Samstag, 23. August 2014

Ein Ende ist auch ein neuer Anfang...

Tja, ich will jetzt hier gar nicht so viele Worte verlieren. 
Ich werde mein Buch-Blogger-Dasein beenden. Es waren 3,5 wunderbare Jahre, in denen ich nicht nur viele grandiose Bücher gelesen habe, sondern auch viele Menschen kennen gelernt habe, die ich auf anderem Wege sicher nicht kennen gelernt hätte und die ich auch nicht mehr missen möchte.

Bücher lesen, sich mit anderen darüber austauschen - das mache ich immer noch gerne.
Leider ist der Blog mehr und mehr zur "Arbeit" und "Pflicht" geworden.
Lange habe ich mit mir gehadert und jetzt entschieden, dass es so nicht weitergehen kann und soll.
Es wird auch in Zukunft sicher einmal die eine oder andere Rezension zu Büchern von mir geben - auf anderen Plattformen, nicht mehr auf dem Blog. 
Aber auch andere Hobbys: Gitarre, mein Hund, raus in die Natur gehen, Handarbeit will ich mehr einbeziehen und mehr Platz neben dem Lesen einräumen.
Dazu kommt, dass mein Job mich sehr fordert und ich ihn gleichzeitig liebe, also auch dort mein Herzblut hineinstecke. 

Wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann einen neuen Blog von mir. Allgemeiner, weniger mit Büchern, mehr mit allem, was mich bewegt.
Aber zunächst nehme ich vom Bloggen komplett Abstand.

Das Gute: Ich werde wieder mehr Zeit und Lust haben mich auf Facebook bei Bücherthemen einzubringen und auch mal wieder andere Blogs zu besuchen, zu kommentieren, dort ins Gespräch zu kommen. Das ist viel zu kurz gekommen.
Ich bin also nicht aus der Welt, wir werden uns sicher (zumindest) online immer wieder über den Weg laufen. 

Der Blog wird nicht gelöscht.

Die Aktion "Gemeinsam Lesen" wird von Steffi auf schlunzenbuecher.blogspot.de und Alexandra auf http://blog4aleshanee.blogspot.de fortgeführt.
Unter diesem neuen Banner geht es dort nächsten Dienstag bei Steffi weiter!
(Danke für die Fortführung an die beiden!)

 (Ich mach dann bestimmt ohne Blog in den Kommentaren auch mal mit :) )

Zum Schluss möchte ich mich für die Jahre bedanken, bei allen anderen Bloggern, bei allen Lesern, bei den Autoren und Verlagen. 
Danke für die tollen Erfahrungen, die ich machen durfte!

Freitag, 22. August 2014

[Doppel-Rezension] Tom Ellen und Lucy Ivson - Sannah & Ham

Autor: Tom Ellen und Lucy Ivson
Titel: Sannah & Ham
Originaltitel:
Lobsters
Genre:
Jugendbuch
Seiten:
400
Verlag:
Chicken House
Veröffentlichung: 22 August 2014
ISBN:
978-3551520661
Preis: 14,99

Klappentext:
Genau einen Sommer lang brauchen Hannah und Sam, um ein echtes Liebespaar zu werden.
Dabei ist bereits die erste Begegnung für beide unvergesslich. Wer verliebt sich schon auf dem Klo? Aber bevor das Schicksal sie endlich zueinander führt, müssen sie peinliche Situationen überstehen und die gutgemeinten, aber hirnrissigen Ratschläge ihrer Freunde umsetzen. Und dann können sie sich – hurra! - vom schrecklichsten aller schrecklichen Albträume verabschieden: womöglich NIEMALS ihre Jungfräulichkeit zu verlieren.
(Quelle)


"Sannah &Ham" ist aus zwei Perspektiven erzählt, nämlich der von Hannah und Sam. Wir, Asaviel und Damaris, dachten uns, dass wir die zwei Hauptprotagonisten hier einfach noch etwas weitererzählen lassen. Sie sollen bei ihrer lustig-schrägen Story selbst zu Wort kommen. Eine Abschlussmeinung gibt es natürlich dann auch noch von uns.

Die Review

Gut, dann fange ich also mal an. Hallo, ich heiße Hannah, bin 18 Jahre alt und bin der Star des Buches "Sannah & Ham". Nein, Quatsch! Als Star würde ich mich ganz und gar nicht bezeichnen, denn besonders hübsch, oder gar schön, finde ich mich überhaupt nicht. Außerdem habe ich ein riesengroßes Problem. In meinem 18-jährigen Dasein hatte ich noch nie Sex. Nicht das kleinste Bisschen. Und ihr könnt mir glauben, das nagt an meinem Selbstbewusstsein. Dabei ist es nicht mal so, als wären meine drei besten Freundinnen alle total erfahren. In unserer Viererclique bin ich nicht das einzige Mädchen, das noch mit keinem Jungen geschlafen hat. Aber warum wird dann bei mir so ein Drama daraus gemacht? Vor allem von Stella, der offensichtlichen (und etwas bitchigen) Queen unserer Clique. Sie schmeißt nämlich eine Party und genau da soll es passieren. Ich werde Sex haben, mit Freddie - den ich eigentlich, denke ich mal, wahrscheinlich ganz gerne mag. Doch dann kommt es anders. Ich begegne Sam ... auf dem Klo!
"Meine Oma sagt immer, dass man nie einen Mann heiraten soll, der braune Anzüge trägt, einen Bart hat oder eine Brille braucht."
Sam lachte. Und ich wurde noch roter. Ich hatte ihm gerade klargemacht, dass er ein genetischer Unfall war. Dabei wollte ich eigentlich nur sagen: "Du bist so süß und ich glaube, du bist der eine für mich." (Hannah, Seite 237/238)
Ja, Sam. Das bin ich und der Sommer sollte perfekt werden. Die Abschlussprüfungen waren geschrieben. Das war UNSER Sommer. Leider hat schon das mit der Schulbuchverbrennung nicht so gut geklappt. Aber Partys und Frauen sollten nun im Mittelpunkt stehen. Und natürlich wollte ich auf keinen Fall als Jungfrau aufs College nach Cambridge gehen – wobei das eh nichts wird. Ich bin mir sicher, dass ich Französisch total versemmelt habe. Meine besten Freunde sehen das total locker, die wollen auch nicht nach Cambridge.
Genauso ist es mit Frauen. Ich habe Jo geliebt. Also zumindest habe ich sie gewollt – glaube ich zumindest. Die hat mich abserviert. Klar, ich bin so der Normalo-Typ. Da ist nichts Besonderes an mir. Außer vielleicht, dass ich keinen Facebook-Account habe. Mit Chris kann ich zum Beispiel gar nicht mithalten.
Von der Party bei Stella hab ich eigentlich nur wenig erwartet, aber dann habe ich das Ribena-Mädchen auf dem Klo getroffen. Ich hab sie nur so genannt, weil wir ein richtig gutes Gespräch über Ribena hatten – dort auf dem Klo – und ich ihren Namen nicht kannte. Ein Mädchen, mit dem man reden konnte, ohne dass man sich blöd vorkommt oder ständig überlegen muss, was man jetzt sagt. Tolles Gefühl! Bis klar war, dass sie mit diesem Freddie schlafen würde… War ja klar. Es gab immer einen Freddie…
 

Unsere beiden Autoren sind privat wahrscheinlich sehr lustig. So kommt es mir zumindest vor. Sie lassen Sam und mich von einer peinlichen, witzigen und haarsträubenden Situation in die nächste stolpern. Obwohl mir das alles andere als angenehm ist, konnte ich Damaris die ganze Zeit grinsen sehen (und pro Kapitel hat sie mindestens ein Mal laut gelacht). Danke schön! Wir freuen uns, dass wir so prima zu ihrer Erheiterung beigetragen haben. Vom Stil her könnte man meinen, dass sich die Leser bei unserer Geschichte in einer amerikanischen Komödie befinden. Falsch, Sam und ich leben in London. Unsere Geschichte verweilt aber nicht nur dort. Wir sind viel mit unseren Freunden unterwegs und besuchen ein großes Festival, etwa im Stile von Woodstock.
Sam und mir werden in diesem Sommer nicht nur ein paar Steinchen in den Weg gelegen, nein, es sind ganze Felsbrocken! Manches davon möchte ich möglichst schnell vergessen. Eines ist jedoch sicher: Dieser Sommer wird für mich unvergesslich bleiben. Ich denke Sam geht es genau so. Ob ich, oder wir beide, am Ende des Sommers noch Jungfrau sind, müsst ihr selbst nachlesen. Wir würden uns freuen, wenn wir euch in unserer Geschichte treffen. Ehrlich!


Eine Komödie? Was mich angeht, grenzt es ja teilweise schon an Slapstick oder zumindest an eine Sitcom. Ich muss ehrlich sagen, dass ich fast alles falsch gemacht habe, was man so falsch machen kann. Aber hey, das gehört ja zum Erwachsenwerden dazu oder? Und das haben unsere Autoren echt gut hinbekommen. Gar nicht so einfach richtig auf Papier zu bannen, wie sich das Erwachsenwerden anfühlt. Mit all den großen und kleinen Krisen, die für euch Leser bestimmt lustig sind und für uns, die wir es erleben, eher tragisch.
Aber ja, ich gebe Hannah recht. Es war ein unglaublicher Sommer, der nach einem holprigen Start und vielen Umwegen in der Mitte, doch noch unvergesslich und rückblickend gut geworden ist.
Das mit der Jungfräulichkeit – nun ja. Ich habe mal gehört, dass der Gentleman dazu schweigen sollte.
„Und letztendlich geht es beim Entjungfertwerden weniger um einen selbst als um die anderen. Hauptsache, man kann allen erzählen, dass man es gemacht hat, damit das erledigt ist und man endlich loslegen kann. Und zwar richtig.“ (Sam, Seite 153)

Das Fazit

Asaviels Resümee: Eine erfrischend ehrliche und direkte Geschichte haben die beiden Autoren Tom Ellen und Lucy Ivison hier auf das Papier gebracht. Mir ist die Geschichte an manchen Stellen etwas zu platt gewesen. Sie konnte mich nicht mitreißen und restlos begeistern, blieb dabei trotzdem eine nette und leichte Sommerlektüre. Hier werden tatsächlich die großen und kleinen Probleme der jungen Erwachsenen aufgezeigt, die mit den Jahren so schnell in Vergessenheit geraten, aber in dem Alter die Welt bedeuten. (Erster) Sex, Freundschaften, die (berufliche) Zukunft, die eigene Identität. Hier wurde mein Blick wieder geschärft für die Bedürfnisse und Probleme der Jugendlichen.
So wird in diese süße, teils kitschige und immer wieder amüsante Liebesgeschichte das wahre Leben verpackt.


Damaris' Resümee: "Sannah & Ham" ist klasse! Mein erster Gedanke zum Buch, war, dass ich hier tatsächlich in einer waschechten Teenie-Komödie gelandet bin. Ich habe fast permanent geschmunzelt. Und es ist genau diese Art von Büchern, denen es unter Garantie gelingt, mich zu begeistern. Locker und fetzig zu lesen, total lustig - und eine ernste Seite findet man auch. Wie unverblümt und direkt in diesem Jugendbuch über das Thema Sex gesprochen wurde, fand ich erfrischend und, äh, sehr natürlich.
Etwas überrascht war ich, wie am Ende eine Differenz zwischen Hannah und ihrer Freundin Stella gelöst wurde. Ich persönlich hätte mir hier, im Sinne von Hannah, etwas mehr Ehrlichkeit gewünscht, vor allem, weil es sonst im Buch sehr direkt zugeht. Wahrscheinlich zeigt genau diese Situation, dass im Leben nicht alles glatt oder nach Plan läuft.
Die Lovestory von Hanna und Sam ist zuckersüß-verrückt, sehr lustig und herrlich romantisch - Sannah &Ham eben. Lesen!

Dienstag, 19. August 2014

Gemeinsam Lesen #73 - ein letztes Mal!

Ein letztes Mal "Gemeinsam Lesen"!
Warum?
Das erfahrt ihr in einem Beitrag am Wochenende!

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Welches ist dein Lieblingsbuch und warum?





Du möchtest Gemeinsam mit uns Lesen?
Dann nimm teil:
Man darf jederzeit einsteigen. Und die Fragen dürfen auch nach Dienstag gerne beantwortet werden! 
Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 
Beantworte die Fragen (oder nur diejenigen, die du beantworten möchtest) auf deinem Blog und hinterlasse hier ein Link, damit wir dich besuchen können. Oder beantworte sie in den Kommentaren. Und komm so mit anderen Lesern ins Gespräch!

Dienstag, 12. August 2014

Gemeinsam Lesen #73



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Kommen in deinem aktuellen Buch Tiere vor? Wenn ja, welche und haben sie eine besondere Rolle? Wenn nein, welches Tier würdest du gerne hineindichten, wenn du der Autor wärest? 



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Man darf jederzeit einsteigen. Und die Fragen dürfen auch nach Dienstag gerne beantwortet werden! 
Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 


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Dienstag, 5. August 2014

Gemeinsam Lesen #72



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Wie heißt dein/e Protagonist/in (Hauptcharakter) in deinem aktuellen Buch. Nenne ruhig mehrere, wenn es mehrere sind. Sind die Namen der Charaktere im Buch für dich wichtig? Kann ein Buch durch blöde/schlechte Namen schlecht werden?



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Dienstag, 29. Juli 2014

Gemeinsam Lesen #71



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Wir haben Sommer, mal mit Sonne, mal mit Regen. 
Welches Wetter herrscht gerade in deinem aktuellen Buch?



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Dienstag, 22. Juli 2014

Gemeinsam Lesen #70



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4.Beschreibe den Ort, an dem du dich in deinem aktuellen Buch befindest!



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Man darf jederzeit einsteigen. Und die Fragen dürfen auch nach Dienstag gerne beantwortet werden! 
Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 
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Sonntag, 20. Juli 2014

[Rezension] Amanda Maciel - Das wirst du bereuen

Autor: Amanda Maciel
Titel:
Das wirst du bereuen
Originaltitel:
Tease
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: 14-17 Jahre
Seiten:
304
Verlag:
Boje Verlag
Veröffentlichung: 18. Juli 2014
ISBN:
978-3414824066
Preis: 14,99 Euro
Das wirst du bereuen - bei Amazon

 
Klappentext: Sara und ihre beste Freundin Brielle müssen sich vor Gericht verantworten – angeklagt, ihre Mitschülerin Emma gemobbt und in den Tod getrieben zu haben.  Dabei war es doch Emma, die sich an Saras Freund Dylan rangemacht hat. Ein  kleiner Denkzettel über Facebook muss da schon drin sein, finden die  Freundinnen. Doch dann verselbstständigen sich die Dinge und plötzlich ist Emma tot …
Ein Roman, der einen so schnell nicht mehr loslässt
(Quelle)

Meine Meinung:
"Nichts von dem, was mit Emma passiert ist, geschah wegen mir. Ich meine, niemand von uns hatte was damit zu tun. Das war Emma selbst. Niemand hat das Seil für sie aufgehängt. Und es ist ja nicht so, dass Emma ein Unschuldslämmchen gewesen wäre. Ganz und gar nicht. Sie war doch diejenige, die..." (Seite 10)
 Mobbing ist längst Normalität und Alltag geworden. Das ist erschreckend und umso mehr müssen wir versuchen die Aufmerksamkeit und Sensibilität für dieses Thema zu schüren, denn selbst beteiligte erkennen die Problematik oft nicht. 
Genauso ist es auch hier. Die Geschichte um Emma und ihren Selbstmord wird komplett von Sara erzählt. Aus ihrer persönlichen Ich-Perspektive. Ihre Gefühle und ihre Gedanken sind dem Leser immer präsent und es ist ganz klar: Sara gehört zu denen, die Emma, in den Tod getrieben haben, aber Sara ist sich keiner Schuld bewusst. Sie fühlt sich selbst als Opfer - Emma sei vielmehr die Täterin oder später vielleicht ihre Freundin Brielle, aber sie? Nein, Sara hat doch nichts gemacht. 
Wer mit Kindern und Jugendlichen zum Thema Mobbing gearbeitet hat, weiß, dass sie genau auf diese Art und Weise reagieren. Natürlich gerät tatsächlich kein Mensch ganz schuldlos in die Rolle des Mobbingopfers, aber diese krasse Sichtverschiebung der Täter ist erschreckend. 
Dieser Schrecken wird in "Das wirst du bereuen" sehr deutlich festgehalten, denn ich habe bisher selten ein Jugendbuch erlebt, das so realitätsnah beschreibt und dabei so betroffen macht. Die Ignoranz der Mädchen, dIe Blindheit der Jungen und das Leben der Jugendlichen, das nur auf eine Außenwirkung (Kleidung, Auftreten, die richtigen Freunde) bedacht ist, finet so tagtäglich in unseren Schulen statt.
Und es greift keiner ein, um den Jugendlichen zu helfen, die dabei hinten herunterfallen und sich - aus welchen Gründen auch immer - nicht in diese Situation einpassen können oder zu weit unten in der Hackordnung stehen.
"Vielleicht bin ich ein Kind, Dad", sage ich. "Hast du daran schon mal gedacht? Vielleicht hat mir niemand beigebracht, wie man erwachsen wird?" (Seite 257)
Normalerweise übernimmt die Protagonistin (hier Sara) für den Leser die Rolle der Identifikatonsperson. Mit ihr soll man mitfühlen können, sie soll man am besten verstehen und mitfiebern. Das gelingt - ich nehme an mit Absicht - zunächst gar nicht. Sara ist Täterin. Sie hinterfragt zunächst überhaupt nicht, wie es Emma in all den beschriebenen Situationen ergeht. Das bezieht sich auf beide Handlungsstränge. Denn das Buch ist geteilt in die Handlung vor dem Selbstmord und die Handlung danach. Beide steuern auf einen Höhepunkt zu: Selbstmord und Gerichtsverhandlung.
Erst nach und nach kann der Leser akzeptieren, dass auch Sara ihr eigenes Päckchen trägt, dass sie nicht nur Täterin ist, sondern ein ganz normales Mädchen und nach und nach verändert sich auch ihre Einstellung zu Emma und zu ihren sogenannten Freundinnen. Das fehlende Unrechtsbewusstsein wird zum Glück aufgeweicht.  
Es ist der hohe Realitätsgrad, der diesem Roman ein Problem beschert: Dadurch gibt es einige Längen und obwohl man wissen will, wie es weitergeht, fehlt das Momentum, das den Leser wirklich in seinen Bann zieht und mit sich reißt. 

"Es tut mir nicht leid.
Emma war bis zu dem Tag im März, an dem sie sich umgebracht hat, ein Miststück, das anderen den Freund ausgespannt hat.
Ich habe nichts Schlimmes getan, aber sie hat mein ganzes Leben zerstört." (Seite 14) 


Fazit: Dies ist ein Roman, der mit seiner besonderen Darstellung der Wirklichkeit, mit dem ausgestreckten Zeigefinger, der genau auf die wunden Punkte zeigt, überzeugen kann und muss. Nachdenklich, betroffen, erschrocken schlägt der Leser das Buch zu und bereut vielleicht ab und an nicht genauer hingeschaut zu haben. 
Obwohl die Geschichte einige Längen zeigt, sollte sie gelesen werden, denn sie erhöht ganz klar die Sensibilität für ein Problem unserer Zeit (weit über das Jugendalter hinaus): Mobbing.


Gesamtnote: 2
Charaktere: 1-2
Handlung: 2

Über die Autorin:
Amanda Maciel hat nach ihrem Studienabschluss als Lektorin in verschiedenen Verlagen gearbeitet, im Moment ist sie Cheflektorin bei Scholastic. In ihrer Freizeit schreibt sie, sie geht gerne joggen oder fährt mit ihrem kleinen Sohn in der U-Bahn herum. Zusammen mit ihrem Sohn, ihrem Mann und ihrer Katze lebt sie in Brooklyn, New York. Das wirst du bereuen ist ihr erster Roman. (Quelle)

Dienstag, 15. Juli 2014

Gemeinsam Lesen #69



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Welches ist dein absolutes Sommerbuch dieses Jahr? Welches Buch muss ich unbedingt diesen Sommer lesen?



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Donnerstag, 10. Juli 2014

[Rezension] John Lucas - No Way Back

Autor: John Lucas
Titel:
No Way Back
Originaltitel:
Turf
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: ab 14 Jahre
Seiten:
336
Verlag:
cbt
Veröffentlichung: 12 Mai 2014
ISBN:
978-3570309063
Preis: 7,99 Euro

Klappentext: Dein Leben ist nichts, deine Gang ist alles.
Bisher war Jays Gang-Dasein in der Londoner Vorstadt nur ein schräges Kinderspiel aus Drogen, Party und Gewalt. Die härtesten Entscheidungen: welche Klamotten man anzieht oder welchen Schokoriegel man kauft. Doch an seinem 16. Geburtstag wird Jay zu den "Olders" aufsteigen, und dazu muss er beweisen, dass er alles für seine Brüder tun würde. Als Jay ein Mitglied aus einer rivalisierenden Gang umbringen soll, merkt er, dass die Entscheidungen über Leben und Tod nicht bei ihm liegen. Aber es gibt kein Zurück mehr...
Schonungslos, aufwühlend und berührend – dieses Buch lässt niemanden kalt (Quelle)

Meine Meinung:

"Die Boys beherrschten die Siedlung, und ich fand bald heraus, dass du ein Niemand bist, wenn du nicht zur Gang gehörst." (Seite 22)
Das Leben in einer Stadt oder einem Viertel, das von einer Gang beherrscht wird,kann man sich als Außenstehender vermutlich gar nicht vorstellen. Jay wird nicht in diese Welt hineingeboren, aber findet schnell heraus, wie der Hase läuft und passt sich an. Das muss er tun. Dieses Gang-Dasein bringt Rechte und Sicherheit für den Jungen mit sich, aber auch viele Regeln und Pflichten, an die man sich halten muss und über die man gleichzeitig schlecht den Überblick bewahren kann. Hier ist Jay sehr reflektiert und so gelingt dem Protagonisten den Leser mit einer Mischung aus Nachdenklichkeit und leicht ironischem Witz an sich zu binden. 

"Der Gangster Moses und seine zehn Gebote. Aber es sind mehr als zehn. Es sind so viele, dass ich sie nicht mehr zählen kann." (Seite 96)
Dabei wirkt die Geschichte sehr authentisch. Jay will aufsteigen und muss sich diesen Aufstieg verdienen. Sein Wunsch eigene Wege zu gehen, kollidiert unweigerlich mit den Verpflichtungen, die er eingegangen ist. 
Er soll jemanden töten. Es geht um Gewalt, Brutalität und Mord. Wie soll ein fünfzehnjähriger Junge, der sich zwar erwachsen fühlt, es aber längst nicht ist, mit alldem fertig werden, zur Schule gehen, sich verlieben und nun tatsächlich erwachsen werden?
Gleichzeitig ist dieser Jugendroman durchaus auch sprachlich sehr empfehlenswert. Symbolik und Metaphern nehmen implizit einen hohen Stellenwert ein, sodass man hier lernt sich mit sprachlichen Bildern auseinander zu setzen, ohne dass man sich analytisch damit beschäftigen muss. 
Es geht aber auch nicht nur um die Gang, es geht um das Erwachsenwerden an sich. Die Abgrenzung zu anderen, aber auch vor allem zu den Eltern. Es geht um Sexualität und den Umgang damit, sehr reflektiert ohne den nervigen erhobenen Zeigefinger.
Obwohl die einzelnen Charaktere immer wieder unfreiwillig komisch wirken, sind sie mit Sorgfalt gezeichnet und dargestellt. Sie lassen den Leser lediglich schmunzeln oder den Kopf schütteln, da man das Verhalten kaum verstehen kann. Doch die hohe Reflektionsfähigkeit des Protagonisten fängt diese Verwirrung und dieses Unverständnis immer wieder gekonnt auf.
Einen Kritikpunkt kann man kaum richtig in Worte fassen. Das Buch reißt den Leser nicht komplett mit und es bleibt wenig in Erinnerung. Ja, es lässt sich gut und schnell lesen, es macht Spaß, aber es wird schnell von anderen Büchern, eigenen Erlebnissen überlagert und so verschwindet dieses Buch schnell aus dem Kopf. Das ist sehr schade.
"Das ist das Problem, wenn du fünfzehn bist. Du fühlst dich zwar nicht wie ein Kind, aber alle behandeln dich so." (Seite 38)
Fazit: Ein gut zu lesendes Buch über das Gang-Dasein und das Erwachsenwerden mit markanten Charkateren und einem reflektierenden Protagonisten. Leider bleibt das Buch nicht hängen, kann nicht komplett mitreißen, aber trotzdem für jeden jugendlichen Leser zu empfehlen.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 2
Handlung: 2-3

Über den Autor: John Lucas wurde im östlichen Teil Londons geboren. Im Problemviertel Hackney aufgewachsen, war er mehrfach Opfer und Zeuge von Gewalttaten. Sein Debütroman »No Way Back« basiert auf Johns eigenen Erfahrungen aus seiner Kindheit und Jugend. (Quelle)

Dienstag, 8. Juli 2014

Gemeinsam Lesen #68



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4.Welchen Charakter magst du in deinem Buch aktuell am wenigsten? Warum? Beschreibe ihn mit fünf aussagekräftigen Wörtern.



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Dienstag, 1. Juli 2014

Gemeinsam Lesen #67



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Wer ist der Autor deines aktuellen Buches? Kennst du weitere Bücher von ihm und kannst du sie uns empfehlen?



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Dienstag, 24. Juni 2014

Gemeinsam Lesen #66

Uff, gerade fällt mir das Bloggen schwer, aber "Gemeinsam Lesen" darf natürlich trotzdem nicht fehlen ;)

1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Was wäre der Grund, aus dem du dein aktuelles Buch innerhalb der nächsten 50 Seiten abbrechen würdest. Was müsste passieren? Oder wäre das undenkbar und warum?



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Dienstag, 17. Juni 2014

Gemeinsam Lesen #65



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Heute eine knifflige Frage ganz im Zeichen der Fußball-WM: Versetze dich in den Protagonisten (Hauptcharakter) deines aktuellen Buches hinein: Wie steht er/sie zum Thema Fußball? Ist er/sie ein Fan? Würde er/sie sich mitreißen lassen? Versuch eine Antwort auf die Frage zu finden, egal in welcher Welt dein Buch spielt!


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Samstag, 14. Juni 2014

[Rezension] Hollis Seamon - Einer da oben hasst mich

Autor: Hollis Seamon
Titel:
Einer da oben hasst mich
Originaltitel:
Somebody up there hates me
Genre:
Jugendbuch
Altersempfehlung: ab 14
Seiten:
256
Verlag:
cbt
Veröffentlichung: 26. Mai 2014
ISBN:
978-3570162835
Preis: 14,99 Euro
Einer da oben hasst mich - bei Amazon

Klappentext:
Eigentlich ist der 17-jährige Richard ein ganz normaler Teenager – doch er hat Krebs und verbringt die letzten Tage seines Lebens in einem Sterbehospiz. Trotz dieses »Einer-da-oben-hasst-mich-Syndroms«, wie Richard es selbst nennt, hat er seinen Lebensmut nicht verloren und tut alles dafür, so viel wie möglich aus der ihm verbleibenden Zeit zu machen: Sei es, sich Privatsphäre zu verschaffen, wo es eigentlich keine gibt, zu Halloween verkleidet durch die Straßen zu fahren oder die Nähe der 15-jährigen und ebenfalls sterbenskranken Sylvie zu suchen… (Quelle)

Meine Meinung:
"Denn, ganz ehrlich: Sterben ist todlangweilig" (Seite 11)
Ein ganz normaler Teenager, mit ganz normalen Wünschen, mit ganz normalen Sorgen und ganz normalen Träumen - an einem ganz ungewöhnlichen Ort.
Wenn man in ein Hospiz kommt, hat man weniger als einen Monat zu leben. Wer dort hingeht, weiß, dass er sterben wird. Natürlich gehen wir davon aus, dass sich hauptsächlich ältere Menschen dort für die letzten Tage und Wochen aufhalten - und so ist es auch. Hauptsächlich. 
Aber in dieser Geschichte sind auch zwei Jugendliche in einem Hospiz und mischen die Pfleger und Angehörigen ziemlich auf. Denn trotz ihrer Krankheit (oder gerade deswegen?) gibt es noch einiges, was sie erleben wollen, zumindest wenn es ihnen möglich ist. 
Richard - der Protagonist - ist sich seiner Situation vollauf bewusst, versucht sich aber mit so viel Humor und Sarkasmus zu ertragen, wie möglich ist. Das gelingt nicht immer. Natürlich kommt es zu Situationen, in denen es ihm wirklich mies geht, in denen er Angst hat, aber meist sieht er mit einem zwinkernden Auge nach vorne

Folglich spult sich folgender Dialog ab: "Warum bist du hier? Was fehlt dir, mein Sohn?" Dann sage ich ganz ernst und unschuldig: "Ich habe das EDOHM-Syndrom." (Seite 15)
Die Geschichte ist sehr berührend.
Nicht nur Richard und das Mädchen, das sich im Hospiz aufhält, kann man gut verstehen. Man versteht beinahe jeden Charakter, der in diesem Buch seine Rolle hat und jeder davon handelt anders und für Außenstehende vermutlich unverständlich. Jeder geht anders mit Trauer und Verlust um. Das macht diese Geschichte besonders deutlich. Manche werden traurig, manche resignieren, manche werden wütend oder sogar cholerisch. All dies sind normale Reaktionen, die aufgrund ihrer Intensität aber kaum auszuhalten sind. 
Die Traurigkeit in diesem Buch hält sich eigentlich in Grenzen, es ist eher ein Überschwang an Gefühlen, einer Mischung aus Gefühlen, die den Leser mitten ins Herz trifft, aber zum Glück immer wieder aufgelockert wird. 
Ich habe mal eine Liste mit Sachen zusammengestellt, über die ich mir keine Sorgen zu machen brauche: Arbeitslosigkeit, undankbare Kinder, Scheidung, Weisheitszähne, Cholesterinspiegel. Jetzt kann ich noch Kugelbauch und Mittelglatze hinzufügen (Seite 48)
So traurig manche von Richards Überlegungen auch sind, so muss man dann doch wieder Schmunzeln, wenn es dann wieder nur um das "Eine" geht, das jeden Jugendlichen in seinem Alter beschäftigt. 
Dabei muss dem Leser schon zu Beginn der Geschichte klar sein, dass es nur ein mögliches Ende gibt. Es geht ier nicht um die Spannung, wie dieses Buch wohl ausgeht. Es geht darum, was auf dem Weg zu diesem Ende passiert.

Fazit: Jeder Leser kann an dieser Geschichte wachsen und für sich persönlich ein Stück aus ihr mitnehmen für seine eigene Zukunft. Sei es der Umgang mit Verlust und Trauer oder einfach das Wissen, das man das Beste aus seinem Tag machen sollte. Hier findet man ein emotionales Buch, das aber weit über Trauer und Tränen hinausgeht, sondern den Leser facettenreich gefühlvoll im Herz berührt.

Gesamtnote: 2
Charaktere: 1
Handlung: 2
Lesespaß: 2

Über die Autorin: Durch die jahrelange Pflege ihres Sohnes hat Hollis Seamon viel Zeit in Kinderkrankenhäusern verbracht. Die Jugendlichen dort, die trotz ihrer Krankheit Teenager blieben, haben sie dazu inspiriert, ihr erstes Jugendbuch, „Einer da oben hasst mich“, zu schreiben. Seamon lebt in Kinderhook, New York, und unterrichtet Englisch und Kreatives Schreiben. (Quelle)

Mittwoch, 11. Juni 2014

[Meine Gedanken zu...] "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak

Es gibt Bücher, um die man nicht drumherum kommt.
Das sind Bücher, die man in der oder für die Schule/Uni lesen muss und das sind Bücher, die lange Zeit in aller Munde sind.
Mir ging es ganz definitiv so mit "Die Bücherdiebin" von Markus Zusak. Ich kam nicht drumherum,
es war immer klar: Das MUSST du mal lesen.
Ich wollte aber nicht.
Buchblogger haben geschwärmt. Es gibt Buchblogs und Buchblogger, die sich nach diesem Buch bzw. nach der Protagonistin benannt haben. Ich habe im Prinzip nur Gutes gehört. Dann kam auch noch der Film in die Kinos - den ich bisher noch nicht gesehen habe - und wieder flammte das "Gerede" auf, dass dieses Buch so unglaublich gut sei. Dann wurde es auch noch in der Schule empfohlen, weil man es gut mit seinen SuS lesen könnte.
Ich habe mich erst einmal weiter gedrückt.
Warum?

Es gibt Themen, mit denen man einfach überlastet wurde.
Für mich ist dieses Thema der zweite Weltkrieg, die Nazizeit. In der Schule wurde es - gefühlt - in jedem Schuljahr in Geschichte 80% der Zeit behandelt, in Deutsch haben wir mindestens zwei Bücher gelesen, die in dieser Zeit spielten. Im Geschichtsstudium scheint das immer im Mittelpunkt zu stehen - zumindest nimmt man immer irgendwie Bezug drauf.
Jetzt - da ich ja selbst unterrichte - bin ich auf der anderen Seite und weiß: Dreimal steht der Nationalsozialismus fest verankert im Bildungsplan. Wie oft man sich in Deutsch anhand von Literatur damit beschäftigt ist nicht festgelegt.

Ich will gar nicht bestreiten, dass dieses Thema wichtig ist. ES IST WICHTIG! Schüler müssen darüber nachdenken - auch mehr als einmal, in verschiedenen Stadien ihrer Entwicklung und ich unterrichte dieses Thema jetzt sogar gerne.
Aber ich habe (hatte!) bisher keinen Roman gelesen, der in dieser Zeit spielt, der mich fesseln und begeistern konnte.
Das hat sich jetzt geändert.
Ja, ich komm endlich wirklich auf das Buch zu sprechen. 

Schon der Beginn hat mich umgehauen, mich gefesselt. Die Geschichte wird immer wieder - alle zwei Seiten ungefähr - unterbrochen. Also grafisch unterbrochen. 
Und das beginnt schon auf Seite 1. 
Nebenstehend ein kleines Beweisbild. Diese Art Unterbrechungen, die jeweils verschiedene Titel tragen, folgen nun durchgehend immer wieder. 
Über weite Teile der Geschichte könnte man meinen, dass es einen auktorialen Erzähler gibt, also einen Er-Erzähler, der alles weiß, aber dem ist nicht so. Wir haben einen Ich-Erzähler und erst nach und nach wird wirklich klar, wer dieser Erzähler ist. Und sobald man es ganz genau weiß, macht es dieses Buch noch spannender und noch besonderer, denn aus seiner Perspektive wurden bisher nur ganz wenige Bücher geschrieben. 

Ich muss mich anschlißen und sagen: Lest dieses Buch! Es ist etwas ganz Besonderes. Und unterstreichen möchte ich dies, indem ich euch noch ein paar Zitate mitgebracht habe:

Wisst ihr, ich sehe sie oft, wenn ein Mensch stirbt, diese Finsternis, trotz all der Farben, die das, was ich in der Welt wahrnehme, berühren und durchdringen.
Ich habe Millionen Finsternisse gesehen. 
Ich habe sie schon so oft gesehen, dass ich mich nicht mehr an sie erinnern will. (Seite 18)

Im Verlauf ihrer Beobachtungen bemerkte Liesel einige Gemeinsamkeiten zwischen den Fremden und sich selbst. Beide waren in einem Zustand der Erschütterung in der Himmelstraße angekommen. Beide hatten sie Albträume.  (Seite 228)

"Ich bin so ein Idiot."
Nein, Papa.
Du bist nur ein Mensch.
Die Worte fielen ihr über ein Jahr später ein, als sie im Keller schrieb.
Sie wünschte, sie hätte sie damals schon gehabt. (Seite 433)

Nein, dachte Liesel, während sie nach Hause ging. Mein Herz ist müde. Ein dreinzehnjähriges Herz sollte sich nicht so anfühlen (Seite 458)

Eine letzte Anmerkung eures Erzählers
Ich bin von Menschen verfolgt. (Seite 586)

Dienstag, 10. Juni 2014

Gemeinsam Lesen #64



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Welchem Charakter würdest du aus deinem aktuellen Buch gerne eine Ohrfeige geben und aus welchem Grund? 



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Dienstag, 3. Juni 2014

Gemeinsam Lesen #63



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4.Benutze 5 Adjektive (Wie-Wörter) und 5 Substantive (Hauptwörter) um dein aktuelles Buch zu beschreiben.


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Dienstag, 27. Mai 2014

Gemeinsam Lesen #62



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Du darfst den Hauptcharakter deines aktuellen Buches an einen Platz aus deiner Welt mitnehmen (dein Zimmer, Natur, Stadt, eine bestimmte Straße, ein bestimmter Ort), welcher wäre das und warum?


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Dienstag, 20. Mai 2014

Gemeinsam Lesen #61



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Mit welchen Schauspielern würdest du die Hauptcharaktere deines aktuellen Buches besetzen, wenn es verfilmt werden würde?



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Samstag, 17. Mai 2014

[Rezension] Alexa Hennig von Lange - Ach wie gut, dass niemand weiß...

Autor: Alexa Hennig von Lange
Titel:
Ach wie gut, dass niemand weiß...
Genre:
Jugendbuch
Seiten:
400
Verlag:
cbt
Veröffentlichung: 29. April 2014
ISBN:
978-3570162842
Preis: 14,99 Euro
Meine Liebe glaubt an dich!
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ... (Quelle)

Meine Meinung:
"Ich kann nich sagen, was es ist. Vielleicht ahne ich zu diesem Zeitpunkt schon, was als Nächstes passieren wird. Vielleicht passiert es auch nur, weil ich ihn anstarre. Vielleicht passiert all das Unglaubliche, das von nun an passieren wird, nur, damit wir am Ende zu den beiden werden, die wir sein sollen." (Seite 11)
Meine Vorfreude auf dieses Buch war sehr groß. Gefühl, jugendliche Protagonisten, ein Badboy und ganz großes Kribbeln!?! Die ersten Seiten versprachen Gutes und ich habe mich auf die Seiten gestürzt. 
Skeptisch wurde ich aufgrund einer hohen Anzahl an Monlogen mit vielen unbeantworteten Fragen, die sich Sina immer wieder stellt. Sina ist der Hauptcharakter. Sie erzählt uns die Geschichte direkt aus der Ich-Perspektive. Aber diese Monologe und Fragerei hätte ich ihr sicher unter anderen Umständen verziehen. 
Liebe auf den ersten Blick ist in solchen Bücher eher Gang und Gäbe, hier gibt es kein Grund zu kritisieren, aber danach geht es zu schnell. Die beiden Verliebten sehen sich kaum zwei oder drei Mal und man kann als Leser ihren Gedanken und Gefühlen kaum folgen. Besonders letztere kommen einfach nicht beim Leser an.
Der gute Beginn, der das Herz schneller schlagen ließ und der ein Lächeln auf die Lippen zauberte, wird durch sehr viel Kitsch und Pathos niedergedrückt. Leider ist dies kein erfolgreiches Mittel, um Gefühle zu transportieren.
"Ich bin der Liebe verfallen. Das ist der Weg, den ich nun weitergehen muss." (Seite 140)
 Nicht nur die Gefühlswelt rief ein Stirnrunzeln hervor, auch die Handlungen der Charaktere blieben für mich immer wieder unverständlich. Es gibt - jede Liebe und alle Freundschaften betreffend - ein ständiges Hin und Her. "Ja, ich mag dich." "Nein, ich mag dich nicht." Dabei bleiben Sinas Freundinnen und auch ihre Eltern sehr stereotyp. Einzig ihr Vater kann seiner Rolle etwas entkommen.Viele Handlungen sind übertrieben und unbegründet. Hierzu zählt leider auch das Ende, das eine Wendung mit sich bringt und die "Dramatik" der Geschichte auf einen Höhepunkt bringen soll.
Die Idee ist nicht neu, aber gut. Mit ihr kann man Jugendliche, aber auch junge Erwachsene durchaus einfangen. Sie ist so gut, dass die Leser ihr Herz an die Charaktere hängen könnten. Das wird hier leider nicht erreicht, deswegen wird in dieser Rezension viel gemeckert. Für manch einen jugendlichen Leser, mit kaum Leseerfahrung mag dies Buch noch annehmbar sein, aber es gibt viele deutlich bessere Titel auf dem Markt, mit der gleichen Idee.
"So ist das also, wenn man einen Menschen verliert, den man geliebt hat. Es ist grausam und unbegreiflich und doch nicht zu ändern." (Seite 244)

Fazit: Mit viel Vorfreude habe ich mich auf dieses Buch gestürzt. Der vielversprechende Beginn schwächte sich dann aber in rapidem Tempo ab und nur noch aufgrund der leichten Sprache lässt sich das Buch schnell schmökern. Zu viel Kitsch, zu viel Pathos und kaum Gefühl, das beim Leser ankommt.
Hier schafft man leider nicht den Sprung in Richtung Allage-Roman. Mit diesem Buch kann man wohl wirklich nur jugendliche Leser noch erreichen. Da dies natürlich auch das Zielpublikum ist, besänftigt mich dies etwas in der Bewertung.

Gesamtnote: 3
Charaktere: 3-4
Handlung: 3-4
Lesespaß: 3-4
Zusatz: Fürs Zielpublikum alleine eventuell angemessen. 

Über die Autorin:
Alexa Hennig von Lange wurde 1973 geboren und begann bereits mit acht Jahren zu schreiben. 1997 erschien ihr Debütroman Relax, mit dem sie über Nacht zu einer der erfolgreichsten Autorinnen und zur Stimme ihrer Generation wurde. 2002 bekam sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Es folgten zahlreiche Romane für Erwachsene wie Jugendliche und Kinder, außerdem Erzählungen und Theaterstücke. Alexa Hennig von Lange lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin. (Quelle)

Weitere Bücher des Autors: 

Dienstag, 13. Mai 2014

Gemeinsam Lesen #60



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4.Du hast Gelegenheit dem Protagonisten/der Protagonistin (Hauptcharakter) genau eine Frage zu stellen. Welche wäre das? Gerne mit Begründung. 



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Ein kleine zufällige Auswahl der Teilnehmer:
Alle anderen findet ihr in den Kommentaren. 

Hier gelesen
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Dienstag, 6. Mai 2014

Gemeinsam Lesen #59



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Alles neu macht der Mai. 
Welches ist das neuste Buch auf deinem SuB (Stapel ungelesener Bücher)? Wann wirst du es voraussichtlich lesen?



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Freitag, 2. Mai 2014

[Rezension] Brandon Sanderson - Die Seele des Königs

Autor: Brandon Sanderson
Titel:
Die Seele des Königs
Originaltitel:
The Emperor's Soul, Infinity Blade - Awakening, Legion
Genre:
Fantasy
Seiten:
448
Verlag:
Heyne
Veröffentlichung: 10. März 2014
ISBN:
978-3453315242
Preis: 14,99

Klappentext:
Wenn Magie den Lauf der Zeit verändert
In einer Welt, in der Magie und Schicksal untrennbar mit der Stadt Elantris verbunden sind, erzählt Brandon Sanderson die einzigartige Geschichte einer jungen Assassinin, die auf frischer Tat ertappt wurde und nun zum Tode verurteilt werden soll. Doch schon bald erkennt der königliche Berater, dass ihre besonderen magischen Fähigkeiten vielleicht die einzige Rettung für das Königreich sind … (Quelle)

Meine Meinung:
Da sich in diesem Buch drei voneinander getrennte und komplett unabhängige Geschichten befinden, will ich diese auch getrennt voneinander bewerten und erst am Ende zu einem Gesamturteil über die Zusammenstellung kommen. 

Aufgrund  der Aufmachung erwartete der Leser, dass die drei Geschichten sich im Umfeld der Geschichte um Elantris spielen oder aber in engem Zusammenhang zum Roman "Der Weg der Könige" stehen. Für die erste Novelle ist dies im Bezug auf Elantris durchaus richtig, wie der Autor nach der ihr auch bemerkt. Sie leiht auch dem kompletten Buch ihren Namen und auch wenn keine bekannten Charaktere auftreten, spielt die Geschichte wohl in Roschar, wobei man erst zum Ende ein bestimmtes Gebäude, gar ein Zimmer gemeinsam mit der Protagonisten verlässt. 
Diese Novelle ist sehr gut umgesetzt und wird auch ihrem Gattungsbegriff gerecht, was den meisten Lesern im Fantasygenre nicht wichtig sein wird, aber ein interessantes Detail darstellt. Shai ist ein gut durchdachter Charakter. Nicht nur ihre jetzige Situation, auch ihre Vergangenheit werden erst im Lauf der Geschichte deutlich und der Leser wird vor die Wahl gestellt, für wen er mitfiebern soll, schließlich ist der Hauptcharakter, mit dem man sich identifizieren sollte eine Asssassinin und scheinbar nur auf ihr eigenes Wohl bedacht. Da Shai ein Zeitlimit von 100 Tagen gesetzt bekommt, steigert sich die Spannung automatisch. Dem Magiesystem, das Brandon Sanderson hier auf nicht einmal 200 Seiten entfaltet, wird man mit Worten nicht gerecht. Es ist mehr als beeindruckend. 
Zugleich gelingt es der Geschichte zum Nachdenken anzuregen, denn wer genau hinsieht, erkennt Vergleiche zu unser heutigen Welt, die keinen erhobenen Zeigefinger erkennen lassen, aber als Stupser dienen können, um sich die richtigen Fragen zu stellen.
Alles in allem gibt es hier für die Geschichte die volle Punktzahl.

Die zweite Geschichte, auch eine Novelle, wirkt auf den ersten Seiten schon völlig abstrus und verdreht. Der Protagonist heißt Stephen und erzählt die Geschichte aus der Ich-Perspektive. In diesem Fall wäre eine andere Perspektive auch nicht möglich. Stephen hat eine multiple Persönlichkeit. Es lässt sich nicht abschließend klären, wieviele Persönlichkeiten er in sich versammelt. Er weiß, dass all diese Personen Halluzinationen sind, spricht aber trotzdem mit ihnen und sie können scheinbar mehr als der Protagonist selbst. Diese Halluzinationen haben nicht nur verschiedene Charaktere und können Stephen auch mal sehr zur Last fallen, sie haben auch ganz unterschiedliche Fähigkeiten. Das reicht von Menschenkenntnis, über eine Militärausbildung, Sprachen, die Stephen nicht spricht oder naturwissenschaftliches Wissen. 
Gemeinsam sind sie nun auf der Jagd nach einer Kamera, die Bilder aus der Vergangenheit machen kann. So hat sie zum Beispiel George Washington fotografiert und es wird nun befürchtet, dass das Weltbild der Menschheit zerstört werden soll, indem man versucht eindeutige Fotos von Jesus nach seiner Auferstehung zu bekommen. 
Hier beginnt eine spannende Geschichte, die tatsächlich auch auf weniger als hundert Seiten einen Abschluss erfährt, mit dem der Leser zufrieden sein kann.
Es ist wichtig, dass man sich auf die Grundkonstellation mit all diesen halluzinierten Charakteren einlässt und dann kann man viel Spaß haben, denn die Geschichte ist unterhaltsam und spannend und zeugt von großer schriftstellerischen Fähigkeit.

Die dritte und letzte Geschichte ist kaum als Novelle zu bezeichnen. Sie ist die Adaption eines Computerspiels und lässt auch ohne Weiteres eine Fortführung der Handlung zu, was der Autor beweist, denn auf englisch ist bereits Band 2 zu "Infinity" erschienen.
Während Novelle 2 in unserer heutigen Welt zu spielen scheint, tauchen wir nun wieder in eine Fantasylandschaft ein und der Leser findet sich dort auch wunderbar zurecht, wenn er das zugrundeliegende Computerspiel nicht kennt.
Das sprachliche Können kommt wieder gut zum Ausdruck und man kann sich schnell auf die Handlung einlassen. Naturgemäß stehen hier Kampf und Auseinandersetzung an erster Stelle, was aber gut in eine Handlung eingebettet wurde, sodass der Leser durchaus Spaß hat.

Fazit: Alles in Allem wird jeder Leser, der Brandon Sanderson zu schätzen weiß, dieses Buch ebenfalls gerne lesen. Sein sprachliches und erzählerisches Talent kommt deutlich zum Vorschein und es macht einfach Spaß ihm in seine Geschichte zu folgen.
Leider bekommt der Leser aber nicht genau das, was der Verlag verspricht. Besonders der Klappentext sollte die Andersartigkeit von Geschichte zwei und drei in diesem Band hervorheben.


Gesamtnote: 2
Charaktere: 1
Handlung: 2-3
Lesespaß: 2
Über den Autor: Brandon Sanderson, 1975 in Nebraska geboren, schreibt seit seiner Schulzeit phantastische Geschichten. Er studierte Englische Literatur und unterrichtet Kreatives Schreiben. Sein Debütroman »Elantris« avancierte in Amerika auf Anhieb zum Bestseller. Seit seinen Jugendbüchern um den jungen Helden Alcatraz und seiner großen Saga um die »Kinder des Nebels« gilt der junge Autor auch in Deutschland als einer der neuen Stars der Fantasy. Er wurde auserwählt, Robert Jordans großen Fantasy-Zyklus »Das Rad der Zeit« fortzuschreiben. Brandon Sanderson lebt mit seiner Familie in Provo, Utah. (Quelle)

Dienstag, 29. April 2014

Gemeinsam Lesen #58



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Aus welchem Grundhast du dich gerade jetzt für deine aktuelle Lektüre entschieden?


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Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 
Beantworte die Fragen (oder nur diejenigen, die du beantworten möchtest) auf deinem Blog und hinterlasse hier ein Link, damit wir dich besuchen können. Oder beantworte sie in den Kommentaren. Und komm so mit anderen Lesern ins Gespräch!

Dienstag, 22. April 2014

Gemeinsam Lesen #57



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden? (Gedanken dazu, Gefühle, ein Zitat, was immer du willst!)

4. Wenn du jetzt in diesem Moment in die Geschichte eintauchen könntest, was würdest du als erstes tun?



Du möchtest Gemeinsam mit uns Lesen?
Dann nimm teil:
Man darf jederzeit einsteigen. Und die Fragen dürfen auch nach Dienstag gerne beantwortet werden! 
Außerdem darf natürlich das Bild für eure Blogposts übernommen werden. 
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