt im Bett? Zusammengerollt auf der Couch? In der Badewanne?
Am liebsten lese ich eigentlich auf einer Couch oder in einem Sessel. Beides habe ich in meiner kleinen 1-ZImmer-Wohnung leider nicht. Ich pendel also ein wenig zwischen Bett und Schreibtischstuhl Hin und Her. 

00:15 
Okay... zugegeben. Das ging nun schnell. Ich hab gerade noch ein paar Minuten auf Twitter gelesen und werde mich nun in mein Bett verkrümeln. Ich muss morgen trotz Sonntag doch noch vor acht wieder aus den Federn und hab einen anstrengenden Tag vor mir. 
Also...ich lese im Bett noch ein paar Seiten und wünsche euch allen noch ganz viel Spaß! Ich fand es schön! Und hoffe, dass ich beim nächsten Mal wieder dabei bin und dann vielleicht auch länger, wenn am nächsten Tag nicht der Wecker klingelt.