Dienstag, 14. Juli 2015

[EBook-Serie] Markus Heitz - Aera: Opfergaben

Autor:  Markus Heitz
Titel:
Aera - Die Rückkehr der Götter: Opfergaben
Reihe:
Aera
Seiten:
ca. 161
Verlag: knaur
Veröffentlichung: 3. Juli. 2015
Preis:
0,99 Euro

Nach allem, was man schon im Vorfeld gehört und gelesen hatte, war meine Neugier nach dem Prolog endgültig geweckt. Das klang doch zu verlockend.
Also habe ich mich an Malleus Seite gestellt und wollte mit ihm diese neue Welt erkunden. Malleus ist der Protagonist und in einer Welt, in der die Götter erschienen sind, eine Rarität. Er ist weiterhin Atheist. Atheisten glauben an nichts. Sie glauben nicht an Götter. Wie kann man nicht an Götter glauben, wenn man sie tagtäglich vor sich sieht?
Malleus kann.
Tja, so ist das, wenn Glaube auf Wissen trifft: Eines davon bleibt auf der Strecke (Position 216) 
Ganz allgemein muss man ihm zugestehen, dass er ein außergewöhnlicher Mann mit besonderen Marotten ist. Recht schnell erfährt der Leser durch unmissverständliche Andeutungen, dass er seine Frau und sein Kind verloren hat - man weiß nicht, was die Ursache hierfür ist. 
Ganz ähnlich wie bei einer Fernsehserie werden die Geschehnisse geschildert. Dass der Schreibstil des Autoren mir liegt, wusste ich schon vorher, aber auch hier kann man gut folgen und die Bilder entstehen im Kopf. Ungefähr so lange wie für eine TV-Serie brauchte ich auch für das Lesen der ersten Folge. Das Ende kam überraschend, da die letzten 40% des Ebooks ungefähr von einem Gottheiten-Lexikon eingenommen wird. 
Dieses Lexikon ist ganz praktisch, da Heitz seine Recherchearbeit gut gemacht hat und viele Gottheiten auftauchen, mit denen man als Normalverbraucher eher seltener in Kontakt kommt. Tatsächlich ist es aber auch so, dass im Verlauf der Erzählung selbst, die wichtigsten Eigenschaften dieser "Entitäten" noch benannt werden.
Die Spannung erhöht der Umstand, dass nicht nur Malleus die Rolle des Protagonisten erhält. Seine Geschichte wird aus der Sicht des Er-Erzählers verfolgt. Gleichzeitig gibt es immer wieder einen Schnitt zu einer zweiten Person (?), die im Ich-Erzähler Malleus verfolgt. Man erfährt nicht, wer diese Person ist und was ihr eigentliches Ziel ist. Sie macht nur deutlich, dass sie Malleus aus ganz eigenen Motiven folgt.
"Und seitdem folge ich ihm. Er weiß nicht, dass es mich gibt. Aber ich bin da. Ich bin da..." (Position 85)
So richtig packen konnte mich die Geschichte selbst leider im Verlauf der ersten Folge nicht. Faszinierend war die Umgebung, das Setting, aber die Geschichte? Es verschwinden Kunstgegenstände - hier wird wohl die Metastory aufgebaut. Viel mehr passiert tatsächlich nicht.
Vielleicht hätte ich mir sogar schon nach dem ersten Teil überlegt, diese Serie doch ruhen zu lassen, aber der Cliffhanger am Ende ist äußerst fies und böse, sodass ich dann doch - ohne zu zögern - Teil zwei ordern musste. 
Außerdem soll man ja jedem eine zweite Chance geben.

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